BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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Startseite -- Bücher AT -- 1. Mose – 021 (TAG 1: Licht und Finsternis)
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DAS ERSTE BUCH MOSE (Genesis)
A. Die SCHÖPFUNG (1. Mose 1,1 - 2,4a)

4. TAG 1: Licht und Finsternis (1. Mose 1,3-5)


1. MOSE 1,3-5

3 Und Gott sprach: Es werde Licht! und es ward Licht. 4 Und Gott sah, daß das Licht gut war. Da schied Gott das Licht von der Finsternis 5 und nannte das Licht Tag und die Finsternis Nacht. Da ward aus Abend und Morgen der erste Tag.

HIOB 36,30

30 siehe, so breitet er aus sein Licht über dieselben und bedeckt alle Enden des Meeres.

HIOB 38,19

19 Meinst du, daß er deine Gewalt achte oder Gold oder irgend eine Stärke oder Vermögen?

„So ward es Abend, und es ward Morgen, der erste Tag!“ Die Erschaffung des Lichts erfolgte also am ersten Tage, und dadurch wurde die Herrschaft der Grundfinsternis gebrochen. Das Hervorstrahlen des Lichts war der erste Tag im eigentlichen Sinn des Wortes. Allerdings vernichtete das Licht nicht die Finsternis, sondern stellte ihr für den weiteren Verlauf eine neue Überwindungskraft entgegen. Und so wurde es Abend und wurde Morgen. Die Dunkelheit kehrte wieder, aber nicht die vorherige absolute Finsternis, sondern nur eine beschränkte Dunkelheit. Diese wich immer wieder dem hervorbrechenden Tageslicht, wie es nun dauernd von Gott geschenkt war! – Der Apostel Paulus erinnert uns an diesem Auftakt des Wiederherstellungswerkes in der Schöpfung, wenn er in 2. Kor. 4,4 sagt: „Derselbe Gott, der einst aus der Finsternis hervor Licht erstrahlen ließ, Er ist es auch, der in unsere vorher so dunklen Herzen hineingeleuchtet und hineingebracht hat den Lichtglanz der Erkenntnis der Herrlichkeit Gottes, wie er uns entgegenstrahlt in dem gnadenvollen Angesicht unseres Herrn Jesus Christus!“ (Lies auch 1. Thess. 5,4-8; vgl. Joh. 8,12; 11,9.19.)

1. Thessalonicher 5,4-8 -- 4 Ihr aber, liebe Brüder, seid nicht in der Finsternis, daß euch der Tag wie ein Dieb ergreife. 5 Ihr seid allzumal Kinder des Lichtes und Kinder des Tages; wir sind nicht von der Nacht noch von der Finsternis. 6 So lasset uns nun nicht schlafen wie die andern, sondern lasset uns wachen und nüchtern sein. 7 Denn die da schlafen, die schlafen des Nachts, und die da trunken sind, die sind des Nachts trunken; 8 wir aber, die wir des Tages sind, sollen nüchtern sein, angetan mit dem Panzer des Glaubens und der Liebe und mit dem Helm der Hoffnung zur Seligkeit. / Johannes 8,12 -- 12 Da redete Jesus abermals zu ihnen und sprach: Ich bin das Licht der Welt; wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben. / Johannes 11,9.19 -- 9 Da sie aber das hörten, gingen sie hinaus (von ihrem Gewissen überführt), einer nach dem andern, von den Ältesten bis zu den Geringsten; und Jesus ward gelassen allein und das Weib in der Mitte stehend. … 19 Da sprachen sie zu ihm: Wo ist dein Vater? Jesus antwortete: Ihr kennt weder mich noch meinen Vater; wenn ihr mich kenntet, so kenntet ihr auch meinen Vater.

Ist „der Tag“, wie unser Text hier lehrt, eine uranfängliche, schöpferische Einrichtung Gottes, so sind wohl die berichteten sechs Arbeitstage Gottes als vierundzwanzigstündige Tage aufzufassen! Doch es sprechen bei manchen anderen Auslegern auch bedeutsame Gründe dagegen, die Schöpfungstage als Zeiträume von der Kürze gewöhnlicher Tage zu fassen. – Sobald man nämlich das Sechstagewerk Gottes als die Urschöpfung ansieht, fehlen uns die vielen Millionen von Jahren, die in der Bildung der verschiedenen Erdschichten begründet liegen und angezeigt sind! Erblickt man jedoch die Urschöpfung schon gleich im ersten Vers unseres Kapitels – und nimmt man zwischen dem ersten und dem zweiten Vers der Bibel den Fall Satans und dessen furchtbare Folgen an – sieht man also in dem Sechstagewerk nur eine Wiederherstellung der Schöpfung, so ist die ganze Schwierigkeit wegen der vielen Millionen von Jahren, die die Erde zu ihrer Entwicklung brauchte, geschwunden! Der erste Vers der Bibel bietet dafür ja einen unendlichen Zeitraum. – Wie wunderbar und erhaben ist doch diese ganze Schilderung! [Lies Psalm 8,1.9; 66,1-3; 90,1.2; vgl. Psalm 93,1-5.]

Psalm 8,2.10 -- 2 HERR, unser Herrscher, wie herrlich ist dein Name in allen Landen, du, den man lobt im Himmel! … 10 HERR, unser Herrscher, wie herrlich ist dein Name in allen Landen! / Psalm 66,2-4 -- 2 Lobsinget zu Ehren seinem Namen; rühmet ihn herrlich! 3 Sprechet zu Gott: "Wie wunderbar sind deine Werke! es wird deinen Feinden fehlen vor deiner großen Macht. 4 Alles Land bete dich an und lobsinge dir, lobsinge deinem Namen." (Sela.) / Psalm 90,1.2 -- 1 Ein Gebet Mose's, des Mannes Gottes. HERR, Gott, du bist unsre Zuflucht für und für. 2 Ehe denn die Berge wurden und die Erde und die Welt geschaffen wurden, bist du, Gott, von Ewigkeit zu Ewigkeit, / Psalm 93,1-5 -- 1 Der HERR ist König und herrlich geschmückt; der HERR ist geschmückt und hat ein Reich angefangen, soweit die Welt ist, und zugerichtet, daß es bleiben soll. 2 Von Anbeginn steht dein Stuhl fest; du bist ewig. 3 HERR, die Wasserströme erheben sich, die Wasserströme erheben ihr Brausen, die Wasserströme heben empor die Wellen. 4 Die Wasserwogen im Meer sind groß und brausen mächtig; der HERR aber ist noch größer in der Höhe. 5 Dein Wort ist eine rechte Lehre. Heiligkeit ist die Zierde deines Hauses, o HERR, ewiglich.

(Samstag, 5.6.1948)

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