BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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Startseite -- Bücher AT -- 2. Mose -- 276 (Angaben zum Bau des Brandopferaltars samt Opfergeräten und Tragestangen)
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DAS ZWEITE BUCH MOSE (Exodus)
E. GESETZ 2: Der Plan des Heiligtums (2. Mose 25-31)

8. Angaben zum Bau des Brandopferaltars samt Opfergeräten und Tragestangen (2. Mose 27,1-8)


2. Mose 27,1-8

1 Du sollst einen Altar machen von Akazienholz, fünf Ellen lang und breit, daß er gleich viereckig sei, und drei Ellen hoch. 2 Hörner sollst du auf seinen vier Ecken machen und sollst ihn mit Erz überziehen. 3 Mache auch Aschentöpfe, Schaufeln, Becken, Gabeln, Kohlenpfannen; alle seine Geräte sollst du aus Erz machen. 4 Du sollst auch ein ehernes Gitter machen wie ein Netz und vier eherne Ringe an seine vier Enden. 5 Du sollst's aber von untenauf um den Altar machen, daß das Gitter reiche bis mitten an den Altar. 6 Und sollst auch Stangen machen zu dem Altar von Akazienholz, mit Erz überzogen. 7 Und man soll die Stangen in die Ringe tun, daß die Stangen seien an beiden Seiten des Altars, wenn man ihn trägt. 8 Und sollst ihn also von Brettern machen, daß er inwendig hohl sei, wie dir auf dem Berge gezeigt ist.

Wir haben gesehen, daß der eherne Altar das Hauptstück im Vorhof war - daß das Erz die richtende Gerechtigkeit Gottes der Sünde gegenüber bedeutet. Deshalb ist auch das eherne Meer, in welchem die Priester vor jedem Dienst im Heiligtum ihre Hände und Füße wuschen, von Erz; denn hier wurde gleichfalls Reinigung gefordert. - Dagegen war im Inneren der Stiftshütte alles von Gold: die Bundeslade, der Tisch, der Leuchter und der Räucheraltar. - Das Gold ist das Symbol der göttlichen Herrlichkeit; und wir haben gesehen, daß alle jene Gegenstände klare Hinweise auf den gekreuzigten, auferstandenen und zur Herrlichkeit erhobenen Christus sind. Im Vorhof waren alle Geräte von Erz angefertigt, denn die Forderungen der göttlichen Gerechtigkeit hinsichtlich der Sünde müssen göttlich berichtigt sein, ehe die köstlichen Geheimnisse der Person Christi, wie sie im Inneren des Heiligtums entfaltet sind, irgendwie unserer Seele geoffenbart werden können! - Erst wenn ich - in tiefer Buße geläutert - eine volle Begnadigung bei Gott erlangt habe - erst wenn meine Sünde auf immer abgetan ist und mein Gewissen frei gemacht ist, kann ich als Priester dem Heiligtum nahen, in der Gegenwart Gottes Anbetung darbringen und mich der Schönheit des Gottmenschen Christus Jesus erfreuen! [Lies Hebr. 9,6-16; 10,19-23.]

Hebräer 9,6-16 -- 6 Da nun solches also zugerichtet war, gingen die Priester allezeit in die vordere Hütte und richteten aus den Gottesdienst. 7 In die andere aber ging nur einmal im Jahr allein der Hohepriester, nicht ohne Blut, das er opferte für seine und des Volkes Versehen. 8 Damit deutete der heilige Geist, daß noch nicht offenbart wäre der Weg zum Heiligen, solange die vordere Hütte stünde, 9 welche ist ein Gleichnis auf die gegenwärtige Zeit, nach welchem Gaben und Opfer geopfert werden, die nicht können vollkommen machen nach dem Gewissen den, der da Gottesdienst tut 10 allein mit Speise und Trank und mancherlei Taufen und äußerlicher Heiligkeit, die bis auf die Zeit der Besserung sind aufgelegt. 11 Christus aber ist gekommen, daß er sei ein Hoherpriester der zukünftigen Güter, und ist durch eine größere und vollkommenere Hütte, die nicht mit der Hand gemacht, das ist, die nicht von dieser Schöpfung ist, 12 auch nicht der Böcke oder Kälber Blut, sondern sein eigen Blut einmal in das Heilige eingegangen und hat eine ewige Erlösung erfunden. 13 Denn so der Ochsen und der Böcke Blut und die Asche von der Kuh, gesprengt, heiligt die Unreinen zu der leiblichen Reinigkeit, 14 wie viel mehr wird das Blut Christi, der sich selbst ohne allen Fehl durch den ewigen Geist Gott geopfert hat, unser Gewissen reinigen von den toten Werken, zu dienen dem lebendigen Gott! 15 Und darum ist er auch ein Mittler des neuen Testaments, auf daß durch den Tod, so geschehen ist zur Erlösung von den Übertretungen, die unter dem ersten Testament waren, die, so berufen sind, das verheißene ewige Erbe empfangen. 16 Denn wo ein Testament Das griechische Wort für "Bund" bedeutet auch "Testament". Darum wird hier eine Regel, die für ein Testament gilt, auch auf den Bund Gottes angewandt ist, da muß der Tod geschehen des, der das Testament machte. / Hebräer 10,19-23 -- 19 So wir denn nun haben, liebe Brüder, die Freudigkeit zum Eingang in das Heilige durch das Blut Jesu, 20 welchen er uns bereitet hat zum neuen und lebendigen Wege durch den Vorhang, das ist durch sein Fleisch, 21 und haben einen Hohenpriester über das Haus Gottes: 22 so lasset uns hinzugehen mit wahrhaftigem Herzen in völligem Glauben, besprengt in unsern Herzen und los von dem bösen Gewissen und gewaschen am Leibe mit reinem Wasser; 23 und lasset uns halten an dem Bekenntnis der Hoffnung und nicht wanken; denn er ist treu, der sie verheißen hat;

Es mag für uns von Wert sein, die Bedeutung des Goldes, des Silbers und des Erzes in anderen Teilen der Schrift bestätigt zu finden. So sehen wir den Herrn Jesus in Offenbarung 1 „umgürtet mit einem goldenen Gürtel, und Seine Füße gleich glänzendem Erz, als glühten sie im Ofen“! Der goldene Gürtel, Zeichen des Dienstes, deutet darauf hin, daß unser himmlischer Herr auch In der Herrlichkeit Seinen Dienst für Seine noch auf Erden kämpfende Gemeinde ununterbrochen vollbringt. - Und wenn Seine Füße „gleich glänzendem Erz“ dargestellt werden, so bedeutet es, daß unser Herr alle Seine Feinde im Gericht niedertreten wird! Sie „werden gelegt werden zum Schemel Seiner Füße“! - Das Silber weist auf das Lösegeld - auf die Erlösung hin. So sagt Petrus: „Nicht mit vergänglichen Werten, mit Silber oder Gold, seid ihr losgekauft worden von eurer oberflächlichen, von den Vätern überkommenen Lebensart. sondern um den hohen Preis des kostbaren Blutes Christi, als eines fehlerlosen und unbefleckten Lammes!“ - Das ist der Heiland, mit Dem wir es zu tun haben: Er richtet die Sünde, aber Er rettet den Sünder. Unser Glaube sieht auf dem ehernen Altar die Sünde verbrannt und hinweggetan - in dem ehernen Meer alle Unreinigkeit hinweggewaschen! Und endlich erquicken wir uns durch das Licht und die Macht des Heiligen Geistes an dem Sohn Gottes, so wie Er geoffenbart ist in der geheimnisvollen Stille der göttlichen Gegenwart! In dem goldenen Altar, den wir erst in Kap. 30,1-10 näher betrachten werden, finden wir gleichfalls eine Darstellung von unserem Herrn Jesus - von dem ganzen Wert Seiner Person und Seiner Fürsprache.

2. Mose 30,1-10 -- 1 Du sollst auch einen Räuchaltar machen, zu räuchern, von Akazienholz, 2 eine Elle lang und breit, gleich viereckig und zwei Ellen hoch, mit seinen Hörnern. 3 Und sollst ihn mit feinem Golde überziehen, sein Dach und seine Wände ringsumher und seine Hörner. Und sollst einen Kranz von Gold machen 4 und zwei goldene Ringe unter dem Kranz zu beiden Seiten, daß man Stangen darein tue und ihn damit trage. 5 Die Stangen sollst du auch von Akazienholz machen und mit Gold überziehen. 6 Und sollst ihn setzen vor den Vorhang, der vor der Lade des Zeugnisses hängt, und vor dem Gnadenstuhl, der auf dem Zeugnis ist, wo ich mich dir bezeugen werde. 7 Und Aaron soll darauf räuchern gutes Räuchwerk alle Morgen, wenn er die Lampen zurichtet. 8 Desgleichen, wenn er die Lampen anzündet gegen Abend, soll er solch Räuchwerk auch räuchern. Das soll das tägliche Räuchopfer sein vor dem HERRN bei euren Nachkommen. 9 Ihr sollt kein fremdes Räuchwerk darauf tun, auch kein Brandopfer noch Speisopfer und kein Trankopfer darauf opfern. 10 Und Aaron soll auf seinen Hörnern versöhnen einmal im Jahr mit dem Blut des Sündopfers zur Versöhnung. Solche Versöhnung soll jährlich einmal geschehen bei euren Nachkommen; denn das ist dem HERRN ein Hochheiliges.

Ebenso hat der goldene Tisch uns Ihn als den zur Herrlichkeit erhobenen Herrn gezeigt, in welchem wir wohlgefällig dargestellt werden vor Gott, welcher uns auch immer neu erquickt mit Speise für unsere Seele, damit wir in der nahen Gemeinschaft mit Gott bis ans Ende erhalten werden! Ja, überall und auf allem im Heiligtum liest eine verständnisvolle und geheiligte Seele den kostbaren Namen Jesu Christi!

(Dienstag, 11. Dezember 1934)

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