BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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Startseite -- Bücher AT -- 2. Mose -- 278 (Angaben zur Abgrenzung des Vorhofs der Stiftshütte durch Säulen mit Behängen)
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DAS ZWEITE BUCH MOSE (Exodus)
E. GESETZ 2: Der Plan des Heiligtums (2. Mose 25-31)

9. Angaben zur Abgrenzung des Vorhofs der Stiftshütte durch Säulen mit Behängen (2. Mose 27,9-19)


2. Mose 27,9-19

9 Du sollst auch der Wohnung einen Hof machen, einen Umhang von gezwirnter weißer Leinwand, auf einer Seite hundert Ellen lang, gegen Mittag, 10 und zwanzig Säulen auf zwanzig ehernen Füßen, und ihre Haken mit ihren Querstäben von Silber. 11 Also auch gegen Mitternacht soll sein ein Umhang, hundert Ellen lang, zwanzig Säulen auf zwanzig ehernen Füßen, und ihre Haken mit ihren Querstäben von Silber. 12 Aber gegen Abend soll die Breite des Hofes haben einen Umhang, fünfzig Ellen lang, zehn Säulen auf zehn Füßen. 13 Gegen Morgen aber soll die Breite des Hofes haben fünfzig Ellen, 14 also daß der Umhang habe auf einer Seite fünfzehn Ellen, dazu drei Säulen auf drei Füßen, 15 und wieder fünfzehn Ellen auf der andern Seite, dazu drei Säulen auf drei Füßen; 16 aber im Tor des Hofes soll ein Tuch sein, zwanzig Ellen breit, gewirkt von blauem und rotem Purpur, Scharlach und gezwirnter weißer Leinwand, dazu vier Säulen auf ihren vier Füßen. 17 Alle Säulen um den Hof her sollen silberne Querstäbe und silberne Haken und eherne Füße haben. 18 Und die Länge des Hofes soll hundert Ellen sein, die Breite fünfzig Ellen, die Höhe fünf Ellen, von gezwirnter weißer Leinwand, und seine Füße sollen ehern sein. 19 Auch alle Geräte der Wohnung zu allerlei Amt und alle ihre Nägel und alle Nägel des Hofes sollen ehern sein

Wie wir schon früher sahen, war die Stiftshütte von einem Vorhof umgeben, der 100 Ellen lang und 50 Ellen breit war. Die äußere Einfassung desselben bildete ein Vorhang aus weißem Byssusstoff, der an 60 hölzernen, je 5 Ellen hohen Säulen ausgespannt wurde. von einer Säule zur anderen reichten silberne Stäbe, die auf silberne Haken am Kopf der Säule eingehängt wurden. Nichts verbindet Menschen so herzlich und nahe, wie das Erlöstsein durch den Herrn Jesus und die dankbare Liebe zu Ihm, dem Erlöser! (Lies [Joh. 17,11 u. 15-23]; 1. Joh. 5,13-16.)

Johannes 17,11 u. 15-23 -- 11 Und ich bin nicht mehr in der Welt; sie aber sind in der Welt, und ich komme zu dir. Heiliger Vater, erhalte sie in deinem Namen, die du mir gegeben hast, daß sie eins seien gleichwie wir. ... 15 Ich bitte nicht, daß du sie von der Welt nehmest, sondern daß du sie bewahrst vor dem Übel. 16 Sie sind nicht von der Welt, gleichwie ich auch nicht von der Welt bin. 17 Heilige sie in deiner Wahrheit; dein Wort ist die Wahrheit. 18 Gleichwie du mich gesandt hast in die Welt, so sende ich sie auch in die Welt. 19 Ich heilige mich selbst für sie, auf daß auch sie geheiligt seien in der Wahrheit. 20 Ich bitte aber nicht allein für sie, sondern auch für die, so durch ihr Wort an mich glauben werden, 21 auf daß sie alle eins seien, gleichwie du, Vater, in mir und ich in dir; daß auch sie in uns eins seien, auf daß die Welt glaube, du habest mich gesandt. 22 Und ich habe ihnen gegeben die Herrlichkeit, die du mir gegeben hast, daß sie eins seien, gleichwie wir eins sind, 23 ich in ihnen und du in mir, auf daß sie vollkommen seien in eins und die Welt erkenne, daß du mich gesandt hast und liebest sie, gleichwie du mich liebst. / 1. Johannes 5,13-16 -- 13 Solches habe ich euch geschrieben, die ihr glaubet an den Namen des Sohnes Gottes, auf daß ihr wisset, daß ihr das ewige Leben habt, und daß ihr glaubet an den Namen des Sohnes Gottes. 14 Und das ist die Freudigkeit, die wir haben zu ihm, daß, so wir etwas bitten nach seinem Willen, so hört er uns. 15 Und so wir wissen, daß er uns hört, was wir bitten, so wissen wir, daß wir die Bitte haben, die wir von ihm gebeten haben. 16 So jemand sieht seinen Bruder sündigen eine Sünde nicht zum Tode, der mag bitten; so wird er geben das Leben denen, die da sündigen nicht zum Tode. Es gibt eine Sünde zum Tode; für die sage ich nicht, daß jemand bitte.

Die Langseiten des Vorhofs waren (wie die Stiftshütte!) nach Süden und nach Norden gelegen, die Schmalseiten nach Westen und Osten. In der Mitte der östlichen Seite befand sich der Eingang, 20 Ellen breit, den ein vierfarbiger Vorhang bildete. - Der Flächenraum des Vorhofs betrug 5000 Quadratellen. Die Stiftshütte stand nicht In der Mitte desselben, sondern mehr nach hinten (nach Westen) gerückt, so daß sich vor ihr ein freier Raum von 50 Ellen im Quadrat befand. -Der weiße Baumwollstoff, der den Vorhof einfaßte, weist hin auf die fleckenlose Reinheit unseres Herrn Jesus Christus! - Der weiße Vorhang trennte also nach allen Seiten hin die Wohnstätte Gottes von der Wüste. So sind wir durch den Herrn Jesus und Seine heiligende Gnade gelöst und getrennt von der Welt und der Sünde: „Er hat Sich Selbst für unsere Sünden geopfert, damit Er uns herausnehme aus der jetzigen bösen Welt nach dem Willen unseres Gottes und Vaters!“ - Die Maße sind auch hier beachtenswert. Wenn man den bunten Eingangsvorhang abrechnet, so beträgt die Länge des weißen Umhanges 280 Ellen. (Die ganze Einfassung des Vorhofs maß 300 Ellen; die Breite des Eingangs betrug 20 Ellen, die wir hiervon abziehen; so bleiben für den weißen Umhang 280 Ellen!) - Wir hörten früher, daß die zehn wunderschönen Cherubimteppiche, die gleichfalls den Herrn Jesus darstellen, je 28 Ellen in der Länge maßen. Hätte man sie statt der Breite nach der Länge nacheinandergesetzt, so hätte die ganze Länge gleichfalls 280 Ellen ausgemacht. Welch wunderbare Übereinstimmung der Zahlen! - Der weiße Umhang des Vorhofs und die zehn Cherubimteppiche - beide stellen uns ja den Herrn Jesus vor Augen: die letzteren in all der Schönheit Seines Wesens und Charakters, wie sie geschaut wird in Seiner gegenwärtigen und zukünftigen Herrlichkeit, Macht und Pracht. So erkennen Ihn jetzt schon Seine Priester - alle in wahrer innerer Übereinstimmung mit Gott stehenden Gläubigen; denn sie dürfen sich bewegen im Heiligtum der Gegenwart und Gemeinschaft Gottes! - Der blendend reine, weiße Umhang des Vorhofs stellt uns gleichfalls den Herrn Jesus vor Augen, wie Er auch allen fernstehenden und Ihn noch nicht ehrenden Menschen nahetritt in der Reinheit und praktischen Gerechtigkeit Seines ganzen Wesens. Er konnte Seinen Gegnern zurufen: „Wer von euch kann Mir auch nur eine Sünde nachweisen?

(Donnerstag, 13. Dezember 1934)

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