BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

(www.wol-blz.net)

Suchen nach:
Startseite -- Bücher AT -- 2. Mose -- 448 (Das Gebot des HERRN, sechs Tage zu arbeiten und den siebenten Tag ruhend zu heiligen )
Diese BLZ Andacht: -- Im Original -- ERWEITERT

Vorige Andacht -- Nächste Andacht

DAS ZWEITE BUCH MOSE (Exodus)
G. GESETZ 3: Der Bau des Heiligtums (2. Mose 35-40)

1. Das Gebot des HERRN, sechs Tage zu arbeiten und den siebenten Tag ruhend zu heiligen (2. Mose 35,1-3)


2. Mose 35,1-3

1 Und Mose versammelte die ganze Gemeinde der Kinder Israel und sprach zu ihnen: Das ist's, was der HERR geboten hat, das ihr tun sollt: 2 Sechs Tage sollt ihr arbeiten; den siebenten Tag aber sollt ihr heilig halten als einen Sabbat der Ruhe des HERRN. Wer an dem arbeitet, soll sterben. 3 Ihr sollt kein Feuer anzünden am Sabbattag in allen euren Wohnungen.

Sabbat heißt „Ruhe“! - Ist dein Gewissen erst zur Ruhe gekommen -und zwar auf Grund der untrüglichen Aussprüche Gottes über den Wert und die sündentilgende Kraft des teuren Blutes Jesu - dann soll auch dein Herz nunmehr in der Nachfolge deines Herrn mit Frieden erfüllt werden. Ob auch der Weg durch viel Kampf und Herzeleid führt in diesem Tränental - einem Ihm gehorsamen und dankbaren Herzen verleiht der Herr durch Seine Gnade Kraft und Ruhe für den täglichen Pfad! - Er sagt: „Nehmet auf euch Mein Joch und lernet von Mir, denn Ich bin sanftmütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seele.“ (Lies Jes. 55,1-3 u. 6-13; Joh. 7,37. 38; 8,12.)

Jesaja 55,1-3.6-13 -- 1 Wohlan, alle, die ihr durstig seid, kommet her zum Wasser! und die ihr nicht Geld habt, kommet her, kaufet und esset; kommt her und kauft ohne Geld und umsonst beides, Wein und Milch! 2 Warum zählet ihr Geld dar, da kein Brot ist und tut Arbeit, davon ihr nicht satt werden könnt? Höret mir doch zu und esset das Gute, so wird eure Seele am Fetten ihre Lust haben. 3 Neiget eure Ohren her und kommet her zu mir, höret, so wird eure Seele leben; denn ich will mit euch einen ewigen Bund machen, daß ich euch gebe die gewissen Gnaden Davids. ... 6 Suchet den HERRN, solange er zu finden ist; rufet ihn an, solange er nahe ist. 7 Der Gottlose lasse von seinem Wege und der Übeltäter seine Gedanken und bekehre sich zum HERRN, so wird er sich sein erbarmen, und zu unserm Gott, denn bei ihm ist viel Vergebung. 8 Denn meine Gedanken sind nicht eure Gedanken, und eure Wege sind nicht meine Wege, spricht der HERR; 9 sondern soviel der Himmel höher ist denn die Erde, so sind auch meine Wege höher denn eure Wege und meine Gedanken denn eure Gedanken. 10 Denn gleichwie der Regen und Schnee vom Himmel fällt und nicht wieder dahinkommt, sondern feuchtet die Erde und macht sie fruchtbar und wachsend, daß sie gibt Samen, zu säen, und Brot, zu essen, 11 also soll das Wort, so aus meinem Munde geht, auch sein. Es soll nicht wieder zu mir leer kommen, sondern tun, was mir gefällt, und soll ihm gelingen, dazu ich's sende. 12 Denn ihr sollt in Freuden ausziehen und im Frieden geleitet werden. Berge und Hügel sollen vor euch her frohlocken mit Ruhm und alle Bäume auf dem Felde mit den Händen klatschen. 13 Es sollen Tannen für Hecken wachsen und Myrten für Dornen; und dem HERRN soll ein Name und ewiges Zeichen sein, das nicht ausgerottet werde. / Johannes 7,37.38 -- 37 Aber am letzten Tage des Festes, der am herrlichsten war, trat Jesus auf, rief und sprach: Wen da dürstet, der komme zu mir und trinke! 38 Wer an mich glaubt, wie die Schrift sagt, von des Leibe werden Ströme des lebendigen Wassers fließen. / Johannes 8,12 -- Da redete Jesus abermals zu ihnen und sprach: Ich bin das Licht der Welt; wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben.

So ist denn für jeden, der in Wahrheit den Herrn Jesus kennt und Ihm als dem Guten Hirten folgt, eine Ruhe dargeboten und angebrochen, von welcher der Sabbat in Israel nur ein schwaches Vorbild war. Diese innere Ruhe nennt der Herr Jesus auch „Seinen Frieden“, weil Er dieselbe auf Seinem Wege durch die Welt beständig im Herzen trug. Und Er ruft uns, Seinen Jüngern, zu: „Frieden hinterlasse Ich euch; Meinen Frieden gebe Ich euch! euer Herz werde nicht bestürzt, sei auch nicht furchtsam!“ - Ja, Sabbatstille will der Herr Jesus dir auch heute ins Herz schenken, teures Kind Gottes, trotz aller Arbeit, Bedrängnis oder Betrübnis, in der du dich befindest; Er ist dir nahe mit Seiner Kraft und Seinem Frieden! - Und auch für die ganze Erde, die von Blut und Tränen getränkt, von Kampf und Streit erfüllt ist, werden einmal andere Zeiten kommen: Das herrliche Friedensreich unseres Herrn Jesu Christi wird anbrechen! Er, den man jetzt noch haßt und verachtet, wird dann hier in der Welt in Macht und Herrlichkeit regieren. Seine tausendjährige Friedensherrschaft wird das große Sabbatjahr Gottes sein. - Außer dem alle sieben Tage wiederkehrenden Sabbattage gab es schon in Israel alle sieben Jahre ein ganzes Sabbatjahr, in welchem die Felder und Weinberge nicht bearbeitet wurden, sondern ausruhen sollten; dementsprechend hatte auch das Volk Ruhe von der gewöhnlichen Feldarbeit. Und nach 7 x 7 = 49 Jahren kam immer wieder als fünfzigstes das große Hall- und Jubeljahr, ein Erlösungsjahr für alle Verschuldeten und Geknechteten in Israel, ein wunderbarer Hinweis auf die Erlösung und Befreiung - auf die ewige Ruhe und Herrlichkeit, die Gott in Christo Seinem Volke bereitet hat! [Lies 3. Mos. 25,1-13.]

3. Mose 25,1-13 -- 1 Und der HERR redete mit Mose auf dem Berge Sinai und sprach: 2 Rede mit den Kindern Israel und sprich zu ihnen: Wenn ihr in das Land kommt, das ich euch geben werde, so soll das Land seinen Sabbat dem HERRN feiern, 3 daß du sechs Jahre dein Feld besäest und sechs Jahre deinen Weinberg beschneidest und sammelst die Früchte ein; 4 aber im siebenten Jahr soll das Land seinen großen Sabbat dem HERRN feiern, darin du dein Feld nicht besäen noch deinen Weinberg beschneiden sollst. 5 Was aber von selber nach deiner Ernte wächst, sollst du nicht ernten, und die Trauben, so ohne deine Arbeit wachsen, sollst du nicht lesen, dieweil es ein Sabbatjahr des Landes ist. 6 Aber was das Land während seines Sabbats trägt, davon sollt ihr essen, du und dein Knecht, deine Magd, dein Tagelöhner, dein Beisaß, dein Fremdling bei dir, 7 dein Vieh und die Tiere in deinem Lande; alle Früchte sollen Speise sein. 8 Und du sollst zählen solcher Sabbatjahre sieben, daß sieben Jahre siebenmal gezählt werden, und die Zeit der sieben Sabbatjahre mache neunundvierzig Jahre. 9 Da sollst du die Posaune lassen blasen durch all euer Land am zehnten Tage des siebenten Monats, eben am Tage der Versöhnung. 10 Und ihr sollt das fünfzigste Jahr heiligen und sollt ein Freijahr ausrufen im Lande allen, die darin wohnen; denn es ist euer Halljahr. Da soll ein jeglicher bei euch wieder zu seiner Habe und zu seinem Geschlecht kommen; 11 denn das fünfzigste Jahr ist euer Halljahr. Ihr sollt nicht säen, auch was von selber wächst, nicht ernten, auch was ohne Arbeit wächst im Weinberge, nicht lesen; 12 denn das Halljahr soll unter euch heilig sein. Ihr sollt aber essen, was das Feld trägt. 13 Das ist das Halljahr, da jedermann wieder zu dem Seinen kommen soll.

Im tausendjährigen Königreich unseres Herrn wird der Urheber alles Bösen, der Satan, gebunden und beseitigt sein, und die Erde wird blühen und frohlocken unter dem mächtigen Friedenszepter Christi und unter den reichsten Segnungen Gottes! - Von diesem großen Sabbat, dem siebenten Weltjahrtausend, reden ja die Propheten des Alten Testaments so viel. Das erlöste Volk Israel wird dann auf Erden die Vorherrschaft haben, und mit ihm werden die aus den Heiden bekehrten Völker wunderbar gesegnet werden. Diesen wunderbaren Sabbat der Herrlichkeit für Israel und die ganze Erde, ja für die gesamte Schöpfung, sehnte der Herr Jesus herbei, wenn Er Seine Jünger beten lehrte: „Vater, Deine herrliche Königsherrschaft laß bald anbrechen!“ - Und auch wir, die Kinder Gottes der Jetztzeit, dürfen verlangend und hoffnungsfroh in diesen Bittruf einstimmen und „in heiligem Wandel und Gottseligkeit die Ankunft dieses himmlischen Königreichs „erwarten und beschleunigen“. „Herr Jesus, komm schnell!“ [Lies 2. Petr. 3,11. 12.]

2. Petrus 3,11.12 -- 11 So nun das alles soll zergehen, wie sollt ihr denn geschickt sein mit heiligem Wandel und gottseligem Wesen, 12 daß ihr wartet und eilet zu der Zukunft des Tages des HERRN, an welchem die Himmel vom Feuer zergehen und die Elemente vor Hitze zerschmelzen werden!

(Mittwoch, 24. Juli 1935)

www.WoL-BLZ.net

Zuletzt geändert am 14.05.2018 17:27 Uhr | powered by PmWiki (pmwiki-2.2.109)