BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

(www.wol-blz.net)

Suchen nach:
Startseite -- Bücher AT -- 2. Mose -- 331 (Angaben zum Bau des Räucheraltars, seiner Aufstellung und seiner Benutzung)
Diese BLZ Andacht: -- Im Original -- ERWEITERT

Vorige Andacht -- Nächste Andacht?

DAS ZWEITE BUCH MOSE (Exodus)
E. GESETZ 2: Der Plan des Heiligtums (2. Mose 25-31)

14. Angaben zum Bau des Räucheraltars, seiner Aufstellung und seiner Benutzung (2. Mose 30,1-10)


2. Mose 30,7.8.34-38

7 Und Aaron soll darauf räuchern gutes Räuchwerk alle Morgen, wenn er die Lampen zurichtet. 8 Desgleichen, wenn er die Lampen anzündet gegen Abend, soll er solch Räuchwerk auch räuchern. Das soll das tägliche Räuchopfer sein vor dem HERRN bei euren Nachkommen. ... 34 Und der HERR sprach zu Mose: Nimm dir Spezerei; Balsam, Stakte, Galban und reinen Weihrauch, von einem so viel wie vom andern, 35 und mache Räuchwerk daraus, nach der Kunst des Salbenbereiters gemengt, daß es rein und heilig sei. 36 Und du sollst es zu Pulver stoßen und sollst davon tun vor das Zeugnis in der Hütte des Stifts, wo ich mich dir bezeugen werde. Das soll euch ein Hochheiliges sein. 37 Und desgleichen Räuchwerk sollt ihr euch nicht machen, sondern es soll dir heilig sein dem HERRN. 38 Wer ein solches machen wird, der wird ausgerottet werden von seinem Volk.

Wenn der duftende Wohlgeruch des Räucherwerks morgens und abends und beständig das Heiligtum erfüllen sollte, so sagt uns dies, daß die unendliche Kostbarkeit und Wohlannehmlichkeit Christi beständig Gottes Herz erfreut und Seine Gedanken beschäftigt! Nur Er vermag die Herrlichkeiten, die heiligen Eigenschaften und Vollkommenheiten Jesu, Seines eingeborenen Sohnes, zu schätzen. ,,In Ihm - unserem hochgelobten Heiland - wohnt die ganze Fülle der Gottheit leibhaftig!“ Die Braut im Hohenlied singt von ihrem himmlischen Bräutigam: „Ein ausgegossenes Salböl ist Dein Name; darum lieben Dich die reinen Seelen!“ - Ja, „nur reine Herzen können den König schauen in Seiner Schönheit“! - deshalb werden sie glückselig gepriesen: „Glückselig sind die Menschen reinen Herzens, denn sie sollen Gott schauen“ - schon jetzt und bald ewiglich! ([Hoheslied 1,3;] lies Jes. 33,14-17.)

Hoheslied 1,3 -- Es riechen deine Salben köstlich; dein Name ist eine ausgeschüttete Salbe, darum lieben dich die Jungfrauen. / Jesaja 33,14-17 -- 14 Die Sünder zu Zion sind erschrocken, Zittern ist die Heuchler angekommen und sie sprechen: Wer ist unter uns, der bei einem verzehrenden Feuer wohnen möge? wer ist unter uns, der bei der ewigen Glut wohne? 15 Wer in Gerechtigkeit wandelt und redet, was recht ist; wer Unrecht haßt samt dem Geiz und seine Hände abzieht, daß er nicht Geschenke nehme; wer seine Ohren zustopft, daß er nicht Blutschulden höre, und seine Augen zuhält, daß er nichts Arges sehe: 16 der wird in der Höhe wohnen, und Felsen werden seine Feste und Schutz sein. Sein Brot wird ihm gegeben, sein Wasser hat er gewiß. 17 Deine Augen werden den König sehen in seiner Schöne; du wirst das Land erweitert sehen

Was wird es sein, wenn während der nie endenden Zeitalter der Ewigkeit tausendmal Tausende und zehntausendmal Zehntausende aus erlöstem Herzen und mit jubelnder Stimme rufen werden: „Würdig ist das Lamm, das einst geschlachtet worden ist, zu empfangen die Macht und Reichtum und Weisheit und Stärke und Ehre und Herrlichkeit und Segnung!“ - Und alle Geschöpfe, die im Himmel und die auf der Erde und unter der Erde und im Meere sind - ja, alles, was in ihnen ist, wird rufen: „Dem, der auf dem Throne sitzt und dem Lamme, gebührt die Segnung und die Ehre und die Herrlichkeit und die Macht in die Ewigkeit der Ewigkeiten!“ - Fort und fort - so oft neue Lichtstrahlen aus jener Zentralsonne göttlicher Herrlichkeit hervorbrechen, werden die Räume des Himmels und die weiten Gefilde der Schöpfung von mächtigem Halleluja widerhallen zur Verherrlichung Dessen, der den Willen Gottes in einzigartiger Weise erfüllt - die Ehre Gottes in einzigartiger Weise erhöht hat und der das Herz Gottes in einzigartiger Weise erquickt in alle Ewigkeit. - Wenn für die einzelnen Teile des Räucherwerkes kein Maß bestimmt wurde, so gebot Gott doch, von allem „zu gleichen Teilen“ zu nehmen: Jeder Zug sittlicher Vortrefflichkeit fand in dem Herrn Jesus seinen wahren Platz und sein richtiges Verhältnis. Keine Eigenschaft verdrängte jemals eine andere von ihrem Platz oder tat ihr irgendwelchen Abbruch. Sein Leben hier auf Erden war ein Würzwerk, „gesalzen, rein und heilig“, und verbreitete einen solch wunderbaren Duft, daß nur Gott ihn voll und ganz zu schätzen vermochte! Doch gab es durch den Geist Gottes aufgeschlossene Herzen, die sich wunderbar von dem Lamm Gottes angezogen fühlten, so daß eines zum anderen sprach: „Komm und sieh!“ - Und die, welche in Wahrheit zu Ihm kamen, wollten nie mehr von Ihm gehen. Sie hätten auch nicht gewußt, wohin sie gehen sollten; denn für Herzen, die einmal die Lieblichkeit und Kostbarkeit Christi geschmeckt haben, ist die ganze Welt ohne Ihn eine öde, dürre Wüste: „Herr, zu wem und wohin sollten wir gehen? Du allein hast Worte ewigen Lebens!“ (Lies Joh. 1,[29-42.]43-51.)

Johannes 1,29-51 -- 29 Des andern Tages sieht Johannes Jesum zu ihm kommen und spricht: Siehe, das ist Gottes Lamm, welches der Welt Sünde trägt! 30 Dieser ist's, von dem ich gesagt habe: Nach mir kommt ein Mann, welcher vor mir gewesen ist; denn er war eher denn ich. 31 Und ich kannte ihn nicht; sondern auf daß er offenbar würde in Israel, darum bin ich gekommen, zu taufen mit Wasser. 32 Und Johannes zeugte und sprach: Ich sah, daß der Geist herabfuhr wie eine Taube vom Himmel und blieb auf ihm. 33 Und ich kannte ihn nicht; aber der mich sandte, zu taufen mit Wasser, der sprach zu mir: Auf welchen du sehen wirst den Geist herabfahren und auf ihm bleiben, der ist's, der mit dem heiligen Geist tauft. 34 Und ich sah es und zeugte, daß dieser ist Gottes Sohn. 35 Des andern Tages stand abermals Johannes und zwei seiner Jünger. 36 Und als er Jesum sah wandeln, sprach er: Siehe, das ist Gottes Lamm! 37 Und die zwei Jünger hörten ihn reden und folgten Jesu nach. 38 Jesus aber wandte sich um und sah sie nachfolgen und sprach zu ihnen: Was suchet ihr? Sie aber sprachen zu ihm: Meister, wo bist du zur Herberge? 39 Er sprach zu ihnen: Kommt und sehet's! Sie kamen und sahen's und blieben den Tag bei ihm. Es war aber um die zehnte Stunde. 40 Einer aus den zweien, die von Johannes hörten und Jesus nachfolgten, war Andreas, der Bruder des Simon Petrus. 41 Der findet am ersten seinen Bruder Simon und spricht zu ihm: Wir haben den Messias gefunden (welches ist verdolmetscht: der Gesalbte), 42 und führte ihn zu Jesu. Da ihn Jesus sah, sprach er: Du bist Simon, Jona's Sohn; du sollst Kephas (Fels) heißen. 43 Des andern Tages wollte Jesus wieder nach Galiläa ziehen und findet Philippus und spricht zu ihm: Folge mir nach! 44 Philippus aber war von Bethsaida, aus der Stadt des Andreas und Petrus. 45 Philippus findet Nathanael und spricht zu ihm: Wir haben den gefunden, von welchem Moses im Gesetz und die Propheten geschrieben haben, Jesum, Joseph's Sohn von Nazareth. 46 Und Nathanael sprach zu ihm: Was kann von Nazareth Gutes kommen? Philippus spricht zu ihm: Komm und sieh es! 47 Jesus sah Nathanael zu sich kommen und spricht von ihm: Siehe, ein rechter Israeliter, in welchem kein Falsch ist. 48 Nathanael spricht zu ihm: Woher kennst du mich? Jesus antwortete und sprach zu ihm: Ehe denn dich Philippus rief, da du unter dem Feigenbaum warst, sah ich dich. 49 Nathanael antwortete und spricht zu ihm: Rabbi, du bist Gottes Sohn, du bist der König von Israel! 50 Jesus antwortete und sprach zu ihm: Du glaubst, weil ich dir gesagt habe, daß ich dich gesehen habe unter dem Feigenbaum; du wirst noch Größeres denn das sehen. 51 Und spricht zu ihm: Wahrlich, wahrlich ich sage euch: Von nun an werdet ihr den Himmel offen sehen und die Engel Gottes hinauf und herab fahren auf des Menschen Sohn.

Das Feuer zum Rauchwerk wurde genommen vorn ehernen Altar, auf welchem das Brandopfer verzehrt wurde! (3. Mos. 16,12.)

3. Mose 16,12 -- und soll einen Napf voll Glut vom Altar nehmen, der vor dem HERRN steht, und die Hand voll zerstoßenen Räuchwerks und es hinein hinter den Vorhang bringen

Dasselbe Feuer, welches das Opfer verzehrte, brachte auch den ganzen Wert des Rauchwerks zur Geltung! - Das Feuer ist ein Bild von dem durchdringenden und verzehrenden Gericht Gottes - von Seiner Heiligkeit im Gericht, welches unseren Herrn Jesus - das Lamm Gottes - am Kreuz verzehrte. Gerade dort war Er Gott so wohlgefällig und verherrlichte Ihn in einem Maße wie nie zuvor! Und in der ganzen Wohlannehmlichkeit und Kostbarkeit Christi, der einst am Kreuz sein Leben opferte, stehen wir nun vor Gott. In Ewigkeit ertönt das Lied: „Würdig ist das Lamm, das geschlachtet worden ist ...

(Donnerstag, 7. Februar 1935)

www.WoL-BLZ.net

Zuletzt geändert am 02.08.2016 09:58 Uhr | powered by PmWiki (pmwiki-2.2.109)