BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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Startseite -- Bücher AT -- 1. Mose -- 545 ( Sichem, der Sohn Hamors, vergewaltigt DINA und wünscht, sie zur Frau zu bekommen )
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DAS ERSTE BUCH MOSE (Genesis)
E. JAKOB, seine Verwandtschaft und seine zwölf Söhne (1. Mose 25,19 - 36,43)

41. Sichem, der Sohn Hamors, vergewaltigt DINA und wünscht, sie zur Frau zu bekommen (1. Mose 34,1-7)


1. MOSE 34,1-7

1 Dina aber, Leas Tochter, die sie Jakob geboren hatte, ging heraus, die Töchter des Landes zu sehen. 2 Da die sah Sichem, Hemors Sohn, des Heviters, der des Landes Herr war, nahm er sie und lag bei ihr und schwächte sie. 3 Und sein Herz hing an ihr, und er hatte die Dirne lieb und redete freundlich mit ihr. 4 und Sichem sprach zu seinem Vater Hemor: Nimm mir das Mägdlein zum Weibe. 5 Und Jakob erfuhr, daß seine Tochter Dina geschändet war; und seine Söhne waren mit dem Vieh auf dem Felde, und Jakob schwieg bis daß sie kamen. 6 Da ging Hemor, Sichems Vater, heraus zu Jakob, mit ihm zu reden. 7 Indes kamen die Söhne Jakobs vom Felde. Und da sie es hörten, verdroß es die Männer, und sie wurden sehr zornig, daß er eine Torheit an Israel begangen und bei Jakobs Tochter gelegen hatte, denn so sollte es nicht sein

GALATER 5,25

So wir im Geist leben, so lasset uns auch im Geist wandeln.

Nach der allgemeinen Anschauung der damaligen Zeit – wie auch weiter Kreise unserer Gegenwart! – war das, was Sichem und Dina getan hatten, nicht so besonders schlimm. Doch vor Gott bedeutet jede Unsittlichkeit große Sünde! Ein neuer Mensch in Christus Jesus hat unter der Wirkung Gottes ein total anderes Empfinden! Uns Kindern Gottes ist es völlig klar, daß jede Unreinheit, jeder Fehltritt auf sittlichem Gebiet, ein unendlicher Schade für das Leben und den Charakter eines Menschen bedeutet. Wir sind überzeugt, daß eine Ehe nur dann wirklich glücklich und gesegnet sein kann, wenn die beiden jungen Menschen sich bis zu ihrer Verheiratung ganz rein und heilig haben bewahren lassen. Jesus sagt: „Glückselig die Menschen reinen Herzens, denn sie sollen jetzt und ewiglich Gott schauen!“ [Matth. 5,8; vgl. Spr. 22,11.]

Matthäus 5,8 -- Selig sind, die reines Herzens sind; denn sie werden Gott schauen. / Sprüche 22,11 -- Wer ein treues Herz und liebliche Rede hat, des Freund ist der König.

In Psalm 24 lesen wir: „Wer wird steigen auf den Berg des Herrn, und wer wird stehen an heiliger Stätte? Wer unschuldiger Hände und reinen Herzens ist, der wird Segen empfangen von dem Herrn und Gerechtigkeit von dem Gott seines Heils!“ (Lies Jer. 4,14; Hes. 18,5–9.)

Jeremia 4,14 -- So wasche nun, Jerusalem, dein Herz von der Bosheit, auf daß dir geholfen werde. Wie lange wollen bei dir bleiben deine leidigen Gedanken?/ Hesekiel 18,5-9 -- 5 Wenn nun einer fromm ist, der recht und wohl tut, 6 der auf den Bergen nicht isset, der seine Augen nicht aufhebt zu den Götzen des Hauses Israel und seines Nächsten Weib nicht befleckt und liegt nicht bei der Frau in ihrer Krankheit, 7 der niemand beschädigt, der dem Schuldner sein Pfand wiedergibt, der niemand etwas mit Gewalt nimmt, der dem Hungrigen sein Brot mitteilt und den Nackten kleidet, 8 der nicht wuchert, der nicht Zins nimmt, der seine Hand vom Unrechten kehrt, der zwischen den Leuten recht urteilt, 9 der nach meinen Rechten wandelt und meine Gebote hält, daß er ernstlich darnach tue: das ist ein frommer Mann, der soll das Leben haben, spricht der Herr, HERR.

Es möchte nun vielleicht jemand leichtfertig einwenden: „Ach, eine solch tiefgreifende Bedeutung hat doch eine einmalige, flüchtige Vereinigung nicht; das ist ja etwas, was nur vorübergehend und äußerlich ist. Soll das für den inneren Menschen eine Bedeutung haben?“ Der Apostel Paulus bestreitet eine solch oberflächliche Behauptung gänzlich, indem er sich auf Gottes Wort beruft: „Flieht die Unreinheit! Jede Sünde, die ein Mensch begehen mag, geschieht außerhalb des Leibes, die Unzüchtigen jedoch versündigen sich an ihrem Leibe.“ – O möchten alle, die sich gläubig nennen, mit Furcht und Zittern ihrer hohen Berufung und Begnadigung eingedenk bleiben und niemals in unreine Gedanken oder in eine unreine Tat einwilligen! (Lies Gal. 5,16–24; [Röm. 12,1.2; 1. Joh. 5,18.19].)

Galater 5,16-24 -- 16 Ich sage aber: Wandelt im Geist, so werdet ihr die Lüste des Fleisches nicht vollbringen. 17 Denn das Fleisch gelüstet wider den Geist, und der Geist wider das Fleisch; dieselben sind widereinander, daß ihr nicht tut, was ihr wollt. 18 Regiert euch aber der Geist, so seid ihr nicht unter dem Gesetz. 19 Offenbar sind aber die Werke des Fleisches, als da sind: Ehebruch, Hurerei, Unreinigkeit, Unzucht, 20 Abgötterei, Zauberei, Feindschaft, Hader, Neid, Zorn, Zank, Zwietracht, Rotten, Haß, Mord, 21 Saufen, Fressen und dergleichen, von welchen ich euch zuvor gesagt und sage noch zuvor, daß, die solches tun, werden das Reich Gottes nicht erben. 22 Die Frucht aber des Geistes ist Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Gütigkeit, Glaube, Sanftmut, Keuschheit. 23 Wider solche ist das Gesetz nicht. 24 Welche aber Christo angehören, die kreuzigen ihr Fleisch samt den Lüsten und Begierden / Römer 12,1.2 -- 1 Ich ermahne euch nun, liebe Brüder, durch die Barmherzigkeit Gottes, daß ihr eure Leiber begebet zum Opfer, das da lebendig, heilig und Gott wohlgefällig sei, welches sei euer vernünftiger Gottesdienst. 2 Und stellet euch nicht dieser Welt gleich, sondern verändert euch durch die Erneuerung eures Sinnes, auf daß ihr prüfen möget, welches da sei der gute, wohlgefällige und vollkommene Gotteswille. / 1. Johannes 5.18.19 -- 18 Wir wissen, daß, wer von Gott geboren ist, der sündigt nicht; sondern wer von Gott geboren ist, der bewahrt sich, und der Arge wird ihn nicht antasten. 19 Wir wissen, daß wir von Gott sind und die ganze Welt im Argen liegt.

(Montag, 12. Januar 1953)

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