BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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Startseite -- Bücher AT -- 3. Mose -- 064 (Lässliche Verirrung im Priesterdienst)
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DAS DRITTE BUCH MOSE (Leviticus)
B - Das Gesetz der Priester und Reinheit (3. Mose 8-16)
3. Falscher und rechter priesterlicher Dienst (3. Mose 10,1-20)

e) Lässliche Verirrung im Priesterdienst: Eleasar und Itamar (3. Mose 10,16-20)


3. MOSE 10,16-18

16 Und Mose suchte den Bock des Sündopfers, und fand ihn verbrannt, Und er ward zornig über Eleasar und Ithamar, Aarons Söhne, die noch übrig waren, und sprach: 17 Warum habt ihr das Sündopfer nicht gegessen an heiliger Stätte? denn es ist ein Hochheiliges, und er hat's euch gegeben, daß ihr die Missetat der Gemeinde tragen sollt, daß ihr sie versöhnet vor dem HERRN. 18 Siehe, sein Blut ist nicht gekommen in das Heilige hinein. Ihr solltet es im Heiligen gegessen haben, wie mir geboten ist.

Von dem Ziegenbock, der als Sündopfer für das Volk geschlachtet worden war (Kap. 9,3.15), hätten die Söhne Aarons das Fleisch im Vorhof des Heiligtums essen sollen, um sich im Bekenntnis vor Gott mit der Sünde des Volkes eins zu machen. (Vergl. die Betrachtung vom 27. Juli.) Dies war ein hochheiliges Vorrecht - „Er hat es euch gegeben!“ - und zugleich eine außerordentlich wichtige Pflicht der Priester, „um die Ungerechtigkeit der Gemeinde zu tragen, um Sühnung für sie zu tun vor Jehova“. Statt dessen war das Fleisch dieses Sündopfers außerhalb des Lagers verbrannt worden, wie es eigentlich nur bei den Tieren geschehen sollte, deren Blut durch den Hohenpriester im Allerheiligsten auf den Gnadenstuhl (d. i. der Deckel der Bundeslade) gesprengt wurde (Hebr. 13,11).

Hebräer 13,11 -- 11 Denn welcher Tiere Blut getragen wird durch den Hohenpriester in das Heilige für die Sünde, deren Leichname werden verbrannt außerhalb des Lagers.

Hier hatten die Söhne Aarons etwas versäumt und sich selbst eines großen Vorrechtes und Segens beraubt. Begehen nicht viele Kinder Gottes heute dasselbe Versäumnis, wenn sie es unterlassen, die schweren Gebrechen, Mängel, Sünden und Ungerechtigkeiten des jetzigen Volkes Gottes in wahrer Liebe und wahrem Schmerz vor Gott als ihre eigene Last aufs Herz und Gewissen zu nehmen im Bekenntnis, Gebet und Flehen vor Gott? Gott erwartet dies von uns als Seinen Priestern, daß wir nicht nur in persönlicher Heiligkeit und Treue leben, sondern daß wir uns vor Ihm beugen und uns eins machen mit den Schäden und Verschuldungen Seines ganzen Volkes! Es stände so ganz anders mit der Sache Gottes auf Erden, und viel Schmach und Unehre des Namens Gottes würde behoben, wenn es mehr priesterliche Herzen gäbe, die wie ein Mose und ein Samuel, wie ein Jeremia und ein Daniel beständig vor Gott ihr heißes Flehen ausschütten für das zerstreute, verarmte, schuldige und schwergeschädigte Volk Gottes!

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Zuletzt geändert am 19.09.2013 10:59 Uhr | powered by PmWiki (pmwiki-2.2.109)