BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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Startseite -- Bücher AT -- 2. Mose -- 531 (Anfertigung der leinenen Behänge und Säulen mit kupfernen Füßen für den Vorhof )
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DAS ZWEITE BUCH MOSE (Exodus)
G. GESETZ 3: Der Bau des Heiligtums (2. Mose 35-40)

21. Anfertigung der leinenen Behänge und Säulen mit kupfernen Füßen für den Vorhof (2. Mose 38,9-17)


2. Mose 38,9-17

9 Und er machte den Vorhof: Gegen Mittag mit einem Umhang, hundert Ellen lang, von gezwirnter weißer Leinwand, 10 mit seinen zwanzig Säulen und zwanzig Füßen von Erz, aber ihre Haken und Querstäbe von Silber; 11 desgleichen gegen Mitternacht hundert Ellen mit zwanzig Säulen und zwanzig Füßen von Erz, aber ihre Haken und Querstäbe von Silber; 12 gegen Abend aber fünfzig Ellen mit zehn Säulen und zehn Füßen, aber ihre Haken und Querstäbe von Silber; 13 gegen Morgen auch fünfzig Ellen; 14 fünfzehn Ellen auf einer Seite mit drei Säulen und drei Füßen, 15 und auf der andern Seite auch fünfzehn Ellen mit drei Säulen und drei Füßen, daß ihrer so viele waren an der einen Seite des Tors am Vorhofe als an der andern. 16 Alle Umhänge des Vorhofs waren von gezwirnter weißer Leinwand 17 und die Füße der Säulen von Erz und ihre Haken und Querstäbe von Silber, also daß ihre Köpfe überzogen waren mit Silber. Und ihre Querstäbe waren silbern an allen Säulen des Vorhofs.

2. Mose 27,9-19

9 Du sollst auch der Wohnung einen Hof machen, einen Umhang von gezwirnter weißer Leinwand, auf einer Seite hundert Ellen lang, gegen Mittag, 10 und zwanzig Säulen auf zwanzig ehernen Füßen, und ihre Haken mit ihren Querstäben von Silber. 11 Also auch gegen Mitternacht soll sein ein Umhang, hundert Ellen lang, zwanzig Säulen auf zwanzig ehernen Füßen, und ihre Haken mit ihren Querstäben von Silber. 12 Aber gegen Abend soll die Breite des Hofes haben einen Umhang, fünfzig Ellen lang, zehn Säulen auf zehn Füßen. 13 Gegen Morgen aber soll die Breite des Hofes haben fünfzig Ellen, 14 also daß der Umhang habe auf einer Seite fünfzehn Ellen, dazu drei Säulen auf drei Füßen, 15 und wieder fünfzehn Ellen auf der andern Seite, dazu drei Säulen auf drei Füßen; 16 aber im Tor des Hofes soll ein Tuch sein, zwanzig Ellen breit, gewirkt von blauem und rotem Purpur, Scharlach und gezwirnter weißer Leinwand, dazu vier Säulen auf ihren vier Füßen. 17 Alle Säulen um den Hof her sollen silberne Querstäbe und silberne Haken und eherne Füße haben. 18 Und die Länge des Hofes soll hundert Ellen sein, die Breite fünfzig Ellen, die Höhe fünf Ellen, von gezwirnter weißer Leinwand, und seine Füße sollen ehern sein. 19 Auch alle Geräte der Wohnung zu allerlei Amt und alle ihre Nägel und alle Nägel des Hofes sollen ehern sein.

Wenn die „weiße Leinwand“ das reine, gerechte Leben der Heiligen darstellt [Offenb. 19,8], dann steht uns der weiße Byssusumhang des Vorhofs noch viel leuchtender vor Augen;

Offenbarung 19,8 -- Und es ward ihr gegeben, sich anzutun mit reiner und schöner Leinwand. (Die köstliche Leinwand aber ist die Gerechtigkeit der Heiligen.)

Er zeigt uns die praktische Reinheit und Gerechtigkeit unseres Herrn Jesus Selbst! Der römische Statthalter Pilatus, der Ihn zum Tode verurteilte, ein ungerechter Richter! er mußte gegen seinen eigenen Willen immer wieder bezeugen: „Ich finde keine Schuld an Ihm!“ - Die Hohenpriester und Pharisäer suchten vergeblich nach Zeugen, die auch nur eine belastende Aussage wider Ihn hätten vorbringen können! Und als Jesus am Kreuz verschied, rief der römische Hauptmann, der bei den Sterbenden die Wache hatte, aus: „Fürwahr, dieser Mensch war gerecht!“ (Luk. 23,47; vgl. Luk. 4,22; Joh. 7,43-46.)

Lukas 23,47 -- Da aber der Hauptmann sah, was da geschah, pries er Gott und sprach: Fürwahr, dieser ist ein frommer Mensch gewesen! / Lukas 4,22 -- Und sie gaben alle Zeugnis von ihm und wunderten sich der holdseligen Worte, die aus seinem Munde gingen, und sprachen: "Ist das nicht Josephs Sohn?"/ Johannes 7,43-46 -- 43 Also ward eine Zwietracht unter dem Volk über ihn. 44 Es wollten aber etliche ihn greifen; aber niemand legte die Hand an ihn. 45 Die Knechte kamen zu den Hohenpriestern und Pharisäern; und sie sprachen zu ihnen: Warum habt ihr ihn nicht gebracht? 46 Die Knechte antworteten: Es hat nie ein Mensch also geredet wie dieser Mensch.

Der weiße Umhang des Vorhofs maß 5 Ellen in der Höhe und, wie wir schon sahen, an jeder Langseite 100 Ellen, an der Hinterseite 50 Ellen. Vorn zu beiden Seiten des Eingangsvorhangs blieben je 15, also 30 Ellen weißer Vorhang übrig. Alle diese Zahlen sind teilbar durch zehn oder durch fünf! - Die Zahl Zehn stellt uns, wie wir oft jetzt schon gesehen haben, die Verantwortlichkeit des Menschen Gott gegenüber dar. Fünf ist die Zahl der Schuldigkeit des Menschen seinem Nächsten gegenüber. In der fleckenlosen Reinheit Seines Lebens hier auf Erden erfüllte unser Herr Jesus tadellos alle Seine Pflichten Gott und den Mitmenschen gegenüber. Ja, weit darüber hinaus verherrlichte Er Gott und liebte Er die Menschen in der Tat und Wahrheit. Das Gebot: „Du sollst lieben Gott, deinen Herrn, von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von ganzem Gemüt und von allen deinen Kräften - und deinen Nächsten wie dich Selbst!“ fand mehr denn Erfüllung in Seinem Leben und in Seinem Sterben! - Deshalb kann Ihm zugerufen werden: „Du bist der Schönste unter den Menschenkindern - schöner als all die Menschensöhne! Anmut und Holdseligkeit sind ausgegossen über Deine Lippen; darum hat Gott Dich gesegnet ewiglich! ... Dein Thron besteht immer und ewiglich; ein Zepter der Aufrichtigkeit ist das Zepter Deines Königreiches. Gerechtigkeit hast Du geliebt und allen Frevel gehaßt; darum hat Gott, Dein Gott, Dich gesalbt mit Freudenöl vor allen Deinen Gefährten!“ - Und nun, da unser Herr Jesus zum Himmel erhöht ist, hören wir: „Eines solchen Hohenpriesters bedurften wir - einen solchen Hohenpriester hat Gott uns geschenkt: heilig, unberührt vom Bösen, unbefleckt; aus dem Bereich der Sünde ist Er weggerückt und hoch erhöht worden über alle Himmel!“ [Ps. 45,2. 6. 7 (Luth. 3.7. 8); Hebr. 7,26.]

Psalm 45,3.7.8 -- 3 Du bist der Schönste unter den Menschenkindern, holdselig sind deine Lippen; darum segnet dich Gott ewiglich. ... 7 Gott, dein Stuhl bleibt immer und ewig; das Zepter deines Reiches ist ein gerades Zepter. 8 Du liebest die Gerechtigkeit und hassest gottlos Wesen; darum hat dich Gott, dein Gott, gesalbt mit Freudenöl mehr denn deine Gesellen. / Hebräer 7,26 -- Denn einen solchen Hohenpriester sollten wir haben, der da wäre heilig, unschuldig, unbefleckt, von den Sünden abgesondert und höher, denn der Himmel ist;

Wenn nun Jesus, unser hochgelobter Herr, so ist, dann erwartet Gott von allen, die Sich Seines Namens und Seiner Gnade rühmen, daß sie Ihm auch ähnlich sind - daß sie mit einem reinen Herzen und mit einem heiligen Wandel in Seine Fußtapfen treten und den Menschen einen Begriff geben von dieser Reinheit und Schönheit, die das Leben Christi kennzeichnet - das neue Leben überhaupt, wie es sich ausprägt in uns, die wir Ihm anhangen und folgen! - Über Seine Jünger einst Seine Hände ausbreitend, sprach Jesus: „Glückselig sind die Menschen reinen Herzens, reiner Gedankenwelt - denn sie sollen (hier schon und bald ewiglich) Gott schauen!“ [Vgl. Spr. 16,13; Ps. 101,6; Dan. 6,21-24.]

Sprüche 16,13 -- Recht raten gefällt den Königen; und wer aufrichtig redet, wird geliebt. / Psalm 101,6 -- Meine Augen sehen nach den Treuen im Lande, daß sie bei mir wohnen; und habe gerne fromme Diener. / Daniel 6,21-24 -- 21 Und als er zum Graben kam rief er Daniel mit kläglicher Stimme. Und der König sprach zu Daniel: Daniel, du Knecht des lebendigen Gottes, hat dich auch dein Gott, dem du ohne Unterlaß dienst, können vor den Löwen erlösen? 22 Daniel aber redete mit dem König: Der König lebe ewiglich! 23 Mein Gott hat seinen Engel gesandt, der den Löwen den Rachen zugehalten hat, daß sie mir kein Leid getan haben; denn vor ihm bin ich unschuldig erfunden; so habe ich auch wider dich, Herr König, nichts getan. 24 Da ward der König sehr froh und hieß Daniel aus dem Graben ziehen. Und sie zogen Daniel aus dem Graben, und man spürte keinen Schaden an ihm; denn er hatte seinem Gott vertraut.

(Dienstag 26. November 1935)

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