BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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Startseite -- Bücher AT -- 1. Mose -- 603 ( Potifars Frau will Josef verführen. Der lehnt ab, läuft davon und wird von ihr lügend der Unzucht bezichtigt )
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DAS ERSTE BUCH MOSE (Genesis)
F. JOSEF und wie Israel nach Ägypten kam (1. Mose 37,1 - 50,26)

9. Potifars Frau will Josef verführen. Der lehnt ab, läuft davon und wird von ihr lügend der Unzucht bezichtigt (1. Mose 39,7-18)


1. MOSE 39,7-9

7 Und es begab sich nach dieser Geschichte, daß seines Herrn Weib ihre Augen auf Joseph warf und sprach: Schlafe bei mir! 8 Er weigerte sich aber und sprach zu ihr: Siehe, mein Herr nimmt sich keines Dinges an vor mir, was im Hause ist, und alles, was er hat, das hat er unter meine Hände getan, 9 und hat nichts so Großes in dem Hause, das er mir verhohlen habe, außer dir, indem du sein Weib bist. Wie sollte ich denn nun ein solch groß Übel tun und wider Gott sündigen

PSALM 109,30.31

30 Ich will dem HERRN sehr danken mit meinem Munde und ihn rühmen unter vielen. 31 Denn er steht dem Armen zur Rechten, daß er ihm helfe von denen, die sein Leben verurteilen.

Josephs Streben schien jetzt ein befriedigendes Ziel erreicht zu haben. Menschlich gedacht konnte er nicht mehr höher steigen. Gott aber hatte noch Größeres mit ihm im Sinn! Auf die Höhen irdischer Macht wollte Er ihn emporheben und durch ihn Seine göttlichen Heilsabsichten im Blick auf das zukünftige Israel fördern. Darum tauchte Er ihn jetzt aufs neue tief in den heißen Tiegel des Leidens hinein! Ja, Gott ließ es zu, daß an Joseph eine Versuchung herantrat, die viel gefährlicher war als alle bisherigen. Seine Herrin, die Frau Potiphars, war nicht blind für seine Schönheit und wurde ihm zur Versucherin. Tag für Tag und immer zudringlicher trat sie ihm nahe mit ihrer verführerischen Art. Wir dürfen glauben, daß Joseph nicht unverletzt aus dieser fortgesetzten, so sehr verfänglichen Umkreisung herausgekommen wäre, wenn er nicht aus tiefstem Herzen und aus innerster Gottesfurcht heraus eine vollständig ablehnende Stellung der Frau seines Herrn gegenüber eingenommen hätte. Gott stand ihm vor Augen, und vor Gottes Angesicht stand und wandelte Joseph in tiefer Ehrfurcht. [Lies Ps. 16,8; vgl. 62,6.7; 129,1–4; 26,1–4.]

Psalm 16,8 -- Ich habe den HERRN allezeit vor Augen; denn er ist mir zur Rechten, so werde ich fest bleiben. / Psalm 62,6.7 -- 6 Aber sei nur stille zu Gott, meine Seele; denn er ist meine Hoffnung. 7 Er ist mein Hort, meine Hilfe und mein Schutz, daß ich nicht fallen werde. / Psalm 129,1-4 -- 1 Ein Lied im höhern Chor. Sie haben mich oft gedrängt von meiner Jugend auf, so sage Israel, 2 sie haben mich oft gedrängt von meiner Jugend auf; aber sie haben mich nicht übermocht. 3 Die Pflüger haben auf meinen Rücken geackert und ihre Furchen lang gezogen. 4 Der HERR, der gerecht ist, hat der Gottlosen Seile abgehauen. / Psalm 26,1-4 -- 1 Ein Psalm Davids. HERR, schaffe mir Recht; denn ich bin unschuldig! Ich hoffe auf den HERRN; darum werde ich nicht fallen. 2 Prüfe mich, HERR, und versuche mich; läutere meine Nieren und mein Herz. 3 Denn deine Güte ist vor meinen Augen, und ich wandle in deiner Wahrheit. 4 Ich sitze nicht bei den eitlen Leuten und habe nicht Gemeinschaft mit den Falschen.

Nein, Joseph blieb fest in seinem Herzensvorsatz; er ging der Frau aus dem Weg wie er nur konnte. Nichts wollte er von der Sünde, sondern er hatte nur ein volles, glattes Nein für sie. Andererseits wollte er die Frau seines Herrn auch nicht bloßstellen und seinem Gott nicht aus der Schule laufen, sonst hätte er ja keinesfalls ihre Aufdringlichkeit solch lange Zeit ertragen. Wer gab ihm wohl die Kraft, so zu handeln und in der Stunde der Versuchung sich zu bewähren – dem Bösen zu widerstehen? Es war der Herr Selbst, sein Gott! (Lies Judas 24.25; vgl. Ps. 16,1; Jes. 27,2.3; 5. Mose 32,10.)

Judas 24.25 -- 24 Dem aber, der euch kann behüten ohne Fehl und stellen vor das Angesicht seiner Herrlichkeit unsträflich mit Freuden, 25 dem Gott, der allein weise ist, unserm Heiland, sei Ehre und Majestät und Gewalt und Macht nun und zu aller Ewigkeit! Amen. / Psalm 16,1 -- Ein gülden Kleinod Davids. Bewahre mich Gott; denn ich traue auf dich. / Jesaja 27,2.3 -- 2 Zu der Zeit wird man singen von dem Weinberge des besten Weins: 3 Ich, der HERR, behüte ihn und feuchte ihn bald, daß man seine Blätter nicht vermisse; ich will ihn Tag und Nacht behüten. / 5. Mose 32,10 -- Er fand ihn in der Wüste, in der dürren Einöde, da es heult. Er umfing ihn und hatte acht auf ihn; er behütete ihn wie seinen Augapfel.

(Mittwoch, 8. Juli 1953)

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