BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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Startseite -- Bücher AT -- 2. Mose -- 044 (NEUNTE Plage: Dreitägige dicke Finsternis über Ägyptenland.)
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DAS ZWEITE BUCH MOSE (Exodus)
B. GERICHT über Ägypten und RETTUNG Israels (2. Mose 7-14)

9. NEUNTE Plage: Dreitägige dicke Finsternis über Ägyptenland. (2. Mose 10,21-26)


2. MOSE 10,21-23

21 Der HERR sprach zu Mose: Recke deine Hand gen Himmel, daß es so finster werde in Ägyptenland, daß man's greifen mag. 22 Und Mose reckte seine Hand gen Himmel; da ward eine dicke Finsternis in ganz Ägyptenland drei Tage, 23 daß niemand den andern sah noch aufstand von dem Ort, da er war, in drei Tagen. Aber bei allen Kindern Israel war es licht in ihren Wohnungen.

Pharao hatte gefleht: „Vergib doch meine Sünde nur noch dieses eine Mal!“ Damit hat er sich sein Urteil gesprochen, da es, wenn er diesmal nicht wirklich umkehrte, fortan keine Vergebung mehr für ihn gab. Und tatsächlich schnitt er sich diese letzte Gelegenheit zur Rettung selbst ab. Wir hören: „Er ließ die Kinder Israel nicht ziehen!“ So wird denn ohne vorhergehende Ankündigung eine drei Tage anhaltende Finsternis als neunte Plage über Ägypten verhängt, und zwar in solcher Stärke, daß man die Finsternis greifen konnte. Kein Mensch konnte den anderen sehen, keiner rührte sich von seinem Platze. Die Israeliten dagegen hatten alle hellen Tag in ihren Wohnsitzen, d.h. bei ihnen leuchtete die Sonne! – Wir können uns die Schrecklichkeit dieser dreitägigen Finsternis in Ägypten schwerlich vorstellen. Dieser Zustand bedeutete ein völliges Stocken jeder Tätigkeit. Handel und Gewerbe, Ackerbau und Rechtspflege, Verwaltung und Familienleben, alles stand still. Von Sonnenaufgang und Sonnenuntergang, von Zeit und Stunde wußte man nichts. Wie eine Ewigkeit mochten diese drei Tage dem ägyptischen Volke erscheinen. Arabische Schriftsteller des Mittelalters berichten, daß die morgenländischen Völker von jeher in einer Sonnenfinsternis eine furchtbare göttliche Strafe, ja, den Anbruch des großen Gerichtstages Gottes erblicken. Und tatsächlich war auch diese dreitägige Finsternis in Ägypten, wie es alle derartigen schrecklichen Naturereignisse sind, ein Vorbote und eine Ankündigung des großen Tages Gottes, der über die Welt hereinbrechen wird. (Lies Amos 5,16-20; Apgesch. 17,30.31; Röm. 1,16-18.)

Amos 5,16-20 -- 16 Darum so spricht der HERR, der Gott Zebaoth, der HERR: Es wird in allen Gassen Wehklagen sein, und auf allen Straßen wird man sagen: "Weh! weh!", und man wird den Ackermann zum Trauern rufen, und zum Wehklagen, wer da weinen kann. 17 In allen Weinbergen wird Wehklagen sein; denn ich will unter euch fahren, spricht der HERR. 18 Weh denen, die des HERRN Tag begehren! Was soll er euch? Denn des HERRN Tag ist Finsternis und nicht Licht. 19 Gleich als wenn jemand vor dem Löwen flöhe, und ein Bär begegnete ihm; und er käme in ein Haus und lehnte sich mit der Hand an die Wand, und eine Schlange stäche ihn. 20 Denn des HERRN Tag wird ja finster und nicht licht sein, dunkel und nicht hell. / Apostelgeschichte 17,30.31 -- 30 Und zwar hat Gott die Zeit der Unwissenheit übersehen; nun aber gebietet er allen Menschen an allen Enden, Buße zu tun, 31 darum daß er einen Tag gesetzt hat, an welchem er richten will den Kreis des Erdbodens mit Gerechtigkeit durch einen Mann, in welchem er's beschlossen hat und jedermann vorhält den Glauben, nachdem er ihn hat von den Toten auferweckt. / Römer 1,16-18 -- 16 Denn ich schäme mich des Evangeliums von Christo nicht; denn es ist eine Kraft Gottes, die da selig macht alle, die daran glauben, die Juden vornehmlich und auch die Griechen. 17 Sintemal darin offenbart wird die Gerechtigkeit, die vor Gott gilt wörtlich: "Gottes Gerechtigkeit" (vgl. Röm. 3,26), welche kommt aus Glauben in Glauben; wie denn geschrieben steht: "Der Gerechte wird seines Glaubens leben." 18 Denn Gottes Zorn vom Himmel wird offenbart über alles gottlose Wesen und Ungerechtigkeit der Menschen, die die Wahrheit in Ungerechtigkeit aufhalten.

Stoßet in die Posaune auf Zion und blaset Lärm auf Meinem heiligen Berge! Beben sollen alle Bewohner des Landes, denn es kommt der Tag des Herrn – denn er ist nahe: Ein Tag der Finsternis und der Dunkelheit, ein Tag des Gewölks und der Wolkennacht, desgleichen von Ewigkeit her nicht gewesen ist und nach ihm nicht mehr sein wird!“ – Wir werden gerade in unseren Tagen erinnert an die Worte des Propheten Jeremia: „Höret und nehmet zu Ohren und überhebet euch nicht, denn der Herr hat geredet: Gebt dem Herrn, eurem Gott. Ehre, bevor Er finster macht, und bevor eure Füße sich stoßen an Bergen der Dämmerung! Dann werdet ihr auf Licht warten, und Er verwandelt es in Todeschatten und macht es zur Dunkelheit. Wenn ihr nicht auf Ihn hört, so wird meine Seele im Verborgenen weinen wegen eures Hochmuts. Tränen wird mein Auge und von Tränen rinnen, weil die Herde des Herrn gefangen weggeführt worden ist!“ – Die Schrift bezeichnet den Zustand des durch seine Sünde von Gott getrennten Menschen als Finsternis. Gott in Seiner Heiligkeit und Seinem Haß gegen alles Böse ist Licht, die große Leuchte des gesamten Weltalls, die herrliche Licht- und Heilsquelle für Seine Menschenkinder! [Lies 1.Joh. 1,5-10.]

1. Johannes 1,5-10 -- 5 Und das ist die Verkündigung, die wir von ihm gehört haben und euch verkündigen, daß Gott Licht ist und in ihm ist keine Finsternis. 6 So wir sagen, daß wir Gemeinschaft mit ihm haben, und wandeln in der Finsternis, so lügen wir und tun nicht die Wahrheit. 7 So wir aber im Licht wandeln, wie er im Licht ist, so haben wir Gemeinschaft untereinander, und das Blut Jesu Christi, seines Sohnes, macht uns rein von aller Sünde. 8 So wir sagen, wir haben keine Sünde, so verführen wir uns selbst, und die Wahrheit ist nicht in uns. 9 So wir aber unsre Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, daß er uns die Sünden vergibt und reinigt uns von aller Untugend. 10 So wir sagen, wir haben nicht gesündigt, so machen wir ihn zum Lügner, und sein Wort ist nicht in uns.

Unser Herr Jesus ist in die Welt gekommen als die Offenbarung Gottes zum Heil für alle: „Wer sich Ihm huldigend beugt, wird nicht gerichtet, wer Ihm nicht huldigt, steht schon unter göttlichem Gericht, weil er nicht vertraut hat auf den Namen des eingeborenen Sohnes Gottes. Darin aber vollzieht dich das Gericht,daß das Licht in die Welt gekommen ist, und die Menschen haben die Finsternis mehr geliebt als das Licht, denn ihre Werke sind böse. Wer aber die Wahrheit tut, d.h. aufrichtig ist, der kommt zum Lichte!“ [Lies 1. Joh. 2,7-11.]

1. Johannes 2,7-11 -- 7 Brüder, ich schreibe euch nicht ein neues Gebot, sondern das alte Gebot, das ihr habt von Anfang gehabt. Das alte Gebot ist das Wort, das ihr von Anfang gehört habt. 8 Wiederum ein neues Gebot schreibe ich euch, das da wahrhaftig ist bei ihm und bei euch; denn die Finsternis vergeht, und das wahre Licht scheint jetzt. 9 Wer da sagt, er sei im Licht, und haßt seinen Bruder, der ist noch in der Finsternis. 10 Wer seinen Bruder liebt, der bleibt im Licht, und ist kein Ärgernis bei ihm. 11 Wer aber seinen Bruder haßt, der ist in der Finsternis und wandelt in der Finsternis und weiß nicht, wo er hingeht; denn die Finsternis hat seine Augen verblendet.

So groß der Unterschied zwischen den israelitischen und den ägyptischen Wohnorten in jenen drei Tagen war, so groß ist der Unterschied zwischen einem Menschen, der den Herrn Jesus als sein Heil und Leben angenommen hat und demjenigen, welcher sich in der Finsternis seines natürlichen Wesens bewegt.

(Mittwoch, 14. Februar 1934)

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