BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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Startseite -- Bücher AT -- 2. Mose -- 266 (Angaben zu den Vorhängen vor dem Allerheiligsten und vor dem Heiligen der Stiftshütte)
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DAS ZWEITE BUCH MOSE (Exodus)
E. GESETZ 2: Der Plan des Heiligtums (2. Mose 25-31)

7. Angaben zu den Vorhängen vor dem Allerheiligsten und vor dem Heiligen der Stiftshütte (2. Mose 26,31-37)


2. Mose 26,31-33

31 Du sollst einen Vorhang machen von blauem und rotem Purpur, Scharlach und gezwirnter weißer Leinwand; und sollst Cherubim daran machen von kunstreicher Arbeit. 32 Und sollst ihn hängen an vier Säulen von Akazienholz, die mit Gold überzogen sind und goldene Haken und vier silberne Füße haben. 33 Und sollst den Vorhang hängen unter die Haken, und die Lade des Zeugnisses innen hinter den Vorhang setzen, daß er euch eine Scheidewand sei zwischen dem Heiligen und dem Allerheiligsten.

Die Eingänge der Stiftshütte waren nicht durch Holztüren oder eiserne Tore gebildet, sondern durch Stoffvorhänge, die an Säulen hingen. [1.) 2. Mos. 26,31-33; 2.) 2. Mos. 26,36.37; 3.) 2. Mos. 27,16.]

2. Mose 26,31-33 -- 31 Du sollst einen Vorhang machen von blauem und rotem Purpur, Scharlach und gezwirnter weißer Leinwand; und sollst Cherubim daran machen von kunstreicher Arbeit. 32 Und sollst ihn hängen an vier Säulen von Akazienholz, die mit Gold überzogen sind und goldene Haken und vier silberne Füße haben. 33 Und sollst den Vorhang hängen unter die Haken, und die Lade des Zeugnisses innen hinter den Vorhang setzen, daß er euch eine Scheidewand sei zwischen dem Heiligen und dem Allerheiligsten. / 2. Mose 26,36.37 -- 36 Und sollst ein Tuch machen in die Tür der Hütte, gewirkt von blauem und rotem Purpur, Scharlach und gezwirnter weißer Leinwand. 37 Und sollst dem Tuch fünf Säulen machen von Akazienholz, mit Gold überzogen, mit goldene Haken, und sollst ihnen fünf eherne Füße gießen. / 2. Mose 27,16 -- aber im Tor des Hofes soll ein Tuch sein, zwanzig Ellen breit, gewirkt von blauem und rotem Purpur, Scharlach und gezwirnter weißer Leinwand, dazu vier Säulen auf ihren vier Füßen.

Es ist auffallend, daß alle drei Eingangsvorhänge aus den gleichen Materialien und Farben gewebt waren - nur daß der innerste Eingangsvorhang, der das Heilige vom Allerheiligsten trennte, Cherubimgestalten eingewebt hatte. Das Gewebe war hergestellt aus blauem und rotem Purpurfaden, karmesinfarbigem Faden und weißem, gezwirntem Byssusfaden. - Bei der großen, wunderschönen Cherubimdecke, die über die ganze Stiftshütte gebreitet war, haben wir bereits diese Farbenzusammenstellung kennengelernt. Dieser innere Vorhang war also genau das gleiche Gewebe wie die schöne, große Cherubimdecke. Welche Einheitlichkeit! Wir durften in Kap. 26,1-6 erkennen, daß alle diese Farben: blauer Purpur, roter Purpur, Karmesin und Weiß geistliche Bedeutung haben, indem sie wichtige Eigenschaften unseres Herrn Jesu darstellen: der blaue Purpur die himmlische Art und Gesinnung Christi - der rote Purpur Seine königliche Würde und Gesinnung - der Karmesin die Leidenswilligkeit und Leidensbestimmung unseres hochgelobten Herrn - das Grundgewebe aus weißem Byssusfaden Christi Reinheit und Sündlosigkeit von Grund aus, von Mutterleibe an! [Lies Ps. 45,1.2.6.7.17 (Luth. 2.3.7.8.18); Hohel. 5,9-16.]

Psalm 45,2.3.7.8.18 -- 2 Mein Herz dichtet ein feines Lied; ich will singen von meinem König; meine Zunge ist wie der Griffel eines guten Schreibers. 3 Du bist der Schönste unter den Menschenkindern, holdselig sind deine Lippen; darum segnet dich Gott ewiglich. ... 7 Gott, dein Stuhl bleibt immer und ewig; das Zepter deines Reiches ist ein gerades Zepter. 8 Du liebest die Gerechtigkeit und hassest gottlos Wesen; darum hat dich Gott, dein Gott, gesalbt mit Freudenöl mehr denn deine Gesellen. ... 18 Ich will deines Namens gedenken von Kind zu Kindeskind; darum werden dir danken die Völker immer und ewiglich. / Hohelied 5,9-16 -- 9 Was ist dein Freund vor andern Freunden, o du schönste unter den Weibern? Was ist dein Freund vor andern Freunden, daß du uns so beschworen hast? 10 Mein Freund ist weiß und rot, auserkoren unter vielen Tausenden. 11 Sein Haupt ist das feinste Gold. Seine Locken sind kraus, schwarz wie ein Rabe. 12 Seine Augen sind wie Augen der Tauben an den Wasserbächen, mit Milch gewaschen und stehen in Fülle. 13 Seine Backen sind wie Würzgärtlein, da Balsamkräuter wachsen. Seine Lippen sind wie Rosen, die von fließender Myrrhe triefen. 14 Seine Hände sind wie goldene Ringe, voll Türkise. Sein Leib ist wie reines Elfenbein, mit Saphiren geschmückt. 15 Seine Beine sind wie Marmelsäulen, gegründet auf goldenen Füßen. Seine Gestalt ist wie Libanon, auserwählt wie Zedern. 16 Seine Kehle ist süß, und er ist ganz lieblich. Ein solcher ist mein Freund; mein Freund ist ein solcher, ihr Töchter Jerusalems!

Wenn nun alle drei Eingangsvorhänge in diesen gleichen Farben gewebt waren, so sagt uns das aufs klarste: Christus ist die einzige Pforte, durch die man eintreten kann in die verschiedenen Gebiete der Herrlichkeit, welche auf Erden, im Himmel und in den Himmeln der Himmel noch geoffenbart werden sollen! - Nur kraft Seines vollbrachten Versöhnungswerkes können Menschen, aus Sünde und Schuld herausgelöst, in die Glückseligkeiten und Herrlichkeiten des Königreiches Gottes eingehen. Ja, mit Recht sagt unser Herr Jesus: „Ich bin die Tür!“ Durch Ihn naht der Sünder, der Anbeter, der Priester zu Gott! (Lies Matth. 11,28-30; Joh. 6,35-40; 7,37-39.)

Matthäus 11,28-30 -- 28 Kommet her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken. 29 Nehmet auf euch mein Joch und lernet von mir; denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen. 30 Denn mein Joch ist sanft, und meine Last ist leicht. / Johannes 6,35-40 -- 35 Jesus aber sprach zu ihnen: Ich bin das Brot des Lebens. Wer zu mir kommt, den wird nicht hungern; und wer an mich glaubt, den wird nimmermehr dürsten. 36 Aber ich habe es euch gesagt, daß ihr mich gesehen habt, und glaubet doch nicht. 37 Alles, was mir mein Vater gibt, das kommt zu mir; und wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinausstoßen. 38 Denn ich bin vom Himmel gekommen, nicht daß ich meinen Willen tue, sondern den Willen des, der mich gesandt hat. 39 Das ist aber der Wille des Vaters, der mich gesandt hat, daß ich nichts verliere von allem, was er mir gegeben hat, sondern daß ich's auferwecke am Jüngsten Tage. 40 Denn das ist der Wille des, der mich gesandt hat, daß, wer den Sohn sieht und glaubt an ihn, habe das ewige Leben; und ich werde ihn auferwecken am Jüngsten Tage. / Johannes 7,37-39 -- 37 Aber am letzten Tage des Festes, der am herrlichsten war, trat Jesus auf, rief und sprach: Wen da dürstet, der komme zu mir und trinke! 38 Wer an mich glaubt, wie die Schrift sagt, von des Leibe werden Ströme des lebendigen Wassers fließen. 39 Das sagte er aber von dem Geist, welchen empfangen sollten, die an ihn glaubten; denn der Heilige Geist war noch nicht da, denn Jesus war noch nicht verklärt.

Glückselig der, den Du, Herr, erwählst und herzunahen lässest, daß er wohne in Deinen Vorhöfen! Wir werden gesättigt mit dem Guten Deines Hauses, mit dem Heiligen Deines Tempels!“ - Es gibt Stufen der Erkenntnis, des Glaubens und der Gemeinschaft mit Gott. Wie wichtig, daß wir nicht auf der ersten Stufe, die wir betraten, stehen und stecken bleiben,sondern fortschreiten bis zur Vollendung! - In Hebr. 6,1 hören wir: „Lasset uns jetzt doch absehen vom Abc des christlichen Lebens und der Reife, der vollen Reife zustreben!

Hebräer 6,1 -- Darum wollen wir die Lehre vom Anfang christlichen Lebens jetzt lassen und zur Vollkommenheit fahren, nicht abermals Grund legen von Buße der toten Werke, vom Glauben an Gott.

Wenn wir zu Gott kommen wollen - wenn wir die ewige Seligkeit erlangen wollen, so müssen wir den Herrn Jesus, den eingeborenen Sohn Gottes, suchen und finden - Ihn erkennen und annehmen als den großen Herrn und Erlöser, der Er in Wahrheit ist! Die Menschen wollen sich oft Jesus so vorstellen, wie sie Ihn sich denken, nach ihren menschlichen Ansichten und Meinungen. Aber nur der Heiland, wie Gott Ihn uns gesandt und geschenkt hat - der eingeborene Sohn vom Vater - der heilige, himmlische Herr, der am Kreuz von Golgatha Sein Leben gelassen hat zur Erlösung der schuldigen Sünder - nur Er kann uns zu Gott führen - nur Er kann uns mit Gott versöhnen und der Herrlichkeit Gottes teilhaftig machen. Er sagt: „Ich bin der Weg! Niemand kommt zum Vater als nur durch Mich!“ (Lies Joh. 14,6-9.)

Johannes 14,6-9 -- 6 Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich. 7 Wenn ihr mich kenntet, so kenntet ihr auch meinen Vater. Und von nun an kennt ihr ihn und habt ihn gesehen. 8 Spricht zu ihm Philippus: HERR, zeige uns den Vater, so genügt uns. 9 Jesus spricht zu ihm: So lange bin ich bei euch, und du kennst mich nicht, Philippus? Wer mich sieht, der sieht den Vater; wie sprichst du denn: Zeige uns den Vater?

(Samstag, 01. Dezember 1934)

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