BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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Startseite -- Bücher AT -- 3. Mose -- 227 (Der wöchentliche Sabbat am letzten Tag der Woche)
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DAS DRITTE BUCH MOSE (Leviticus)
C. GOTTES GESETZ -- TEIL 6: HEILIGUNG (3. Mose 17-27)
8. Wöchentliche und jährliche Feiertage mit heiligen Versammlungen der Israeliten (3. Mose 23,1-44)

a) Der wöchentliche Sabbat am letzten Tag der Woche (3. Mose 23,1-3)


3. MOSE 23,3 (Der Sabbat)

Sechs Tage sollst du arbeiten; der siebente Tag aber ist der große, heilige Sabbat, da ihr zusammenkommt. Keine Arbeit sollt ihr an dem tun; denn es ist der Sabbat des HERRN in allen euren Wohnungen

Jesus hat, als Er in dieser Welt war, inmitten des Jammers und Elends der Menschen nicht geruht und mit den Juden Sabbat gefeiert, sondern Er war unermüdlich tätig, um die Menschen von der Sünde und ihren Folgen zu befreien. Gerade an den Sabbattagen hat der Herr zahlreiche Wunderwerke der Heilung und Rettung vollbracht. Er sagte an einem Sabbat: „Ich muß die Werke Dessen wirken, der Mich gesandt hat!“ und wieder an einem Sabbat: „Mein Vater wirkt bis jetzt und auch Ich wirke!“ (Joh. 5,16.17; 9,4.14.)

Johannes 5,16.17 -- 16 Darum verfolgten die Juden Jesum und suchten ihn zu töten, daß er solches getan hatte am Sabbat. 17 Jesus aber antwortete Ihnen: Mein Vater wirkt bisher, und ich wirke auch. / Johannes 9,4.14-- 4 Ich muß wirken die Werke des, der mich gesandt hat, solange es Tag ist; es kommt die Nacht, da niemand wirken kann. ... 14 (Es war aber Sabbat, da Jesus den Kot machte und seine Augen öffnete.)

Alle, die in Buße und Glauben Seine Gnade in Anspruch nahmen, wurden geheilt von Krankheit und Sünde und empfingen Kraft zu einem neuen Leben in Seiner Nachfolge. – Der Opfertod unseres Heilandes, Sein Erlösungswerk von Golgatha, ist die vollkommene Grundlage einer ewigen Sabbatruhe für Gott und Seine Erlösten. Dieses Opfer entspricht sowohl allen gerechten und heiligen Anforderungen Gottes hinsichtlich der Sünde, als auch den innersten Bedürfnissen des armen, schuldbeladenen Sünders, der ernstlich nach Vergebung und Frieden verlangt. – Ja, wer in Wahrheit seine Zuflucht zu Jesus, dem Sündentilger und Sünderheiland genommen hat, der kann singen und sagen:

Auf dem Lamm ruht meine Seele,
Betet voll Bewund’rung an:
Alle, alle meine Sünden
Hat Sein Blut hinweggetan.
Sel’ger Ruhort! – Süßer Friede
Füllet meine Seele jetzt:
Da, wo Gott mit Wonne ruhet,
Bin auch ich in Ruh’ gesetzt!

In Israel war es eine Todsünde, die Sabbatruhe durch irgendein Werk, eine Arbeit zu entweihen. Ein Mann z. B., der am Sabbattage Holz auflas, wurde auf Gottes Befehl gesteinigt. (4. Mos. 15,32-36.)

4. Mose 15,32-36 -- 32 Als nun die Kinder Israel in der Wüste waren, fanden sie einen Mann Holz lesen am Sabbattage. 33 Und die ihn darob gefunden hatten, da er das Holz las, brachten sie ihn zu Mose und Aaron und vor die ganze Gemeinde. 34 Und sie legten ihn gefangen; denn es war nicht klar ausgedrückt, was man mit ihm tun sollte. 35 Der HERR aber sprach zu Mose: Der Mann soll des Todes sterben; die ganze Gemeinde soll ihn steinigen draußen vor dem Lager. 36 Da führte die ganze Gemeinde ihn hinaus vor das Lager und steinigten ihn, daß er starb, wie der HERR dem Mose geboten hatte.

So soll der Mensch auch nicht meinen, der Vollkommenheit des Erlösungswerkes Christi, durch welches wir völlige Gewissensruhe und Gnade bei Gott gefunden haben, noch durch eigene Anstrengungen und vermeintlich gute Werke etwas an Wert und Kraft hinzufügen zu müssen. Solches Bestreben wäre Vermessenheit und vor Gott ein Greuel! Darum, teures Herz, wage es nicht, wie jener Sabbatschänder in Israel, an dem heiligen Sabbat der Ruhe, die Gott in Christo findet und die auch deine Seele in Ihm allein finden kann, das mühsam gesammelte dürre Reisig toter Werke und eigener Gerechtigkeit herzuzubringen. Du würdest Gott nur aufs tiefste beleidigen und erzürnen, wenn du dein Heil auf deine eigenen armseligen und unzureichenden Werke und Bemühungen bauen wolltest, anstatt Annahme, Heil und Frieden in Jesus und Seinem am Kreuz vergossenen Blut zu finden. „Wir wissen, daß der Mensch nicht aus Gesetzes Werken gerechtfertigt wird, sondern nur durch den Glauben an Jesum Christum!“ (Gal. 2,16.)

Galater 2,16 -- doch weil wir wissen, daß der Mensch durch des Gesetzes Werke nicht gerecht wird, sondern durch den Glauben an Jesum Christum, so glauben wir auch an Christum Jesum, auf daß wir gerecht werden durch den Glauben an Christum und nicht durch des Gesetzes Werke; denn durch des Gesetzeswerke wird kein Fleisch gerecht.

(Sonntag, 6. Januar 1918)

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