BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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Startseite -- Bücher AT -- 2. Mose -- 339 (Angaben zur Sammlung eines Sühnegeldes von jedem Israeliten zum Bau des Heiligtums)
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DAS ZWEITE BUCH MOSE (Exodus)
E. GESETZ 2: Der Plan des Heiligtums (2. Mose 25-31)

15. Angaben zur Sammlung eines Sühnegeldes von jedem Israeliten zum Bau des Heiligtums (2. Mose 30,11-16)


2. Mose 30,16

16 Und du sollst solch Geld der Versöhnung nehmen von den Kindern Israel und zum Gottesdienst der Hütte des Stifts geben, daß es sei den Kindern Israel ein Gedächtnis vor dem HERRN, daß er sich Über ihre Seelen versöhnen lasse.

Wir haben schon früher gesehen, zu welchem Zweck dieses Lösegeld der jungen Israeliten verwendet wurde. Aus ihm wurden jene schönen silbernen Fußsockel für die „goldenen Bretter“ der Stiftshütte gefertigt*. Das Haus Gottes wurde also gegründet auf die Erlösung; das ganze Heer Israels hatte teil daran und stand in dem Werte vor Gott, den diese silbernen Fußsockel darstellten - für immer ein Zeugnis, daß die Sühnung für jede Seele tatsächlich geschehen war. Welches Interesse hatte nun doch jeder Israelit an dem Heiligtum seines Gottes! - Auch wir wollen und werden es nie vergessen, welch hohen Preis unser hochgelobter Heiland bezahlt hat, um uns loszukaufen von Welt und Sünde und Ichleben - uns für Gott und für die ewige Herrlichkeit zu gewinnen! (Lies [Jes. 53,3-12]; Matth. 27,27-31.45-50.)

Jesaja 53,3-12 -- 3 Er war der Allerverachtetste und Unwerteste, voller Schmerzen und Krankheit. Er war so verachtet, daß man das Angesicht vor ihm verbarg; darum haben wir ihn für nichts geachtet. 4 Fürwahr, er trug unsere Krankheit und lud auf sich unsre Schmerzen. Wir aber hielten ihn für den, der geplagt und von Gott geschlagen und gemartert wäre. 5 Aber er ist um unsrer Missetat willen verwundet und um unsrer Sünde willen zerschlagen. Die Strafe liegt auf ihm, auf daß wir Frieden hätten, und durch seine Wunden sind wir geheilt. 6 Wir gingen alle in der Irre wie Schafe, ein jeglicher sah auf seinen Weg; aber der HERR warf unser aller Sünde auf ihn. 7 Da er gestraft und gemartert ward, tat er seinen Mund nicht auf wie ein Lamm, das zur Schlachtbank geführt wird, und wie ein Schaf, das verstummt vor seinem Scherer und seinen Mund nicht auftut. 8 Er aber ist aus Angst und Gericht genommen; wer will seines Lebens Länge ausreden? Denn er ist aus dem Lande der Lebendigen weggerissen, da er um die Missetat meines Volkes geplagt war. 9 Und man gab ihm bei Gottlosen sein Grab und bei Reichen, da er gestorben war, wiewohl er niemand Unrecht getan hat noch Betrug in seinem Munde gewesen ist. 10 Aber der HERR wollte ihn also zerschlagen mit Krankheit. Wenn er sein Leben zum Schuldopfer gegeben hat, so wird er Samen haben und in die Länge leben, und des HERRN Vornehmen wird durch seine Hand fortgehen. 11 Darum, daß seine Seele gearbeitet hat, wird er seine Lust sehen und die Fülle haben. Und durch seine Erkenntnis wird er, mein Knecht, der Gerechte, viele gerecht machen; denn er trägt ihre Sünden. 12 Darum will ich ihm große Menge zur Beute geben, und er soll die Starken zum Raube haben, darum daß er sein Leben in den Tod gegeben hat und den Übeltätern gleich gerechnet ist und er vieler Sünde getragen hat und für die Übeltäter gebeten/ Matthäus 27,27-31.45-50 -- 27 Da nahmen die Kriegsknechte des Landpflegers Jesus zu sich in das Richthaus und sammelten über ihn die ganze Schar 28 und zogen ihn aus und legten ihm einen Purpurmantel an 29 und flochten eine Dornenkrone und setzten sie auf sein Haupt und ein Rohr in seine rechte Hand und beugten die Kniee vor ihm und verspotteten ihn und sprachen: Gegrüßet seist du, der Juden König! 30 und spieen ihn an und nahmen das Rohr und schlugen damit sein Haupt. 31 Und da sie ihn verspottet hatten, zogen sie ihm seine Kleider an und führten ihn hin, daß sie ihn kreuzigten. ... 45 Und von der sechsten Stunde an ward eine Finsternis über das ganze Land bis zu der neunten Stunde. 46 Und um die neunte Stunde schrie Jesus laut und sprach: Eli, Eli, lama asabthani? das heißt: Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen? 47 Etliche aber, die dastanden, da sie das hörten, sprachen sie: Der ruft den Elia. 48 Und alsbald lief einer unter ihnen, nahm einen Schwamm und füllte ihn mit Essig und steckte ihn an ein Rohr und tränkte ihn. 49 Die andern aber sprachen: Halt, laß sehen, ob Elia komme und ihm helfe. 50 Aber Jesus schrie abermals laut und verschied.

Ja, in alle Ewigkeit werden wir es rühmen: „Würdig ist das Lamm, das geschlachtet worden ist, zu empfangen die Macht und Reichtum und Weisheit und Stärke und Ehre und Herrlichkeit und Segnung!“ - „Herr Jesu, Du bist geschlachtet worden und hast uns für Gott erkauft durch Dein Blut - aus jedem Stamm und Sprache und Volk und Nation, und hast uns unserem Gott zu Königen und Priestern gemacht!“ - Daß wir zum Hause Gottes gehören, verdanken wir einzig und allein Ihm, unserem herrlichen Herrn und Haupt: „Wir bilden nun Seine Familie - Sein Haus“, und es gilt, praktisch unsere Berufung und Erwählung zu beglaubigen durch unseren Wandel: „Wir erweisen uns als zu Seinem Hause gehörend, wenn wir unsere Zuversicht und den Ruhm unserer herrlichen Hoffnung bis zum Ende standhaft festhalten!“ - Dies ist die ganz persönliche Verantwortung jedes einzelnen von uns. -

[- ''* nach 4. Mos. 1,1.18 (vgl. 2. Mos. 40,17) fand die Musterung des Volkes erst einen Monat nach Aufrichtung des vollendeten Baues der Stiftshütte statt. Und doch wurde das bei der Musterung zu zahlende Sühnegeld schon zur Herstellung der Stiftshütte verwendet, mußte also bereits gezahlt sein!

4. Mose 1,1.18 -- 1 Und der HERR redete mit Mose in der Wüste Sinai in der Hütte des Stifts am ersten Tage des zweiten Monats im zweiten Jahr, da sie aus Ägyptenland gegangen waren, und sprach: ... 18 und sammelten auch die ganze Gemeinde am ersten Tage des zweiten Monats und rechneten nach ihrer Geburt, nach ihren Geschlechtern und Vaterhäusern und Namen, von zwanzig Jahren an und darüber, von Haupt zu Haupt, / 2. Mose 40,17 -- Also ward die Wohnung aufgerichtet im zweiten Jahr, am ersten Tage des ersten Monats.

Dieser scheinbare Widerspruch läßt sich durch die einfache Annahme ausgleichen, daß alsbald nach Bekanntmachung des göttlichen Befehls zur Herstellung der Stiftshütte eine Zählung der Männer in Israel vorgenommen und das Sühnegeld von den einzelnen erhoben und entrichtet worden war! - Hierauf war die Stiftshütte hergestellt und der ganze Gottesdienst eingerichtet worden. Und erst nachdem dies geschehen war, wurden die Kriegsleute - zurückgreifend auf jene vorläufige Zählung - nach ihren Stämmen, Geschlechtern und Familien in Musterrollen verzeichnet, und damit wurde die eigentliche Musterung erst jetzt vollzogen! - Den Beweis, daß diese Annahme richtig ist, sehen wir darin, daß diese nachherige Musterung genau die gleiche Anzahl kriegstüchtiger Männer ergab wie die einige Monate früher geschehene Zählung. [2. Mos. 38,26; 4. Mos. 1,46.]'' -]

2. Mose 38,26 -- so manch Haupt, so manch halbes Lot nach dem Lot des Heiligtums, von allen, die gezählt wurden von zwanzig Jahren an und darüber, sechshundertmaltausend dreitausend fünfhundertundfünfzig. / 4. Mose 1,46 -- war sechsmal hunderttausend und dreitausend fünfhundertundfünfzig.

In seiner wunderbaren Kraft hat Gott uns alles geschenkt, was zum Leben und zu wahrer Gottseligkeit nötig ist. Wir durften ja Ihn erkennen, dessen Herrlichkeit und Hoheit uns zum lebenerweckenden Ruf geworden ist. Dadurch sind uns die wertvollsten und köstlichsten Verheißungen geschenkt: wir sollen der göttlichen Natur und Art teilhaftig werden, nachdem wir der bösen Lust und Verführung der Welt entronnen sind! Eben deshalb gilt es, daß ihr mit Aufbietung allen Eifers in eurem Glauben auch sittliche Tüchtigkeit, geistliche Energie und Entschlossenheit beweist - jene Tugend, die unbedingt von uns erwartet werden kann!“ [2. Petr. 1,3-5a.]

2. Petrus 1,3-5 -- 3 Nachdem allerlei seiner göttlichen Kraft, was zum Leben und göttlichen Wandel dient, uns geschenkt ist durch die Erkenntnis des, der uns berufen hat durch seine Herrlichkeit und Tugend, 4 durch welche uns die teuren und allergrößten Verheißungen geschenkt sind, nämlich, daß ihr dadurch teilhaftig werdet der göttlichen Natur, so ihr fliehet die vergängliche Lust der Welt; 5 so wendet allen euren Fleiß daran und reichet dar in eurem Glauben Tugend und in der Tugend Erkenntnis

(Freitag, 15. Februar 1935)

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