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Startseite -- Bücher AT -- 1. Mose -- 376 (Die Engel bringen Lot und seine Familie aus Sodom heraus)
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DAS ERSTE BUCH MOSE (Genesis)
D. ABRAHAM, seine Verwandtschaft und seine acht Söhne (1. Mose 11,10 - 25,18)

30. Die Engel bringen Lot und seine Familie aus Sodom heraus (1. Mose 19,15-16)


1. MOSE 19,15.16

15 Da nun die Morgenröte aufging, hießen die Engel den Lot eilen und sprachen: Mache dich auf, nimm dein Weib und deine zwei Töchter, die vorhanden sind, daß du nicht auch umkommst in der Missetat dieser Stadt. 16 Da er aber verzog, ergriffen die Männer ihn und sein Weib und seine zwei Töchter bei der Hand, darum daß der HERR ihn verschonte, und führten ihn hinaus und ließen ihn draußen vor der Stadt.

LUKAS 13,23-33

23 Es sprach aber einer zu ihm: HERR, meinst du, daß wenige selig werden? Er aber sprach zu ihnen: 24 Ringet darnach, daß ihr durch die enge Pforte eingehet; denn viele werden, das sage ich euch, darnach trachten, wie sie hineinkommen, und werden's nicht tun können. 25 Von dem an, wenn der Hauswirt aufgestanden ist und die Tür verschlossen hat, da werdet ihr dann anfangen draußen zu stehen und an die Tür klopfen und sagen: HERR, HERR, tu uns auf! Und er wird antworten und zu euch sagen: Ich kenne euch nicht, wo ihr her seid? 26 So werdet ihr dann anfangen zu sagen: Wir haben vor dir gegessen und getrunken, und auf den Gassen hast du uns gelehrt. 27 Und er wird sagen: Ich sage euch: Ich kenne euch nicht, wo ihr her seid; weichet alle von mir, ihr Übeltäter. 28 Da wird sein Heulen und Zähneklappen, wenn ihr sehen werdet Abraham und Isaak und Jakob und alle Propheten im Reich Gottes, euch aber hinausgestoßen. 29 Und es werden kommen vom Morgen und vom Abend, von Mitternacht und vom Mittage, die zu Tische sitzen werden im Reich Gottes. 30 Und siehe, es sind Letzte, die werden die Ersten sein, und sind Erste, die werden die Letzten sein. 31 An demselben Tage kamen etliche Pharisäer und sprachen zu ihm: Hebe dich hinaus und gehe von hinnen; denn Herodes will dich töten! 32 Und er sprach zu ihnen: Gehet hin und saget diesem Fuchs: Siehe, ich treibe Teufel aus und mache gesund heut und morgen, und am dritten Tage werde ich ein Ende nehmen. 33 Doch muß ich heute und morgen und am Tage darnach wandeln; denn es tut's nicht, daß ein Prophet umkomme außer Jerusalem.

Nun galt es für Lot noch das Nötigste in seinem Hause zusammenzupacken, denn Eile tat not! Ehe der Morgen anbrach mußten sie die Stadt verlassen haben; mit Sonnenaufgang sollte ja das Verderben hereinbrechen. Schaut, wie Lot, seine Frau und beiden Töchter hasten und jagen – wie sie einpacken und wieder auspacken – wie sie in der Bestürzung Wertloses hervorsuchen und einpacken, und das Wertvolle liegen lassen. Nur zu schnell vergehen die kurzen Nachtstunden. Schon färbt der Himmel im Osten sich rot. Nun hießen die Engel Lot sich eilen. So gestaltete sich seine Rettung fast zu einem Gewaltakt. Lot fehlte der innere Gehorsam des Glaubens, den wir bei Abraham nach jeder empfangenen Gottesoffenbarung finden! Wirklich, Abraham ließ sich in den einzelnen Entscheidungen und Handlungen seines Lebens bestimmen durch die ihm zuteil werdende Offenbarung. So floß sein Leben aus dem Inneren heraus und wurde getragen durch den freien Entschluß seines Willens. Lot dagegen zögerte, obwohl die Boten Gottes ihn drängten. Nur durch ihr Drängen konnte er noch dem Gericht entgehen! Die Eile der Engel war tatsächliche Hilfe; es war das Drängen der Liebe, die keine abschlägige Antwort annehmen wollte. Die beiden Engel hatten nur vier Hände; jede Hand umfaßte die Hand eines zögernden Sünders! Ach, daß wir diese göttliche Begeisterung des Retters besser kennten und stets uns von ihr treiben ließen. Sie reißt Menschen aus dem Feuer und rettet sie vor dem Verderben in Gottes Herrlichkeit! [Lies Jes. 62,6.7; Klagel. 2,19; Ps. 74,18; vgl. 4. Mose 14,17-20.]

Jesaja 62,6.7 -- 6 O Jerusalem, ich will Wächter auf deine Mauern bestellen, die den ganzen Tag und die ganze Nacht nimmer stillschweigen sollen und die des HERRN gedenken sollen, auf daß bei euch kein Schweigen sei 7 und ihr von ihm nicht schweiget, bis daß Jerusalem zugerichtet und gesetzt werde zum Lobe auf Erden. / Klagelieder 2,19-- Stehe des Nachts auf und schreie; schütte dein Herz aus in der ersten Wache gegen den HERRN wie Wasser; hebe deine Hände gegen ihn auf um der Seelen willen deiner jungen Kinder, die vor Hunger verschmachten vorn an allen Gassen! / Psalm 74,18 -- So gedenke doch des, daß der Feind den HERRN schmäht und ein töricht Volk lästert deinen Namen. / 4. Mose 14,17-20 -- 17 So laß nun die Kraft des HERRN groß werden, wie du gesagt hast und gesprochen: 18 Der HERR ist geduldig und von großer Barmherzigkeit und vergibt Missetat und Übertretung und läßt niemand ungestraft sondern sucht heim die Missetat der Väter über die Kinder ins dritte und vierte Glied. 19 So sei nun gnädig der Missetat dieses Volks nach deiner großen Barmherzigkeit, wie du auch vergeben hast diesem Volk aus Ägypten bis hierher. 20 Und der HERR sprach: Ich habe es vergeben, wie du gesagt hast.
Herr, o gib doch meinem Herzen göttliche Begeisterung,
Die nicht achtet Not und Schmerzen, sondern stets sucht Deinen Ruhm!
Schenk mir mehr heil’ges Feuer, laß mein Herz in Flammen stehn,
Daß mir nie ein Preis zu teuer, sollt es auch zum Tode gehn!

(Mittwoch, 11. April 1951)

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Zuletzt geändert am 16.03.2014 21:07 Uhr | powered by PmWiki (pmwiki-2.2.109)