BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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Startseite -- Bücher AT -- 1. Mose -- 057 (EXKURS: Die Gottesebenbildlichkeit des Menschen)
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DAS ERSTE BUCH MOSE (Genesis)
A. Die SCHÖPFUNG (1. Mose 1,1 - 2,4a)

EXKURS: Die Gottesebenbildlichkeit des Menschen


MATTHÄUS 12,36.37

36 Ich sage euch aber, daß die Menschen müssen Rechenschaft geben am Jüngsten Gericht von einem jeglichen unnützen Wort, das sie geredet haben. 37 Aus deinen Worten wirst du gerechtfertigt werden, und aus deinen Worten wirst du verdammt werden.

RÖMER 14,10-12

10 Du aber, was richtest du deinen Bruder? Oder, du anderer, was verachtest du deinen Bruder? Wir werden alle vor den Richtstuhl Christi dargestellt werden; 11 denn es steht geschrieben: "So wahr ich lebe, spricht der HERR, mir sollen alle Kniee gebeugt werden, und alle Zungen sollen Gott bekennen." 12 So wird nun ein jeglicher für sich selbst Gott Rechenschaft geben.

Auch das Gedächtnis ist ein mächtiger Faktor in unserer von Gott geschaffenen Veranlagung. Was für eine Macht über Zeit und Raum liegt in unserem Gedächtnis, in unserer Erinnerung – fast ein Stück von Gottes Allgegenwart und Allwissenheit! Längst Vergangenes hat unsere Seele einst erfaßt und beunruhigt. Und jetzt, nachdem im Lauf der Zeit Fluten des Schmerzes und der Freude über unser Inneres dahingegangen sind – nachdem wir Unzähliges erlebt, getan, gesprochen und gedacht haben und vielleicht ein ganzes Menschenleben darüber hingegangen ist, hat diese Erinnerungskraft noch Macht, aus dem Ozean der Vergangenheit nach unserem Willen oder auch ganz gegen unseren Willen das scheinbar längst Verschwundene wieder heraufzuholen! (Lies Hes. 21,23 bis 29; Pred. 12,13.14.)

Hesekiel 21,23-29 -- 23 Und des HERRN Wort geschah zu mir und sprach: 24 Du Menschenkind, mache zwei Wege, durch welche kommen soll das Schwert des Königs zu Babel; sie sollen aber alle beide aus einem Lande gehen. 25 Und stelle ein Zeichen vorn an den Weg zur Stadt, dahin es weisen soll; und mache den Weg, daß das Schwert komme gen Rabba der Kinder Ammon und nach Juda, zu der festen Stadt Jerusalem. 26 Denn der König zu Babel wird sich an die Wegscheide stellen, vorn an den zwei Wegen, daß er sich wahrsagen lasse, mit den Pfeilen das Los werfe, seinen Abgott frage und schaue die Leber an. 27 Und die Wahrsagung wird auf die rechte Seite gen Jerusalem deuten, daß er solle Sturmböcke hinanführen lassen und Löcher machen und mit großem Geschrei sie überfalle und morde, und daß er Böcke führen soll wider die Tore und da Wall aufschütte und Bollwerk baue. 28 Aber es wird sie solches Wahrsagen falsch dünken, er schwöre, wie teuer er will. Er aber wird denken an die Missetat, daß er sie gewinne. 29 Darum spricht der Herr, HERR also: Darum daß euer gedacht wird um eure Missetat und euer Ungehorsam offenbart ist, daß man eure Sünden sieht in allem eurem Tun, ja, darum daß euer gedacht wird, werdet ihr mit Gewalt gefangen werden. / Prediger 12,13.14 -- 13 Laßt uns die Hauptsumme alle Lehre hören: Fürchte Gott und halte seine Gebote; denn das gehört allen Menschen zu. 14 Denn Gott wird alle Werke vor Gericht bringen, alles, was verborgen ist, es sei gut oder böse.

Der siebzig-oder achtzigjährige Greis sieht heute noch die Stube, in der er als Kind gespielt und hört noch die Stimme der längst verstorbenen Mutter. Wahrlich, unser Erinnerungsvermögen ist eine gewaltige Macht der menschlichen Seele! Nach Wahrnehmungen, die man an Menschen in hohem Alter, in Krankheit, sogar im Wahnsinn oder im Sterben gemacht hat, ist die Macht des Gewissens und der Erinnerung weit stärker, als wir uns gewöhnlich vorstellen! Man muß annehmen, daß die menschliche Seele überhaupt nichts wirklich vergißt, sondern es wird nur zeitweise dieses oder jenes Erlebte in ihr von anderem zugedeckt. Einst jedoch wird aus ihren Tiefen alles Erlebte, jede Tat und jedes Wort, ja jeder Gedanke lebendig, wahr und völlig wieder aufleben, damit die darnach von Gott gerichtet werde. Die Schrift sagt: „Was da ist, war längst und was noch kommen wird, ist schon längst gewesen, denn Gott sucht das Vergangene, Verdrängte wieder hervor!“ [Pred. 3,15; 11,9; Luk 12,2.3; Apg. 17,30.31.]

Prediger 3,15 -- 15 Was geschieht, das ist zuvor geschehen, und was geschehen wird, ist auch zuvor geschehen; und Gott sucht wieder auf, was vergangen ist. / Prediger 11,9 -- 9 So freue dich, Jüngling, in deiner Jugend und laß dein Herz guter Dinge sein in deiner Jugend. Tue, was dein Herz gelüstet und deinen Augen gefällt, und wisse, daß dich Gott um dies alles wird vor Gericht führen. / Lukas 12,2.3 -- 2 Es ist aber nichts verborgen, das nicht offenbar werde, noch heimlich, das man nicht wissen werde. 3 Darum, was ihr in der Finsternis saget, das wird man im Licht hören; was ihr redet ins Ohr in den Kammern, das wird man auf den Dächern predigen. / Apostelgeschichte 17,30.31 – 30 Und zwar hat Gott die Zeit der Unwissenheit übersehen; nun aber gebietet er allen Menschen an allen Enden, Buße zu tun, 31 darum daß er einen Tag gesetzt hat, an welchem er richten will den Kreis des Erdbodens mit Gerechtigkeit durch einen Mann, in welchem er's beschlossen hat und jedermann vorhält den Glauben, nachdem er ihn hat von den Toten auferweckt.

Wir lesen in Offb. 20,12 u. 13: „Ich sah die Toten, die Großen und die Kleinen, vor dem Thron Gottes stehen. Und Bücher wurden aufgetan und die Toten wurden gerichtet, nachdem, was in den Büchern geschrieben stand nach ihren Werken! Und das Meer gab die Toten wieder, die in ihm waren, und auch der Tod und das Totenreich gaben die Toten heraus, die in ihnen waren und sie wurden gerichtet, ein jeder nach seinen Werken!“ Lieber Leser, bist du schon in Christus Jesus für Zeit und Ewigkeit? [Lies Joh. 3,36; Apg. 4,12; Tit. 2,11-15; 3,4-8.]

Johannes 3,36 -- 36 Und wer da schneidet, der empfängt Lohn und sammelt Frucht zum ewigen Leben, auf daß sich miteinander freuen, der da sät und der da schneidet. / Apostelgeschichte 4,12 -- 12 Und ist in keinem andern Heil, ist auch kein andrer Name unter dem Himmel den Menschen gegeben, darin wir sollen selig werden. / Titus 2,11-15 -- 11 Denn es ist erschienen die heilsame Gnade Gottes allen Menschen 12 und züchtigt uns, daß wir sollen verleugnen das ungöttliche Wesen und die weltlichen Lüste, und züchtig, gerecht und gottselig leben in dieser Welt 13 und warten auf die selige Hoffnung und Erscheinung der Herrlichkeit des großen Gottes und unsers Heilandes, Jesu Christi, 14 der sich selbst für uns gegeben hat, auf daß er uns erlöste von aller Ungerechtigkeit und reinigte sich selbst ein Volk zum Eigentum, das fleißig wäre zu guten Werken. 15 Solches rede und ermahne und strafe mit gutem Ernst. Laß dich niemand verachten. / Titus 3,4-8 -- 4 Da aber erschien die Freundlichkeit und Leutseligkeit Gottes, unsers Heilandes, 5 nicht um der Werke willen der Gerechtigkeit, die wir getan hatten, sondern nach seiner Barmherzigkeit machte er uns selig durch das Bad der Wiedergeburt und Erneuerung des heiligen Geistes, 6 welchen er ausgegossen hat über uns reichlich durch Jesum Christum, unsern Heiland, 7 auf daß wir durch desselben Gnade gerecht und Erben seien des ewigen Lebens nach der Hoffnung. 8 Das ist gewißlich wahr; solches will ich, daß du fest lehrest, auf daß die, so an Gott gläubig geworden sind, in einem Stand guter Werke gefunden werden. Solches ist gut und nütze den Menschen.

(Sonntag, 14.11.1948)

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