BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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Startseite -- Bücher AT -- 2. Mose -- 509 (Herstellung des heiligen Salböls und Räucherwerks aus reiner Spezerei )
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DAS ZWEITE BUCH MOSE (Exodus)
G. GESETZ 3: Der Bau des Heiligtums (2. Mose 35-40)

18. Herstellung des heiligen Salböls und Räucherwerks aus reiner Spezerei (2. Mose 37,29)


2. Mose 37,29

29 Und er machte die heilige Salbe und Räuchwerk von reiner Spezerei nach der Kunst des Salbenbereiters.

2. Mose 30,34-38

34 Und der HERR sprach zu Mose: Nimm dir Spezerei; Balsam, Stakte, Galban und reinen Weihrauch, von einem so viel wie vom andern, 35 und mache Räuchwerk daraus, nach der Kunst des Salbenbereiters gemengt, daß es rein und heilig sei. 36 Und du sollst es zu Pulver stoßen und sollst davon tun vor das Zeugnis in der Hütte des Stifts, wo ich mich dir bezeugen werde. Das soll euch ein Hochheiliges sein. 37 Und desgleichen Räuchwerk sollt ihr euch nicht machen, sondern es soll dir heilig sein dem HERRN. 38 Wer ein solches machen wird, der wird ausgerottet werden von seinem Volk.

Wir beachten, daß das Rauchwerk bezeichnet wird als „gesalzen, rein, heilig“! - Das Salz ist in der Schrift ein Bild jener verborgenen Kraft des göttlichen Lebens, das sich selbst in Liebe opfert. Das Salz erfüllt ja seine Aufgabe nur, indem es sich mitteilt und auflöst. Der Herr sagt zu Seinen demütigen und doch so einflußreichen Jüngern: „Ihr seid das Salz der Erde!“ - Damit zeigt Er ihnen ihren inneren Wert und ihre hohe Aufgabe. - Die Welt - die Menschheit - liegt im argen: die Sünde ist ins Paradies gedrungen und hat den Menschen von Gott, seiner Lebensquelle, abgeschnitten: „Die Sünde ist der Leute Verderben und der Völker Schande!“ sagt schon der weise Salomo [Lies Eph. 4,17-19.]

Epheser 4,17-19 -- 17 So sage ich nun und bezeuge in dem HERRN, daß ihr nicht mehr wandelt, wie die andern Heiden wandeln in der Eitelkeit ihres Sinnes, 18 deren Verstand verfinstert ist, und die entfremdet sind von dem Leben, das aus Gott ist, durch die Unwissenheit, so in ihnen ist, durch die Blindheit ihres Herzens; 19 welche ruchlos sind und ergeben sich der Unzucht und treiben allerlei Unreinigkeit samt dem Geiz.

Wie man eine Speise vor dem Verderben bewahrt durch Salzen, so stellt der Herr Jesus Seine geheiligten Jünger in die durch Sünde untergehende Welt, damit sie retten, was sich noch retten läßt - erneuern, was sich noch erneuern läßt! [Lies 2. Kön. 2,19-22; vgl. Matth. 10,16-22.]

2. Könige 2,19-22 -- 19 Und die Männer der Stadt sprachen zu Elisa: Siehe, es ist gut wohnen in dieser Stadt, wie mein Herr sieht; aber es ist böses Wasser und das Land unfruchtbar. 20 Er sprach: Bringet mir her eine neue Schale und tut Salz darein! Und sie brachten's ihm. 21 Da ging er hinaus zu der Wasserquelle und warf das Salz hinein und sprach: So spricht der HERR: Ich habe dies Wasser gesund gemacht; es soll hinfort kein Tod noch Unfruchtbarkeit daher kommen. 22 Also ward das Wasser gesund bis auf diesen Tag nach dem Wort Elisas, das er redete. / Matthäus 10,16-22 -- 16 Siehe, ich sende euch wie Schafe mitten unter die Wölfe; darum seid klug wie die Schlangen und ohne Falsch wie die Tauben. 17 Hütet euch vor den Menschen; denn sie werden euch überantworten vor ihre Rathäuser und werden euch geißeln in ihren Schulen. 18 Und man wird euch vor Fürsten und Könige führen um meinetwillen, zum Zeugnis über sie und über die Heiden. 19 Wenn sie euch nun überantworten werden, so sorget nicht, wie oder was ihr reden sollt; denn es soll euch zu der Stunde gegeben werden, was ihr reden sollt. 20 Denn ihr seid es nicht, die da reden, sondern eures Vaters Geist ist es, der durch euch redet. 21 Es wird aber ein Bruder den andern zum Tod überantworten und der Vater den Sohn, und die Kinder werden sich empören wider die Eltern und ihnen zum Tode helfen. 22 Und ihr müsset gehaßt werden von jedermann um meines Namens willen. Wer aber bis an das Ende beharrt, der wird selig.

In der Weihe für Gott und in der aufopfernden Liebe hat der Herr Jesus Selbst uns das höchste Vorbild gegeben. „Christus hat uns geliebt und Sich Selbst für uns hingegeben als Darbringung und Schlachtopfer, Gott zu einem duftenden Wohlgeruch!“ - Als zweite Eigenschaft des Räucherwerks wird die Reinheit genannt. Jesu Reinheit war unantastbar. Wenn Er die glückselig preist, die reines Herzens sind - wenn Er uns immer wieder die Reinheit des Wandels und des Gewissens anpreist, dann steht Er Selbst in der Reinheit unvergleichlich hoch über den reinsten Seiner Jünger und Nachfolger! Er konnte sagen: „Wer von euch überführt Mich auch nur einer Sünde?“ - Und in der Heiligkeit - wer könnte sich da Ihm vergleichen, vor welchem selbst die Himmel nicht rein sind - vor Dem die heiligen Engel ihr Angesicht verbergen und einander zurufen: „Heilig, heilig, heilig ist der Herr der Heerscharen!“ (Jes. 6,1-7; vgl. Hiob 15,14-16; 25,4-6.)

Jesaja 6,1-7 -- 1 Des Jahres, da der König Usia starb, sah ich den HERRN sitzen auf einem hohen und erhabenen Stuhl, und sein Saum füllte den Tempel. 2 Seraphim standen über ihm; ein jeglicher hatte sechs Flügel: mit zweien deckten sie ihr Antlitz, mit zweien deckten sie ihre Füße, und mit zweien flogen sie. 3 Und einer rief zum andern und sprach: Heilig, heilig, heilig ist der HERR Zebaoth; alle Lande sind seiner Ehre voll! 4 daß die Überschwellen bebten von der Stimme ihres Rufens, und das Haus ward voll Rauch. 5 Da sprach ich: Weh mir, ich vergehe! denn ich bin unreiner Lippen und wohne unter einem Volk von unreinen Lippen; denn ich habe den König, den HERRN Zebaoth, gesehen mit meinen Augen. 6 Da flog der Seraphim einer zu mir und hatte eine glühende Kohle in der Hand, die er mit der Zange vom Altar nahm, 7 und rührte meinen Mund an und sprach: Siehe, hiermit sind deine Lippen gerührt, daß deine Missetat von dir genommen werde und deine Sünde versöhnt sei. / Hiob 15,14-16 -- 14 Was ist ein Mensch, daß er sollte rein sein, und daß er sollte gerecht sein, der von einem Weibe geboren ist? 15 Siehe, unter seinen Heiligen ist keiner ohne Tadel, und die im Himmel sind nicht rein vor ihm. 16 Wie viel weniger ein Mensch, der ein Greuel und schnöde ist, der Unrecht säuft wie Wasser. / Hiob 25,4-6 -- 4 Und wie kann ein Mensch gerecht vor Gott sein? und wie kann rein sein eines Weibes Kind? 5 Siehe, auch der Mond scheint nicht helle, und die Sterne sind nicht rein vor seinen Augen: 6 wie viel weniger ein Mensch, die Made, und ein Menschenkind, der Wurm!

Von diesem Rauchwerk sollte Mose nehmen und es zu ganz feinem Pulver zerstoßen, um es dann in einem goldenen Gefäß ins Allerheillgste vor das Zeugnis, d. h. die Bundeslade, zu bringen. Hier in der Gegenwart Gottes strömte dieses wunderbare Rauchwerk seinen Duft aus wie nirgends sonst. Wenn Mose, wie es ihm zu jeder Zeit gestattet war, in das Allerheiligste trat und auf sein Angesicht sank, um hier die Mitteilungen und Offenbarungen des Allerhöchsten zu vernehmen, so durfte er diesen wunderbaren Wohlgeruch wahrnehmen! - „Hochheilig soll es euch sein!“ spricht der Herr. - Wir wollen nicht übersehen, daß das ins Allerheiligste gebrachte Räucherwerk zu Pulver zerstoßen worden war. Durch welche Leiden und Erschütterungen führte doch der Weg unseres Herrn Jesu in der Welt - bis derselbe wieder einmündete in der himmlischen Herrlichkeit! Für Ihn, den Heiligen, vom Himmel Gekommenen, war das Leben hienieden wie ein Mörser. Was taten Ihm die Menschen an! Was legte Gott Ihm auf! Wie furchtbar setzte der Teufel Ihm zu! - Wenn schon Menschen Gottes ausgerufen haben: „Du hast uns geprüft, o Gott, Du hast uns geläutert, wie man Silber läutert. Du hast uns ins Netz gebracht, hast eine drückende Last auf unsere Lenden gelegt - Du hast Menschen reiten lassen auf unserem Haupte, wir sind ins Feuer und ins Wasser gekommen!“ - was konnte Er dann erst sagen, Dem sie schließlich die Hände und Füße durchbohrt haben, indem sie Ihn an ein Holz aufhängten!

(Montag, 23. September 1935)

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Zuletzt geändert am 01.09.2018 11:09 Uhr | powered by PmWiki (pmwiki-2.2.109)