BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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Startseite -- Bücher AT -- 1. Mose -- 341 (Die Beschneidung der männlichen Vorhaut als Zeichen des ewigen Bundes)
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DAS ERSTE BUCH MOSE (Genesis)
D. ABRAHAM, seine Verwandtschaft und seine acht Söhne (1. Mose 11,10 - 25,18)

20. Die Beschneidung der männlichen Vorhaut als Zeichen des ewigen Bundes (1. Mose 17,10-14)


1. MOSE 17,10-14

10 Das ist aber mein Bund, den ihr halten sollt zwischen mir und euch und deinem Samen nach dir: Alles, was männlich ist unter euch, soll beschnitten werden. 11 Ihr sollt aber die Vorhaut an eurem Fleisch beschneiden. Das soll ein Zeichen sein des Bundes zwischen mir und euch. 12 Ein jegliches Knäblein, wenn's acht Tage alt ist, sollt ihr beschneiden bei euren Nachkommen. 13 Beschnitten werden soll alles Gesinde, das dir daheim geboren oder erkauft ist. Und also soll mein Bund an eurem Fleisch sein zum ewigen Bund. 14 Und wo ein Mannsbild nicht wird beschnitten an der Vorhaut seines Fleisches, des Seele soll ausgerottet werden aus seinem Volk, darum daß es meinen Bund unterlassen hat.

RÖMER 2,28.29

28 Denn das ist nicht ein Jude, der auswendig ein Jude ist, auch ist das nicht eine Beschneidung, die auswendig am Fleisch geschieht; 29 sondern das ist ein Jude, der's inwendig verborgen ist, und die Beschneidung des Herzens ist eine Beschneidung, die im Geist und nicht im Buchstaben geschieht. Eines solchen Lob ist nicht aus Menschen, sondern aus Gott.

Gott hat Abraham nicht nur herrliche Verheißungen und Segnungen gegeben, sondern legt ihm auch für sich und seine Nachkommen eine heilige Verpflichtung auf. Sie sollen ihre Bereitwilligkeit, Gottes Bund zu halten, an den Tag legen dadurch, daß sie ein äußeres Zeichen an ihrem Leib tragen - das Zeichen der Beschneidung! Die Beschneidung bedeutet für den Israeliten die Aufnahme in die Volksgemeinschaft des Alten Bundes. Dieses Beschneidungszeichen war eine Anerkennung der Gerechtigkeit und des göttlichen Wohlgefallens, das Abraham schon vorher für sich und seine Nachkommen durch seinen Glauben von Gott erlangt hatte. - Die Beschneidung deutet hin auf das Todesurteil Gottes über unseren alten sündigen Menschen. Dieser verdient nichts anderes als den Tod. [Lies Röm. 6,6-14; Kol. 2,9-11.]

Römer 6,6-14 -- 6 dieweil wir wissen, daß unser alter Mensch samt ihm gekreuzigt ist, auf daß der sündliche Leib aufhöre, daß wir hinfort der Sünde nicht mehr dienen. 7 Denn wer gestorben ist, der ist gerechtfertigt von der Sünde. 8 Sind wir aber mit Christo gestorben, so glauben wir, daß wir auch mit ihm leben werden, 9 und wissen, daß Christus, von den Toten auferweckt, hinfort nicht stirbt; der Tod wird hinfort nicht mehr über ihn herrschen. 10 Denn was er gestorben ist, das ist er der Sünde gestorben zu einem Mal; was er aber lebt, das lebt er Gott. 11 Also auch ihr, haltet euch dafür, daß ihr der Sünde gestorben seid und lebt Gott in Christo Jesus, unserm HERRN. 12 So lasset nun die Sünde nicht herrschen in eurem sterblichen Leibe, ihr Gehorsam zu leisten in seinen Lüsten. 13 Auch begebet nicht der Sünde eure Glieder zu Waffen der Ungerechtigkeit, sondern begebet euch selbst Gott, als die da aus den Toten lebendig sind, und eure Glieder Gott zu Waffen der Gerechtigkeit. 14 Denn die Sünde wird nicht herrschen können über euch, sintemal ihr nicht unter dem Gesetz seid, sondern unter der Gnade. / Kolosser 2,9-11 -- 9 Denn in ihm wohnt die ganze Fülle der Gottheit leibhaftig, 10 und ihr seid vollkommen in ihm, welcher ist das Haupt aller Fürstentümer und Obrigkeiten; 11 in welchem ihr auch beschnitten seid mit der Beschneidung ohne Hände, durch Ablegung des sündlichen Leibes im Fleisch, nämlich mit der Beschneidung Christi.

Nun ist unser Herr Jesus Christus gekommen und hat für alle, die sich Ihm anvertrauen, den furchtbaren Straftod am Kreuz statt unser erlitten! Wer also Christus huldigt und in Seine Nachfolge tritt, der darf sich auch der vollen Erlösung und Gerechtigkeit freuen, die Gott in Christus Jesus uns schenkt! Nun kommt alles darauf an, daß wir, die Erlösten, täglich praktisch beweisen, daß wir mit dem Sohn Gottes gestorben und auferstanden sind - daß wir in Ihm unsere Kraft und Freude, unseren Sieg und unser Leben haben und Gott preisen können durch unseren Alltag, durch unsere Gesinnung und unser Tun! Schon Mose rief dem geliebten Volke Gottes zu: „Beschneidet doch euer Herz und seid nicht halsstarrig!“ Und im Neuen Testament wird uns, den an Christus Gläubigen, zugerufen: „Wir sind die wahrhaft Beschnittenen, die wir in der Kraft des Geistes Gottes leben, die wir uns des Herrn Jesu rühmen und nicht auf eigene Vorzüge bauen!“ ([Phil. 3,3]; lies Phil. 3,3-9; KoI. 2,11-15.)

Philipper 3,3-9 -- 3 Denn wir sind die Beschneidung, die wir Gott im Geiste dienen und rühmen uns von Christo Jesu und verlassen uns nicht auf Fleisch, 4 wiewohl ich auch habe, daß ich mich Fleisches rühmen könnte. So ein anderer sich dünken läßt, er könnte sich Fleisches rühmen, ich könnte es viel mehr: 5 der ich am achten Tag beschnitten bin, einer aus dem Volk von Israel, des Geschlechts Benjamin, ein Hebräer von Hebräern und nach dem Gesetz ein Pharisäer, 6 nach dem Eifer ein Verfolger der Gemeinde, nach der Gerechtigkeit im Gesetz gewesen unsträflich. 7Aber was mir Gewinn war, das habe ich um Christi willen für Schaden geachtet. 8 Ja, ich achte es noch alles für Schaden gegen die überschwengliche Erkenntnis Christi Jesu, meines HERRN, um welches willen ich alles habe für Schaden gerechnet, und achte es für Kot, auf daß ich Christum gewinne 9 und in ihm erfunden werde, daß ich nicht habe meine Gerechtigkeit, die aus dem Gesetz, sondern die durch den Glauben an Christum kommt, nämlich die Gerechtigkeit, die von Gott dem Glauben zugerechnet wird. / Kolosser 2,11-15 -- 11 in welchem ihr auch beschnitten seid mit der Beschneidung ohne Hände, durch Ablegung des sündlichen Leibes im Fleisch, nämlich mit der Beschneidung Christi, 12 indem ihr mit ihm begraben seid durch die Taufe; in welchem ihr auch seid auferstanden durch den Glauben, den Gott wirkt, welcher ihn auferweckt hat von den Toten. 13 Und er hat euch auch mit ihm lebendig gemacht, da ihr tot waret in den Sünden und in eurem unbeschnittenen Fleisch; und hat uns geschenkt alle Sünden 14 und ausgetilgt die Handschrift, so wider uns war, welche durch Satzungen entstand und uns entgegen war, und hat sie aus dem Mittel getan und an das Kreuz geheftet; 15 und hat ausgezogen die Fürstentümer und die Gewaltigen und sie schaugetragen öffentlich und einen Triumph aus ihnen gemacht durch sich selbst.

(Dienstag, 24. Oktober 1950)

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Zuletzt geändert am 21.02.2014 20:37 Uhr | powered by PmWiki (pmwiki-2.2.109)