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Startseite -- Bücher AT -- 2. Mose -- 520 (Anfertigung eines tragbaren Brandopferaltars aus Akazienholz mit Kupfer überzogen)
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DAS ZWEITE BUCH MOSE (Exodus)
G. GESETZ 3: Der Bau des Heiligtums (2. Mose 35-40)

19. Anfertigung eines tragbaren Brandopferaltars aus Akazienholz mit Kupfer überzogen (2. Mose 38,1-7)


2. Mose 38,1-7

1 Und er machte den Brandopferaltar von Akazienholz, fünf Ellen lang und breit, gleich viereckig, und drei Ellen hoch. 2 Und machte vier Hörner, die aus ihm gingen auf seinen vier Ecken, und überzog sie mit Erz. 3 Und machte allerlei Geräte zu dem Altar: Aschentöpfe, Schaufeln, Becken, Gabeln, Kohlenpfannen, alles aus Erz. 4 Und machte am Altar ein Gitter wie ein Netz von Erz umher, von untenauf bis an die Hälfte des Altars. 5 Und goß vier Ringe an die vier Enden des ehernen Gitters für die Stangen. 6 Dieselben machte er aus Akazienholz und überzog sie mit Erz 7 und tat sie in die Ringe an den Seiten des Altars, daß man ihn damit trüge; und machte ihn inwendig hohl

Auf dem ehernen Altar mußte Tag und Nacht ein Feuer brennen. [3. Mos. 6,5. 6.]

3. Mose 6,5.6 -- 5 Das Feuer auf dem Altar soll brennen und nimmer verlöschen; der Priester soll alle Morgen Holz darauf anzünden und obendarauf das Brandopfer zurichten und das Fett der Dankopfer darauf anzünden. 6 Ewig soll das Feuer auf dem Altar brennen und nimmer verlöschen.

Dies ist ein Sinnbild der richtenden, den Schuldigen verzehrenden Heiligkeit Gottes: „Heilig, heilig, heilig ist der Herr der Heerscharen! - und es erbebten die Grundfesten der Schwellen von der Stimme der Rufenden, und das Haus wurde mit Rauch erfüllt. Und ich rief: Wehe mir, denn ich bin verloren! Ich bin ja ein Mensch von unreinen Lippen, und inmitten eines Volkes von unreinen Lippen wohne ich!“ - Nur die glühende Kohle, die der Engel mit einer Zange vom Altar nahm, konnte die Lippen des Propheten reinigen. Nur so konnte seine Ungerechtigkeit weggenommen, seine Sünde gesühnt werden; er war nun begnadigt! - Den gläubigen Hebräern schreibt der Apostel: „Auch unser Gott - der Gott des Neuen Testaments - ist ein verzehrendes Feuer!“ „Wie des Feuers Zunge Stoppeln verzehrt und dürres Gras in der Flamme zusammensinkt, so wird die Wurzel der Sünder zu Moder werden und ihre Blüte auffliegen wie Staub. Denn sie haben das Gesetz des Herrn der Heerscharen verworfen und das Wort des Heiligen verschmäht. Darum ist Sein Zorn wider sie entbrannt!“ ([Jes. 5,24. 25a]; vgl. Jes. 1,18-20.

Jesaja 5,24.25 -- 24 Darum, wie des Feuers Flamme Stroh verzehrt und die Lohe Stoppeln hinnimmt, also wird ihre Wurzel verfaulen und ihre Blüte auffliegen wie Staub. Denn sie verachten das Gesetz des HERRN Zebaoth und lästern die Rede des Heiligen in Israel. 25 Darum ist der Zorn des HERRN ergrimmt über sein Volk, und er reckt seine Hand über sie und schlägt sie, daß die Berge beben und ihre Leichname wie Kot auf den Gassen sind. Und in dem allen läßt sein Zorn nicht ab, sondern seine Hand ist noch ausgereckt. / Jesaja 1,18-20 -- 18 So kommt denn und laßt uns miteinander rechten, spricht der HERR. Wenn eure Sünde gleich blutrot ist, soll sie doch schneeweiß werden; und wenn sie gleich ist wie Scharlach, soll sie doch wie Wolle werden. 19 Wollt ihr mir gehorchen, so sollt ihr des Landes Gut genießen. 20 Weigert ihr euch aber und seid ungehorsam, so sollt ihr vom Schwert gefressen werden; denn der Mund des HERRN sagt es.

Ja, Gottes Heiligkeit und Gerechtigkeit der Sünde gegenüber ist so groß wie Seine rettende Gnade für jeden Bußfertigen, der sich von der Sünde abkehrt. - Das Feuer auf dem ehernen Altar durfte nie erlöschen! Solange Gott in Seiner Heiligkeit lebt, solange dauert auch die Strafe der Sünde in der ewigen Verdammnis, welcher alle anheimfallen, die es nicht für nötig gefunden haben, rechtzeitig sich vor Gott zu beugen und Erlösung zu suchen und zu finden durch das teure Blut Christi: „Keineswegs hält Gott für schuldlos den Schuldigen“ - es sei denn, daß der Schuldige sich flüchte unter das rettende Blut des Erlösers Jesus Christus! Der Lohn der Sünde ist und bleibt der zeitliche und ewige Tod; und nur wer in tiefer Reue Zuflucht nimmt zu der Begnadigung, die jetzt noch in Christus Jesus bei Gott zu erlangen ist - nur ein solcher kann noch gerettet werden - kann jetzt schon die Herrlichkeit und das ewige Leben erlangen durch Gottes eingeborenen Sohn! (Lies [Mark. 9,43-48]; Röm. 2,4-11.)

Markus 9,43-48 -- 43 So dich aber deine Hand ärgert, so haue sie ab! Es ist dir besser, daß du als ein Krüppel zum Leben eingehest, denn daß du zwei Hände habest und fahrest in die Hölle, in das ewige Feuer, 44 da ihr Wurm nicht stirbt und ihr Feuer nicht verlöscht. 45 Ärgert dich dein Fuß, so haue ihn ab. Es ist dir besser, daß du lahm zum Leben eingehest, denn daß du zwei Füße habest und werdest in die Hölle geworfen, in das ewige Feuer, 46 da ihr Wurm nicht stirbt und ihr Feuer nicht verlöscht. 47 Ärgert dich dein Auge, so wirf's von dir! Es ist dir besser, daß du einäugig in das Reich Gottes gehest, denn daß du zwei Augen habest und werdest in das höllische Feuer geworfen, 48 da ihr Wurm nicht stirbt ihr Feuer nicht verlöscht. / Römer 2,4-11 -- 4 Oder verachtest du den Reichtum seiner Güte, Geduld und Langmütigkeit? Weißt du nicht, daß dich Gottes Güte zur Buße leitet. 5 Du aber nach deinem verstockten und unbußfertigen Herzen häufest dir selbst den Zorn auf den Tag des Zornes und der Offenbarung des gerechten Gerichtes Gottes, 6 welcher geben wird einem jeglichen nach seinen Werken: 7 Preis und Ehre und unvergängliches Wesen denen, die mit Geduld in guten Werken trachten nach dem ewigen Leben; 8 aber denen, die da zänkisch sind und der Wahrheit nicht gehorchen, gehorchen aber der Ungerechtigkeit, Ungnade, und Zorn; 9 Trübsal und Angst über alle Seelen der Menschen, die da Böses tun, vornehmlich der Juden und auch der Griechen; 10 Preis aber und Ehre und Friede allen denen, die da Gutes tun, vornehmlich den Juden und auch den Griechen. 11 Denn es ist kein Ansehen der Person vor Gott

Es ist interessant zu sehen, daß der eherne Altar die doppelte Höhe der Bundeslade hatte, die ja der Gnadenthron heißt. Die Erlösung und die Gerechtigkeit, die wir auf Grund des Opfertodes Christi erlangen, reicht nicht nur eben hin an die Anforderungen, welche die Gerechtigkeit Gottes stellt, sondern überragt diese Anforderungen noch bei weitem, so daß Gott unendlich verherrlicht wird, wenn ein Sünder auf Grund des vollbrachten Werkes Christi Ihm nahegebracht wird. Jesus konnte sprechen: „Ich habe Dich, Vater, verherrlicht auf Erden. Das Werk habe Ich vollbracht, das zu vollbringen Du Mir aufgetragen hattest!“ Ja, Gott ist durch das, was der Herr Jesus am Kreuz vollbracht hat, unendlich mehr erhoben und verherrlicht worden, als wenn Adam nie gesündigt hätte!

(Freitag, 15. November 1935)

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