BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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DAS DRITTE BUCH MOSE (Leviticus)
B - Das Gesetz der Priester und Reinheit (3. Mose 8-16)
6. Priesterliche Dienste bei Unreinheit durch Aussatz (3. Mose 13,1 - 14,57)

a) Symptome von möglichem Aussatz: Erhöhungen, Ausschlag oder weiße Flecken an der Haut (3. Mose 13,1-8)


3. MOSE 13,8

8 wenn dann da der Priester sieht, daß der Grind weitergefressen hat in der Haut, so soll er ihn unrein urteilen; denn es ist gewiß Aussatz.

Gläubige, die ihre Mängel, Fehler und Sünden als Schwachheiten bezeichnen, werden nie von denselben frei werden! Der Herr nennt Sünde stets Sünde, sei sie groß oder klein; „es ist der Aussatz“. Gott kann keine Gemeinschaft mit der Sünde haben, am wenigsten bei Seinen Kindern. „Wenn wir sagen, daß wir Gemeinschaft mit Ihm haben und wandeln in der Finsternis, so lügen wir und tun nicht die Wahrheit.“ (1. Joh. 1,6.)

1. Johannes 1,6 -- 6 So wir sagen, daß wir Gemeinschaft mit ihm haben, und wandeln in der Finsternis, so lügen wir und tun nicht die Wahrheit.

Auf die Dauer kann keine Sünde verborgen bleiben: „Denn es ist nichts verborgen, was nicht offenbar werden, noch geheim, was nicht kund werden und ans Licht kommen wird.“ (Luk. 8,17.)

Lukas 8,17 -- 17 Denn nichts ist verborgen, das nicht offenbar werde, auch nichts Heimliches, das nicht kund werde und an den Tag komme.

Wie furchtbar ernst ist es, wenn ein Christ in der Sünde verharrt und durch dieselbe immer mehr verblendet und verhärtet wird, so daß schließlich nach allen Bemühungen der Liebe der Herr im Blick auf ihn den Gläubigen gebieten muß: „Tut den Bösen von euch selbst hinaus!“ – Je länger ein Gläubiger zögert, sich von der Sünde zu trennen, desto ernster muß die Zucht werden, welche Gott und die Gläubigen an ihm üben. Der Apostel gebietet den Korinthern, „keinen Umgang zu haben, wenn jemand, der Bruder genannt wird, ein Hurer ist oder ein Habsüchtiger oder ein Götzendiener oder ein Lästerer oder ein Trunkenbold oder ein Räuber – mit einem solchen selbst nicht zu essen“.* (1. Kor. 5,11.)

* Dies bezieht sich auf den Umgang und die Gemeinschaft, welche die Gläubigen als solche mit einem in der Sünde Wandelnden meiden sollen, nicht aber auf die Familie des Betreffenden, welche natürlich, auch wenn ihre Glieder Gläubige sind, Umgang und Tischgemeinschaft mit ihm haben wird. Indessen wird gerade zum häuslichen Verkehr mit einem von der Gemeinschaft Ausgeschlossenen besondere Weisheit nötig sein!
1. Korinther 5,11 -- 11 Nun aber habe ich euch geschrieben, ihr sollt nichts mit ihnen zu schaffen haben, so jemand sich läßt einen Bruder nennen, und ist ein Hurer oder ein Geiziger oder ein Abgöttischer oder ein Lästerer oder ein Trunkenbold oder ein Räuber; mit dem sollt ihr auch nicht essen.

Der feierliche Ausschluß aus der Gemeinschaft der Gläubigen und von der Teilnahme am Tisch des Herrn ist die letzte und schwerste Form der Gemeindezucht. (1. Kor. 5,2-5; vergl. Matth. 18,15-18.)

1. Korinther 5,2-5 -- 2 Und ihr seid aufgeblasen und habt nicht vielmehr Leid getragen, auf daß, der das Werk getan hat, von euch getan würde? 3 Ich zwar, der ich mit dem Leibe nicht da bin, doch mit dem Geist gegenwärtig, habe schon, als sei ich gegenwärtig, beschlossen über den, der solches getan hat: 4 in dem Namen unsers HERRN Jesu Christi, in eurer Versammlung mit meinem Geist und mit der Kraft unsers HERRN Jesu Christi, 5 ihn zu übergeben dem Satan zum Verderben des Fleisches, auf daß der Geist selig werde am Tage des HERRN Jesu. / Matthäus 18,15-18 -- 15 Sündigt aber dein Bruder an dir, so gehe hin und strafe ihn zwischen dir und ihm allein. Hört er dich, so hast du deinen Bruder gewonnen. 16 Hört er dich nicht, so nimm noch einen oder zwei zu dir, auf daß alle Sache bestehe auf zweier oder dreier Zeugen Mund. 17 Hört er die nicht, so sage es der Gemeinde. Hört er die Gemeinde nicht, so halt ihn als einen Zöllner oder Heiden. 18 Wahrlich ich sage euch: Was ihr auf Erden binden werdet, soll auch im Himmel gebunden sein, und was ihr auf Erden lösen werdet, soll auch im Himmel los sein.

Aber selbst diese hat nach den Gedanken des Herrn nicht die Beseitigung des Sündigenden zum Endzweck, sondern vielmehr seine Ernüchterung, Beugung und Wiederherstellung. Zu dieser kam es durch die Gnade Gottes selbst in dem schweren Fall, welcher sich in Korinth ereignet hatte; aber welch ein Weg mußte eingeschlagen werden! (Lies 2. Kor. 2,5-11.)

2. Korinther 2,5-11 -- 5 So aber jemand eine Betrübnis hat angerichtet, der hat nicht mich betrübt, sondern zum Teil, auf daß ich nicht zu viel sage, euch alle. 6 Es ist aber genug, daß derselbe von vielen also gestraft ist, 7 daß ihr nun hinfort ihm desto mehr vergebet und ihn tröstet, auf daß er nicht in allzu große Traurigkeit versinke. 8 Darum ermahne ich euch, daß ihr die Liebe an ihm beweiset. 9 Denn darum habe ich euch auch geschrieben, daß ich erkennte, ob ihr rechtschaffen seid, gehorsam zu sein in allen Stücken. 10 Welchem aber ihr etwas vergebet, dem vergebe ich auch. Denn auch ich, so ich etwas vergebe jemand, das vergebe ich um euretwillen an Christi Statt, 11 auf daß wir nicht übervorteilt werden vom Satan; denn uns ist nicht unbewußt, was er im Sinn hat.

Ein unter der klaren Leitung des Heiligen Geistes von einer Gemeinschaft der Gläubigen Ausgeschlossener wird in besonderer Weise „dem Satan ausgeliefert zum Verderben des Fleisches (vielleicht gerät er in Not, Krankheit, Gefängnis oder sonstige Bedrängnis), auf daß der Geist errettet werde am Tage des Herrn Jesu“! (1. Kor. 5,5; vergl. 1. Tim. 1,20.)

1. Korinther 5,5 -- 5 ihn zu übergeben dem Satan zum Verderben des Fleisches, auf daß der Geist selig werde am Tage des HERRN Jesu. / 1. Timotheus 1,20 -- 20 unter welchen ist Hymenäus und Alexander, welche ich habe dem Satan übergeben, daß sie gezüchtigt werden, nicht mehr zu lästern.

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Zuletzt geändert am 01.10.2013 11:10 Uhr | powered by PmWiki (pmwiki-2.2.109)