BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

(www.wol-blz.net)

Suchen nach:
Startseite -- Bücher AT -- 2. Mose -- 038 (Pharao verspricht, das Volk ziehen zu lassen, nimmt aber sein Versprechen zurück nach der Plage)
Diese BLZ Andacht: -- Im Original -- ERWEITERT

Vorige Andacht -- Nächste Andacht

DAS ZWEITE BUCH MOSE (Exodus)
B. GERICHT über Ägypten und RETTUNG Israels (2. Mose 7-14)

5. Pharao verspricht, das Volk ziehen zu lassen, nimmt aber sein Versprechen zurück nach der Plage (2. Mose 8,25-28)


2. MOSE 8,28-9,1 [Luth. 8,24-9,1]

24 Pharao sprach: Ich will euch lassen, daß ihr dem HERRN, eurem Gott, opfert in der Wüste; allein, daß ihr nicht ferner zieht; und bittet für mich. 25 Mose sprach: Siehe, wenn ich hinaus von dir komme, so will ich den HERRN bitten, daß dies Ungeziefer von Pharao und seinen Knechten und seinem Volk genommen werde morgen des Tages; allein täusche mich nicht mehr, daß du das Volk nicht lassest, dem HERRN zu opfern. 26 Und Mose ging hinaus von Pharao und bat den HERRN. 27 Und der HERR tat, wie Mose gesagt hatte, und schaffte das Ungeziefer weg von Pharao, von seinen Knechten und von seinem Volk, daß nicht eines übrigblieb. 28 Aber Pharao verhärtete sein Herz auch dieses Mal und ließ das Volk nicht. ... 9,1 Der HERR sprach zu Mose: Gehe hinein zu Pharao und sprich zu ihm: Also sagt der HERR, der Gott der Hebräer: Laß mein Volk, daß sie mir dienen.

Ähnlich wie der Zauberer Simon in Apgesch. 8,24 wünscht Pharao die Fürbitte Moses und Aarons; und tatsächlich wird ihm diese Bitte erfüllt!

In großer Barmherzigkeit hebt der Gott Israels die furchtbare Pein der Hundsfliegen auf. Aber obwohl Mose den Pharao warnt, er möge fernerhin nicht so trügerisch sein, nach Aufhebung der Plage seine Erlaubnis zurückzuziehen, so verstockt der ägyptische König auch diesmal sein Herz und läßt das Volk nicht ziehen. – Für wahrhaft gottesfürchtige Knechte und Mägde des Herrn ist es furchtbar, wenn sie miterleben müssen, daß ein von Gott gesuchter und geliebter Mensch, vielleicht gar ein Kind Gottes, sich wieder und wieder gegen die göttlichen Gnadenheimsuchungen verstockt. Jede neue Verhärtung ist gefährlicher für die Seele als die vorige! (Lies Apgesch. 19,9.)

Apostelgeschichte 19,9 -- Da aber etliche verstockt waren und nicht glaubten und übel redeten von dem Wege vor der Menge, wich er von ihnen und sonderte ab die Jünger und redete täglich in der Schule eines, der hieß Tyrannus.

Es heißt in Röm. 2,4b u. 5: „Willst du nicht anerkennen, daß dich Gottes Güte zur Sinnesänderung zu leiten sucht? Mit deiner Störrigkeit aber und deinem unbußfertigen Herzen häufst du dir ja selbst göttlichen Zorn und göttliche Strafe auf bis zum Tage des Zornes und der Offenbarung des gerechten Gerichts Gottes, der einem jeden vergelten wird nach seine Werken!“ [Lies Hebr. 4,3-13.]

Hebräer 4,3-13 -- 3 Denn wir, die wir glauben, gehen in die Ruhe, wie er spricht: "Daß ich schwur in meinem Zorn, sie sollten zu meiner Ruhe nicht kommen." Und zwar, da die Werke von Anbeginn der Welt gemacht waren, 4 sprach er an einem Ort von dem siebenten Tag also: "Und Gott ruhte am siebenten Tage von allen seinen Werken;" 5 und hier an diesem Ort abermals: "Sie sollen nicht kommen zu meiner Ruhe." 6 Nachdem es nun noch vorhanden ist, daß etliche sollen zu ihr kommen, und die, denen es zuerst verkündigt ist, sind nicht dazu gekommen um des Unglaubens willen, 7 bestimmt er abermals einen Tag nach solcher langen Zeit und sagt durch David: "Heute," wie gesagt ist, "so ihr seine Stimme hören werdet, so verstocket eure Herzen nicht." 8 Denn so Josua hätte sie zur Ruhe gebracht, würde er nicht hernach von einem andern Tage gesagt haben. 9 Darum ist noch eine Ruhe vorhanden dem Volke Gottes. 10 Denn wer zu seiner Ruhe gekommen ist, der ruht auch von seinen Werken gleichwie Gott von seinen. 11 So lasset uns nun Fleiß tun, einzukommen zu dieser Ruhe, auf daß nicht jemand falle in dasselbe Beispiel des Unglaubens. 12 Denn das Wort Gottes ist lebendig und kräftig und schärfer denn kein zweischneidig Schwert, und dringt durch, bis daß es scheidet Seele und Geist, auch Mark und Bein, und ist ein Richter der Gedanken und Sinne des Herzens. 13 Und keine Kreatur ist vor ihm unsichtbar, es ist aber alles bloß und entdeckt vor seinen Augen. Von dem reden wir.

Kap. 9,1: Siebenmal wiederholt der Herr durch Mose und Aaron seine heilige Forderung: „Laß mein Volk ziehen, daß sie Mir dienen!“ Nicht mehr dem Pharao, sondern dem Herrn, seinem Gott, allein sollte Israel als erlöstes Volk dienen. O daß auch uns, den aus Sünde, Welt und Eigenleben erlösten Gläubigen, dies allezeit im Vordergrund stände: „Wir sind erlöst, um Gott, dem lebendigen und wahren Gott, zu dienen und unseren Herrn Jesus aus den Himmeln zu erwarten.“ (Lies 5. Mos. 6,13; 10,20; Hebr. 12,28; Offenb. 22,3.)

5. Mose 6,13 -- sondern du sollst den HERRN, deinen Gott, fürchten und ihm dienen und bei seinem Namen schwören. / 5. Mose 10,20 -- Den HERRN, deinen Gott, sollst du fürchten, ihm sollst du dienen, ihm sollst du anhangen und bei seinem Namen schwören. / Hebräer 12,28 -- Darum, dieweil wir empfangen ein unbeweglich Reich, haben wir Gnade, durch welche wir sollen Gott dienen, ihm zu gefallen, mit Zucht und Furcht; / Offenbarung 22,3 -- Und es wird kein Verbanntes mehr sein. Und der Stuhl Gottes und des Lammes wird darin sein; und seine Knechte werden ihm dienen

Die höchste Form des Dienstes für Gott ist die Anbetung, Huldigung und Danksagung, die wir Ihm darbringen dürfen. (Ps. 100,2; Luk. 1,74; [Joh. 4,21-24; Hebr.13,15].)

Psalm 100,2 -- Dient dem HERRN mit Freuden; kommt vor sein Angesicht mit Frohlocken! / Lukas 1,74 -- daß wir, erlöst aus der Hand unserer Feinde, ihm dienten ohne Furcht unser Leben lang / Johannes 4,21-24 -- 21 Jesus spricht zu ihr: Weib, glaube mir, es kommt die Zeit, daß ihr weder auf diesem Berge noch zu Jerusalem werdet den Vater anbeten 22 Ihr wisset nicht, was ihr anbetet; wir wissen aber, was wir anbeten, denn das Heil kommt von den Juden. 23 Aber es kommt die Zeit und ist schon jetzt, daß die wahrhaftigen Anbeter werden den Vater anbeten im Geist und in der Wahrheit; denn der Vater will haben, die ihn also anbeten. 24 Gott ist Geist, und die ihn anbeten, die müssen ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten. / Hebräer 13,15 -- So lasset uns nun opfern durch ihn das Lobopfer Gott allezeit, das ist die Frucht der Lippen, die seinen Namen bekennen.

Im Himmel wird es heißen: „Seine Knechte werden Ihm dienen, und sie werden Sein Angesicht sehen, und Sein Name wird an ihren Stirnen sein!“ – Allerdings umfaßt der Dienst Gottes alles, was wir tun vom Morgen bis zum Abend; denn wir dürfen ja jede, auch die kleinste Verrichtung für unseren herrlichen Gott und mit Ihm tun. Paulus schreibt den römischen Christen: „Weiht euch Gott aus Dankbarkeit für Seine Erbarmungen! Weiht Ihm euren Leib als ein lebendiges, heiliges, Ihm wohlgefälliges Opfer. Das bedeutet einen wahrhaft geistlichen Gottesdienst!“ - Selbst den gläubigen Sklaven wurde ihre Arbeit köstlich dadurch, daß Paulus ihnen schreiben kann: „Was irgend ihr tut, das arbeitet von Herzen als dem Herrn und nicht den Menschen, da ihr ja wißt, daß ihr zum Lohn dafür das himmlische Erbe von dem Herrn empfangen werdet. Ihr dienet Christus, dem Herrn!

Ein Tagwerk für den Heiland,
Wie groß ist der Beruf!
Es ist kein Zwingen,

Es ist ein Dringen
Der Liebe, die mich schuf.
Ich bin nicht mein,

Mein alles ist ja Sein.
Ein Tagwerk für den Heiland,
das ist der Mühe wert.

(Donnerstag, 8. Februar 1934)

www.WoL-BLZ.net

Zuletzt geändert am 10.07.2015 09:21 Uhr | powered by PmWiki (pmwiki-2.2.109)