BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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Startseite -- Bücher AT -- 3. Mose -- 256 (Das Laubhüttenfest: vom 15. bis 21. des 7. Monats im Jahr )
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DAS DRITTE BUCH MOSE (Leviticus)
C. GOTTES GESETZ -- TEIL 6: HEILIGUNG (3. Mose 17-27)
8. Wöchentliche und jährliche Feiertage mit heiligen Versammlungen der Israeliten (3. Mose 23,1-44)

h) Das Laubhüttenfest: vom 15. bis 21. des 7. Monats im Jahr (3. Mose 23,33-44 )


3. MOSE 23,33-35 ( VII. Das Laubhüttenfest )

33 Und der HERR redete mit Mose und sprach: 34 Rede mit den Kindern Israel und sprich: Am fünfzehnten Tage dieses siebenten Monats ist das Fest der Laubhütten sieben Tage dem HERRN. 35 Der erste Tag soll heilig heißen, daß ihr zusammenkommt; keine Dienstarbeit sollt ihr tun.

Das Laubhüttenfest bildete als siebentes die Krone und den Abschluß der ganzen jüdischen Festreihe. Es war das Schlußerntefest, nachdem nicht nur die Getreide-, sondern auch die Obst- und Weinernte beendet war. Volle sieben Tage währte dieses Fest; ja, Gott fügte demselben einen achten Tag als Höhepunkt hinzu! Es sollte ein Fest reiner, ungetrübter Freude für Israel sein.*) (Vgl. 5. Mose 16,13-15.)

5. Mose 16,13-15 -- 13 Das Fest der Laubhütten sollst du halten sieben Tage, wenn du hast eingesammelt von deiner Tenne und von deiner Kelter, 14 und sollst fröhlich sein auf deinem Fest, du und dein Sohn, deine Tochter, dein Knecht, deine Magd, der Levit, der Fremdling, der Waise und die Witwe, die in deinem Tor sind. 15 Sieben Tage sollst du dem HERRN, deinem Gott, das Fest halten an der Stätte, die der HERR erwählen wird. Denn der HERR, dein Gott, wird dich segnen in allem deinem Einkommen und in allen Werken deiner Hände; darum sollst du fröhlich sein.

Vorbildlich weist das Laubhüttenfest hin auf die Vollendung aller Gnadenratschlüsse und Heilstaten Gottes, auf die endgültige Herrlichkeit und das ewige Freudenfest, das Gott feiern will, wenn Er dereinst unzählbare erlöste Scharen in Sein ewiges Reich eingebracht haben wird. Er hat sie durch Christum der Obrigkeit der Finsternis – den Ketten der Sünde entrissen und glückselig gemacht in Seiner Gnade und Gemeinschaft. Sie haben Teil an Seiner Herrlichkeit. – Der erste und der achte Tag dieses Festes werden besonders als Tage heiliger Versammlung gekennzeichnet. (Vgl. 4. Mose 29,35-38.)

4. Mose 29,35-38 -- 35 Am achten soll der Tag der Versammlung sein; keine Dienstarbeit sollt ihr da tun 36 und sollt Brandopfer opfern zum Opfer des süßen Geruchs dem HERRN: einen Farren, einen Widder, sieben jährige Lämmer ohne Fehl; 37 samt ihren Speisopfern und Trankopfern zu den Farren, zu den Widdern und zu den Lämmern in ihrer Zahl, wie es recht ist; 38 dazu einen Bock zum Sündopfer, außer dem täglichen Brandopfer mit seinem Speisopfer und mit ihrem Trankopfer

Wie lieblich muß das Zusammenströmen des ganzen Volkes in Jerusalem zu diesem letzten, höchsten Fest des Jahres gewesen sein! Wer aber könnte ausdenken, wie selig und herrlich – alle unsere Vorstellungen übersteigend – jene „heilige Versammlung“ in der Zukunft sein wird am „ersten Tage“ des ewig währenden Freudenfestes! Wird es doch die erste öffentliche Machthandlung Christi sein, daß Er Seine Heiligen und Geliebten, die Ihm auf Erden vertraut, gelebt und gedient haben, in einem Nu und Augenblick entrückt, mit Herrlichkeit überkleidet und sie verklärt in die ihnen bereiteten Wohnungen des himmlischen Vaterhauses führt! (Lies 1. Kor. 15,51-57; 1. Thess. 4,15-18.)

1. Korinther 15,51-57 -- 51 Siehe, ich sage euch ein Geheimnis: Wir werden nicht alle entschlafen, wir werden aber alle verwandelt werden; 52 und dasselbe plötzlich, in einem Augenblick, zur Zeit der letzten Posaune. Denn es wird die Posaune schallen, und die Toten werden auferstehen unverweslich, und wir werden verwandelt werden. 53 Denn dies Verwesliche muß anziehen die Unverweslichkeit, und dies Sterbliche muß anziehen die Unsterblichkeit. 54 Wenn aber das Verwesliche wird anziehen die Unverweslichkeit, und dies Sterbliche wird anziehen die Unsterblichkeit, dann wird erfüllt werden das Wort, das geschrieben steht: 55 "Der Tod ist verschlungen in den Sieg. Tod, wo ist dein Stachel? Hölle, wo ist dein Sieg?" (Andere Überlieferung: "Der Tod ist verschlungen in den Sieg. Tod, wo ist dein Sieg? Tod, wo ist dein Stachel?") 56 Aber der Stachel des Todes ist die Sünde; die Kraft aber der Sünde ist das Gesetz. 57 Gott aber sei Dank, der uns den Sieg gegeben hat durch unsern HERRN Jesus Christus! / 1. Thessalonicher 4,15-18 -- 15 Denn das sagen wir euch als ein Wort des HERRN, daß wir, die wir leben und übrig bleiben auf die Zukunft des HERRN, werden denen nicht zuvorkommen, die da schlafen. 16 denn er selbst, der HERR, wird mit einem Feldgeschrei und der Stimme des Erzengels und mit der Posaune Gottes herniederkommen vom Himmel, und die Toten in Christo werden auferstehen zuerst. 17 Darnach wir, die wir leben und übrig bleiben, werden zugleich mit ihnen hingerückt werden in den Wolken, dem HERRN entgegen in der Luft, und werden also bei dem HERRN sein allezeit. 18 So tröstet euch nun mit diesen Worten untereinander.

Welch ein Begegnen und Begrüßen, welch ein Jubeln und Frohlocken vor Seinem Angesicht wird das sein – wahrlich, eine heilige und glückselige Versammlung, die nie mehr aufgelöst werden wird! – Der Herr zeigt uns in Seinem Wort, daß alle an dieser Seligkeit teilhaben werden, die hier auf Erden je und je sich Ihm zum Eigentum ergaben in lebendigem, durch Seinen Geist gewirktem Glauben! (Lies Joh. 5,24.28; 11,25.26; 1. Thess. 4,9-11; Offb. 20,6.) – Wirst auch du dabei sein?

Johannes 5,24.28 -- 24 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer mein Wort hört und glaubt dem, der mich gesandt hat, der hat das ewige Leben und kommt nicht in das Gericht, sondern er ist vom Tode zum Leben hindurchgedrungen. ... 28 Verwundert euch des nicht, denn es kommt die Stunde, in welcher alle, die in den Gräbern sind, werden seine Stimme hören. / Johannes 11,25.26 -- 25 Jesus spricht zu ihr: Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, der wird leben, ob er gleich stürbe; 26 und wer da lebet und glaubet an mich, der wird nimmermehr sterben. Glaubst du das?/ 1. Thessalonicher 4,9-11 -- 9 Von der brüderlichen Liebe aber ist nicht not euch zu schreiben; denn ihr seid selbst von Gott gelehrt, euch untereinander zu lieben. 10 Und das tut ihr auch an allen Brüdern, die in ganz Mazedonien sind. Wir ermahnen euch aber, liebe Brüder, daß ihr noch völliger werdet 11 und ringet darnach, daß ihr stille seid und das Eure schaffet und arbeitet mit euren eigenen Händen, wie wir euch geboten haben, / Offenbarung 20,6 -- Selig ist der und heilig, der teilhat an der ersten Auferstehung. Über solche hat der andere Tod keine Macht; sondern sie werden Priester Gottes und Christi sein und mit ihm regieren tausend Jahre.
*) Der 37 Jahre nach Christo lebende jüdische Geschichtsschreiber Josephus erzählt, daß das Freudengeschrei der feiernden Tausende in Jerusalem am Laubhüttenfest weithin gehört wurde.

(Montag, 24. Juni 1918)

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