BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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Startseite -- Bücher AT -- 3. Mose -- 059 (Tödliche Verirrung im Priesterdienst)
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DAS DRITTE BUCH MOSE (Leviticus)
B - Das Gesetz der Priester und Reinheit (3. Mose 8-16)
3. Falscher und rechter priesterlicher Dienst (3. Mose 10,1-20)

a) Tödliche Verirrung im Priesterdienst: Nadab und Abihu (3. Mose 10,1-7)


3. Mose 10,6-7

6 Da sprach Mose zu Aaron und seinen Söhnen Eleasar und Ithamar: Ihr sollt eure Häupter nicht entblößen noch eure Kleider zerreißen, daß ihr nicht sterbet und der Zorn über die ganze Gemeinde komme. Laßt eure Brüder, das ganze Haus Israel, weinen über diesen Brand, den der HERR getan hat. 7 Ihr aber sollt nicht ausgehen von der Tür der Hütte des Stifts, ihr möchtet sterben; denn das Salböl des HERRN ist auf euch. Und sie taten, wie Mose sagte.

Aaron, Eleasar und Ithamar durften als Priester Jehovas sich nicht wie andere ihrem natürlichen Schmerz rückhaltlos hingeben, denn das hätte sie für die Verrichtung ihrer heiligen Obliegenheiten unfähig gemacht und Zorn über die ganze Gemeinde gebracht; sie waren nicht mehr für sich selbst da, sondern für Gott und für andere! (Vergl. Hes. 24,15-18.)

Hesekiel 24,15-18 -- 15 Und des HERRN Wort geschah zu mir und sprach: 16 Du Menschenkind, siehe, ich will dir deiner Augen Lust nehmen durch eine Plage, aber du sollst nicht klagen noch weinen noch eine Träne lassen. 17 Heimlich magst du seufzen, aber keine Totenklage führen; sondern du sollst deinen Schmuck anlegen und deine Schuhe anziehen. Du sollst deinen Mund nicht verhüllen und nicht das Trauerbrot essen. 18 Und da ich des Morgens früh zum Volk geredet hatte, starb mir am Abend mein Weib. Und ich tat des andern Morgens, wie mir befohlen war.

Die Leichname Nadabs und Abihus waren in ihrer eben erst angelegten Priesterkleidung außerhalb des Lagers gebracht worden; Aaron und seine jüngeren Söhne jedoch sollten den Bereich des Heiligtums nicht verlassen. - Sollen die Gläubigen, die Priester Gottes, Schmerz und Not, Verlust und Tod ihrer Lieben nicht fühlen? Ganz gewiß. Jesus Selbst hat geweint am Grabe Seines Freundes Lazarus. Aber wir sollen nicht trauern, wie die übrigen, die keine Hoffnung haben, sondern wir sind berufen, alle Ereignisse, auch die schmerzlichsten in unserem Leben, im Lichte der heiligen Gegenwart Gottes anzusehen und in Gemeinschaft mit Ihm zu empfinden . Wenn wir, die Gläubigen, uns unserem Schmerz hingeben, wie es der natürliche Mensch tut, so verlieren wir den Trost und die Kraft Seiner Gemeinschaft und werden unfähig für den Dienst und die wichtigen Aufgaben, die Gott uns an anderen gegeben hat. Das ist in unseren Tagen, da der große Krieg so viele tiefe Wunden schlägt, besonders beachtenswert für alle Kinder Gottes! „Das Öl der Salbung Jehovas ist auf euch!“ das wollen wir nie vergessen, weder in Freude noch im Leid. - Das ganze Haus Israel aber sollte „diesen Brand beweinen, den Jehova angerichtet hatte“. Wenn Gott züchtigend eingreift bei unseren Mitmenschen oder unter den Gläubigen, dann sollen wir „weinen mit den Weinenden“ und es soll heißen wie bei dem plötzlichen Gericht an Ananias und Sapphira: „Es kam große Furcht über die ganze Versammlung und über alle, welche dies hörten“ (Apgesch. 5,11).

Apostelgeschichte 5,11 -- 11 Und es kam eine große Furcht über die ganze Gemeinde und über alle, die solches hörten.

„Wer sollte nicht Dich, Herr, fürchten und Deinen Namen verherrlichen? Denn Du allein bist heilig … Deine gerechten Taten sind offenbar geworden!“ (Offb. 15,4.)

Offenbarung 15,4 -- 4 Wer sollte dich nicht fürchten, HERR und deinen Namen preisen? Denn du bist allein heilig. Denn alle Heiden werden kommen und anbeten vor dir; denn deine Urteile sind offenbar geworden.

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Zuletzt geändert am 19.09.2013 10:58 Uhr | powered by PmWiki (pmwiki-2.2.109)