BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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Startseite -- Bücher AT -- 3. Mose -- 230 (Der wöchentliche Sabbat am letzten Tag der Woche)
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DAS DRITTE BUCH MOSE (Leviticus)
C. GOTTES GESETZ -- TEIL 6: HEILIGUNG (3. Mose 17-27)
8. Wöchentliche und jährliche Feiertage mit heiligen Versammlungen der Israeliten (3. Mose 23,1-44)

a) Der wöchentliche Sabbat am letzten Tag der Woche (3. Mose 23,1-3)


3. MOSE 23,3 (Der Sabbat)

Sechs Tage sollst du arbeiten; der siebente Tag aber ist der große, heilige Sabbat, da ihr zusammenkommt. Keine Arbeit sollt ihr an dem tun; denn es ist der Sabbat des HERRN in allen euren Wohnungen

Vor allem ist der alttestamentliche Sabbat ein kostbares Vorbild auf die ewige Ruhe und Herrlichkeit Gottes im Himmel, zu der die Gemeinde Gottes berufen ist und gebracht wird, zu welcher aber nach Ablauf des Tausendjährigen Reiches auch noch Israel und die erlösten Nationen der Erde erhoben werden.*) Dorthin führt Gottes starke Vaterhand und Sein treues Vaterherz nach dieses Lebens Mühen und Trübsalen alle Erlösten – alle, die durch Glauben an Christum das ewige Leben gefunden haben! Dort wird Er jede Träne abwischen von ihren Augen und jeden Kummer wegnehmen von ihren Herzen, und ewig werden sie Gott und das Lamm schauen und preisen. (Lies Offb. 21,3-5; Hebr. 4,9.)

Offenbarung 21,3-5 -- 3 Und ich hörte eine große Stimme von dem Stuhl, die sprach: Siehe da, die Hütte Gottes bei den Menschen! und er wird bei ihnen wohnen, und sie werden sein Volk sein, und er selbst, Gott mit ihnen, wird ihr Gott sein; 4 und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen. 5 Und der auf dem Stuhl saß, sprach: Siehe, ich mache alles neu! Und er spricht zu mir: Schreibe; denn diese Worte sind wahrhaftig und gewiß! / Hebräer 4,9-- Darum ist noch eine Ruhe vorhanden dem Volke Gottes.

Dorthin richtet der Heilige Geist, welcher als „der Geist der Herrlichkeit“ auf uns ruht, stets neu unser Herz und unseren Blick, damit wir als solche, die ihre Heimat und ihr Vaterhaus droben haben, auf dem Wege des Glaubens nicht stehen oder gar am Irdischen und Weltlichen hängen bleiben. Nein, wir wollen mit heiliger Energie und froher Hoffnung aufwärts schauen und vorwärts eilen, denn hier auf Erden sind wir Kinder Gottes ja nur Pilger und Fremdlinge und sehnen uns deshalb fort von dem Schauplatz der Sünde und des Elends heim in die Herrlichkeit, wo Christus unser Herr und Haupt schon eingegangen ist und wo auch uns schon die Heimatstadt bereitet ist. Dort werden wir, fern von Kampf und Leid, von Versuchung und Sünde, ewiglich ruhen und in seliger Anbetung Gott und den Herrn Jesum erheben. Dann erst, wenn Gottes ganzes Volk bis auf das letzte Glied vereinigt sein wird in nie endender Freiheit, Freude und Glückseligkeit, um Gott und das Lamm zu preisen in den ewigen Wohnungen des Friedens – dann ist der wahre Sabbat angebrochen, der uns verheißen ist. Das ist das selige Endziel, dem wir freudig entgegengehen: „Wir, die geglaubt haben, gehen in die Ruhe ein.“ Mögen aber auch alle beherzigen, daß geschrieben steht: „Nicht wird in sie eingehen irgend etwas Gemeines oder was Greuel und Lüge tut, sondern nur die geschrieben sind in dem Buche des Lebens des Lammes.“ (Hebr. 4,3; Offb. 21,27.)

Hebräer 4,3 -- Denn wir, die wir glauben, gehen in die Ruhe, wie er spricht: "Daß ich schwur in meinem Zorn, sie sollten zu meiner Ruhe nicht kommen." Und zwar, da die Werke von Anbeginn der Welt gemacht waren / Offenbarung 21,27-- Und es wird nicht hineingehen irgend ein Gemeines und das da Greuel tut und Lüge, sondern die geschrieben sind in dem Lebensbuch des Lammes.
*) Wie sich in Israel an das siebente Sabbatjahr – also nach 7 x 7 = 49 Jahren gleich als fünfzigstes das große, herrliche Hall- und Jubeljahr anschloß, so wird die Herrlichkeit des Tausendjährigen Reiches nach einer letzten, kurzen Kampfes- und Verführungszeit und nachdem das Gericht vor dem großen, weißen Thron stattgefunden hat, unmittelbar übergeleitet werden in die ewige Herrlichkeit Gottes. An den großen, segensvollen „Tag des Herrn“ (wie die Propheten das Tausendjährige Friedensreich Christi immer wieder bezeichnen) schließt sich an der nie endende „Tag Gottes“, der die ewige Fülle und Vollendung aller von Gott beabsichtigten und geschenkten Segnungen und Erquickungen umschließt.

(Mittwoch, 9. Januar 1918)

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