BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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Startseite -- Bücher AT -- 2. Mose -- 168 (Gebot 4: Heilige den Sabbat)
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DAS ZWEITE BUCH MOSE (Exodus)
D. GESETZ 1: Das Bundesbuch (2. Mose 20-24)

2. Die Zehn Gebote (2. Mose 20,1-17)

d) Gebot 4: Heilige den Sabbat (2. Mose 20,8-11)


2. MOSE 20,8-11

8 Gedenke des Sabbattags, daß Du ihn heiligest. 9 Sechs Tage sollst du arbeiten und alle dein Dinge beschicken; 10 aber am siebenten Tage ist der Sabbat des HERRN, deines Gottes; da sollst du kein Werk tun noch dein Sohn noch deine Tochter noch dein Knecht noch deine Magd noch dein Vieh noch dein Fremdling, der in deinen Toren ist. 11 Denn in sechs Tagen hat der HERR Himmel und Erde gemacht und das Meer und alles, was darinnen ist, und ruhte am siebenten Tage. Darum segnete der HERR den Sabbattag und heiligte ihn.

Ist dein Gewissen erst zur Ruhe gekommen vor dem heiligen Gott - und zwar auf Grund der untrüglichen Aussprüche Gottes über den Wert und die sündentilgende Kraft des teuren Blutes Jesu - dann kann und soll auch dein Herz nunmehr in der Nachfolge Jesu mit Frieden und Ruhe erfüllt werden. Ob auch der Weg durch viel Kampf und Herzeleid führt in diesem Tränental - einem Ihm gehorsamen, demütigen und dankbaren Herzen verleiht der Herr durch Seine Gnade immer beständigere Kraft und Ruhe für den täglichen Pfad! - Er sagt: „Nehmet auf euch Mein Joch und lernet von Mir, denn Ich bin sanftmütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seele.“ (Lies Jes. 55,1-3 u. 6-13; Joh. 7,37.38; 8,12.)

Jesaja 55,1-3 u. 6-13 -- 1 Wohlan, alle, die ihr durstig seid, kommet her zum Wasser! und die ihr nicht Geld habt, kommet her, kaufet und esset; kommt her und kauft ohne Geld und umsonst beides, Wein und Milch! 2 Warum zählet ihr Geld dar, da kein Brot ist und tut Arbeit, davon ihr nicht satt werden könnt? Höret mir doch zu und esset das Gute, so wird eure Seele am Fetten ihre Lust haben. 3 Neiget eure Ohren her und kommet her zu mir, höret, so wird eure Seele leben; denn ich will mit euch einen ewigen Bund machen, daß ich euch gebe die gewissen Gnaden Davids. ... 6 Suchet den HERRN, solange er zu finden ist; rufet ihn an, solange er nahe ist. 7 Der Gottlose lasse von seinem Wege und der Übeltäter seine Gedanken und bekehre sich zum HERRN, so wird er sich sein erbarmen, und zu unserm Gott, denn bei ihm ist viel Vergebung. 8 Denn meine Gedanken sind nicht eure Gedanken, und eure Wege sind nicht meine Wege, spricht der HERR; 9 sondern soviel der Himmel höher ist denn die Erde, so sind auch meine Wege höher denn eure Wege und meine Gedanken denn eure Gedanken. 10 Denn gleichwie der Regen und Schnee vom Himmel fällt und nicht wieder dahinkommt, sondern feuchtet die Erde und macht sie fruchtbar und wachsend, daß sie gibt Samen, zu säen, und Brot, zu essen, 11 also soll das Wort, so aus meinem Munde geht, auch sein. Es soll nicht wieder zu mir leer kommen, sondern tun, was mir gefällt, und soll ihm gelingen, dazu ich's sende. 12 Denn ihr sollt in Freuden ausziehen und im Frieden geleitet werden. Berge und Hügel sollen vor euch her frohlocken mit Ruhm und alle Bäume auf dem Felde mit den Händen klatschen. 13 Es sollen Tannen für Hecken wachsen und Myrten für Dornen; und dem HERRN soll ein Name und ewiges Zeichen sein, das nicht ausgerottet werde. / Johannes 7,37.38 -- 37 Aber am letzten Tage des Festes, der am herrlichsten war, trat Jesus auf, rief und sprach: Wen da dürstet, der komme zu mir und trinke! 38 Wer an mich glaubt, wie die Schrift sagt, von des Leibe werden Ströme des lebendigen Wassers fließen. / Johannes 8,12 -- Da redete Jesus abermals zu ihnen und sprach: Ich bin das Licht der Welt; wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben.

So ist denn für jeden, der in Wahrheit den Herrn Jesus kennt und Ihm als dem guten Hirten folgt, eine Ruhe dargeboten und angebrochen, von welcher der Sabbat in Israel nur ein schwaches Vorbild war. Diese innere Ruhe nennt der Herr Jesus auch „Seinen Frieden“, weil Er dieselbe auf Seinem Wege durch die Welt beständig im Herzen trug; und Er ruft uns, Seinen Jüngern, zu: „Frieden hinterlasse Ich euch; Meinen Frieden gebe Ich euch! euer Herz werde nicht bestürzt, sei auch nicht furchtsam!“ Diese innere Ruhe und Sabbatstille will der Herr Jesus dir auch heute ins Herz schenken, teures Kind Gottes, trotz aller Arbeit, Unruhe, Bedrängnis oder Betrübnis, in der du dich vielleicht befindest; Er ist dir nahe mit Seiner Kraft und Seinem Frieden! - Klar und deutlich weist der Sabbat, den Gott dem Volke Israel gab, hin auf die zukünftige Ruhe und Herrlichkeit, die Gott Seinem Volke bereitet hat. Jetzt gibt es, obwohl der Herr uns innerlich in Seinen Frieden hüllen will, viel äußere Unruhe, Kampf und Leid nach allen Seiten! Aber für diese ganze Erde, die von Blut und Tränen getränkt und von Kampf und Streit erfüllt ist, werden einmal andere Zeiten kommen. Das herrliche Friedensreich des Herrn Jesu Christi wird anbrechen. Er, den man jetzt noch haßt und verachtet, wird dann hier in der Welt in Macht und Herrlichkeit regieren. Seine tausendjährige Friedensherrschaft wird das große Sabbatjahr Gottes sein. (Außer dem alle sieben Tage wiederkehrenden Sabbattage gab es schon in Israel alle sieben Jahre ein ganzes Sabbatjahr, in welchem die Felder und Weinberge nicht bearbeitet wurden, sondern ausruhen sollten und dementsprechend auch das Volk Ruhe von der üblichen Feldarbeit hatte. Und nach 7 x 7 = 49 Jahren kam immer wieder als fünfzigstes das große Hall- und Jubeljahr, ein Erlösungsjahr für alle Verschuldeten und Geknechteten in Israel, ein wunderbarer Hinweis auf die Erlösung und Befreiung, die ewige Ruhe und Herrlichkeit, die Gott in Christo Seinem Volke bereitet hat! [Lies 3. Mos. 25,1-13.20-24.])

3. Mose 25,1-13.20-24 -- 1 Und der HERR redete mit Mose auf dem Berge Sinai und sprach: 2 Rede mit den Kindern Israel und sprich zu ihnen: Wenn ihr in das Land kommt, das ich euch geben werde, so soll das Land seinen Sabbat dem HERRN feiern, 3 daß du sechs Jahre dein Feld besäest und sechs Jahre deinen Weinberg beschneidest und sammelst die Früchte ein; 4 aber im siebenten Jahr soll das Land seinen großen Sabbat dem HERRN feiern, darin du dein Feld nicht besäen noch deinen Weinberg beschneiden sollst. 5 Was aber von selber nach deiner Ernte wächst, sollst du nicht ernten, und die Trauben, so ohne deine Arbeit wachsen, sollst du nicht lesen, dieweil es ein Sabbatjahr des Landes ist. 6 Aber was das Land während seines Sabbats trägt, davon sollt ihr essen, du und dein Knecht, deine Magd, dein Tagelöhner, dein Beisaß, dein Fremdling bei dir, 7 dein Vieh und die Tiere in deinem Lande; alle Früchte sollen Speise sein. 8 Und du sollst zählen solcher Sabbatjahre sieben, daß sieben Jahre siebenmal gezählt werden, und die Zeit der sieben Sabbatjahre mache neunundvierzig Jahre. 9 Da sollst du die Posaune lassen blasen durch all euer Land am zehnten Tage des siebenten Monats, eben am Tage der Versöhnung. 10 Und ihr sollt das fünfzigste Jahr heiligen und sollt ein Freijahr ausrufen im Lande allen, die darin wohnen; denn es ist euer Halljahr. Da soll ein jeglicher bei euch wieder zu seiner Habe und zu seinem Geschlecht kommen; 11 denn das fünfzigste Jahr ist euer Halljahr. Ihr sollt nicht säen, auch was von selber wächst, nicht ernten, auch was ohne Arbeit wächst im Weinberge, nicht lesen; 12 denn das Halljahr soll unter euch heilig sein. Ihr sollt aber essen, was das Feld trägt. 13 Das ist das Halljahr, da jedermann wieder zu dem Seinen kommen soll. ... 20 Und ob du würdest sagen: Was sollen wir essen im siebenten Jahr? denn wir säen nicht, so sammeln wir auch kein Getreide ein: 21 da will ich meinem Segen über euch im sechsten Jahr gebieten, das er soll dreier Jahr Getreide machen, 22 daß ihr säet im achten Jahr und von dem alten Getreide esset bis in das neunte Jahr, daß ihr vom alten esset, bis wieder neues Getreide kommt. 23 Darum sollt ihr das Land nicht verkaufen für immer; denn das Land ist mein, und ihr seid Fremdlinge und Gäste vor mir. 24 Und sollt in all eurem Lande das Land zu lösen geben.

Dann wird der Urheber und Anstifter alles Bösen, der Satan, gebunden und beseitigt sein, und die Erde wird blühen und frohlocken unter dem mächtigen Friedenszepter Christi und unter den reichsten Segnungen Gottes! Von diesem großen Sabbat, dem siebenten Weltjahrtausend, reden ja die Propheten des Alten Testamentes soviel! Das durch Christum erlöste Volk Israel wird dann auf Erden die Vorherrschaft haben, und mit ihm werden die aus den Heiden bekehrten Völker wunderbar gesegnet werden. Diesen wunderbaren Sabbat der Herrlichkeit für Israel und die ganze Erde, ja für die gesamte Schöpfung, sehnte der Herr Jesus herbei, als Er Seine Jünger beten lehrte: „Deine herrliche Königsherrschaft laß bald anbrechen!“ Und auch wir, die Kinder Gottes der Jetztzeit, dürfen verlangend und hoffnungsfroh in diesen Bittruf einstimmen und „in heiligem Wandel und Gottseligkeit“ die Ankunft dieses himmlischen Reiches „erwarten und beschleunigen“. [Lies 2. Petr. 3,11.12.]

2. Petrus 3,11.12 -- 11 So nun das alles soll zergehen, wie sollt ihr denn geschickt sein mit heiligem Wandel und gottseligem Wesen, 12 daß ihr wartet und eilet zu der Zukunft des Tages des HERRN, an welchem die Himmel vom Feuer zergehen und die Elemente vor Hitze zerschmelzen werden!

(Sonntag, 24. Juni 1934)

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