BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn(www.wol-blz.net) |
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Diese BLZ Andacht: -- Im Original -- ERWEITERT
DER TITUSBRIEFTitus 3,33 Denn wir waren weiland auch unweise, ungehorsam, verirrt, dienend den Begierden und mancherlei Wollüsten, und wandelten in Bosheit und Neid, waren verhaßt und haßten uns untereinander. Römer 1,28-3228 Und gleichwie sie nicht geachtet haben, daß sie Gott erkenneten, hat sie Gott auch dahingegeben in verkehrten Sinn, zu tun, was nicht taugt, 29 voll alles Ungerechten, Hurerei, Schalkheit, Geizes, Bosheit, voll Neides, Mordes, Haders, List, giftig, Ohrenbläser, 30 Verleumder, Gottesverächter, Frevler, hoffärtig, ruhmredig, Schädliche, den Eltern ungehorsam, 31 Unvernünftige, Treulose, Lieblose, unversöhnlich, unbarmherzig. 32 Sie wissen Gottes Gerechtigkeit, daß, die solches tun, des Todes würdig sind, und tun es nicht allein, sondern haben auch Gefallen an denen, die es tun. Römer 3,9-209 Was sagen wir denn nun? Haben wir einen Vorteil? Gar keinen. Denn wir haben droben bewiesen, daß beide, Juden und Griechen, alle unter der Sünde sind, 10 wie denn geschrieben steht: "Da ist nicht, der gerecht sei, auch nicht einer. 11 Da ist nicht, der verständig sei; da ist nicht, der nach Gott frage. 12 Sie sind alle abgewichen und allesamt untüchtig geworden. Da ist nicht, der Gutes tue, auch nicht einer. 13 Ihr Schlund ist ein offenes Grab; mit ihren Zungen handeln sie trüglich. Otterngift ist unter den Lippen; 14 ihr Mund ist voll Fluchens und Bitterkeit. 15 Ihre Füße sind eilend, Blut zu vergießen; 16 auf ihren Wegen ist eitel Schaden und Herzeleid, 17 und den Weg des Friedens wissen sie nicht. 18 Es ist keine Furcht Gottes vor ihren Augen." 19 Wir wissen aber, daß, was das Gesetz sagt, das sagt es denen, die unter dem Gesetz sind, auf daß aller Mund verstopft werde und alle Welt Gott schuldig sei; 20 darum daß kein Fleisch durch des Gesetzes Werke vor ihm gerecht sein kann; denn durch das Gesetz kommt Erkenntnis der Sünde. Was uns besonders veranlassen sollte, allen Menschen ohne Unterschied mit Liebe und Sanftmut zu begegnen, ist die Tatsache, daß wir selbst früher auch verlorene, in Schuld und Verkehrtheit gebundene, blinde Sünder waren, und vor allem, daß Gott in Seinem Erbarmen und Seiner Geduld uns so freundlich entgegengekommen ist! So sollen wir nun durch Liebe auch andere gewinnen für Jesus und fürs ewige Leben! (Lies Matth. 5,38-48; 1. Petr. 4,1-5.) Matthäus 5,38-48 -- 38 Ihr habt gehört, daß da gesagt ist: "Auge um Auge, Zahn um Zahn." 39 Ich aber sage euch, daß ihr nicht widerstreben sollt dem Übel; sondern, so dir jemand einen Streich gibt auf deinen rechten Backen, dem biete den andern auch dar. 40 Und so jemand mit dir rechten will und deinen Rock nehmen, dem laß auch den Mantel. 41 Und so dich jemand nötigt eine Meile, so gehe mit ihm zwei. 42 Gib dem, der dich bittet, und wende dich nicht von dem, der dir abborgen will. 43 Ihr habt gehört, daß gesagt ist: "Du sollst deinen Nächsten lieben und deinen Feind hassen." 44 Ich aber sage euch: Liebet eure Feinde; segnet, die euch fluchen; tut wohl denen, die euch hassen; bittet für die, so euch beleidigen und verfolgen, 45 auf daß ihr Kinder seid eures Vater im Himmel; denn er läßt seine Sonne aufgehen über die Bösen und über die Guten und läßt regnen über Gerechte und Ungerechte. 46 Denn so ihr liebet, die euch lieben, was werdet ihr für Lohn haben? Tun nicht dasselbe auch die Zöllner? 47 Und so ihr euch nur zu euren Brüdern freundlich tut, was tut ihr Sonderliches? Tun nicht die Zöllner auch also? 48 Darum sollt ihr vollkommen sein, gleichwie euer Vater im Himmel vollkommen ist. / 1. Petrus 4,1-5 -- 1 Weil nun Christus im Fleisch für uns gelitten hat, so wappnet euch auch mit demselben Sinn; denn wer am Fleisch leidet, der hört auf von Sünden, 2 daß er hinfort die noch übrige Zeit im Fleisch nicht der Menschen Lüsten, sondern dem Willen Gottes lebe. 3 Denn es ist genug, daß wir die vergangene Zeit des Lebens zugebracht haben nach heidnischem Willen, da wir wandelten in Unzucht, Lüsten, Trunkenheit, Fresserei, Sauferei und greulichen Abgöttereien. 4 Das befremdet sie, daß ihr nicht mit ihnen laufet in dasselbe wüste, unordentliche Wesen, und sie lästern; 5 aber sie werden Rechenschaft geben dem, der bereit ist, zu richten die Lebendigen und die Toten.
Gott hält es für sehr heilsam, daß wir zu unserer Demütigung und Bewahrung manchmal zurückblicken und bedenken, was wir waren ohne Jesus - wo die Gnade uns hergeholt hat! Dann danken wir mit neuer Herzensbewegung für die herrliche Erlösung, die uns zuteil geworden - dann hüten wir uns mit neuem Ernst vor allem, was uns an Untugenden und Fehlern im alten Leben anhaftete! Ja: „Seid eingedenk!“ damit ihr dankbar bleibt und euch ferner heiligen lasset und sanftmütig und gewinnend euren noch in der Finsternis befindlichen Nebenmenschen begegnet! - „Einst waren auch wir unverständig“ - ach, so töricht und beschränkt; der Gott dieser Welt hatte unseren Sinn verblendet, damit uns nicht entgegenstrahlen sollte der Lichtglanz des Evangeliums! Wir waren auch ganz bewußt ungehorsam! Wie oft hat unser Gewissen uns ganz klar gesagt: „Dies darfst du nicht tun! Jenes ist Sünde!“ Wir wußten Gottes heilige Gebote von Jugend auf und manchmal redete der Herr in besonderer Weise. Aber unser ungehorsamer Wille ging darüber weg und tat viel Unrechtes und Böses! Wir waren ungehorsame Kinder. - „Irregehend“; wir wußten in mancher Hinsicht wohl den rechten Weg, aber unser vom Eigenwillen betörtes Herz wollte ihn nicht gehen - zog den eigenen Weg dem vorgeschriebenen vor oder folgte solchen, die uns auf verkehrte Wege lockten. [Lies Ps. 95,10.11; Spr. 1,10; 4,14-17; Obadja 1.3.4.6.] - ''' Psalm 95,10.11 -- 10 Vierzig Jahre hatte ich Mühe mit diesem Volk und sprach: Es sind Leute, deren Herz immer den Irrweg will und die meine Wege nicht lernen wollen; 11 daß ich schwur in meinem Zorn: Sie sollen nicht zu meiner Ruhe kommen / Sprüche 1,10 -- Mein Kind, wenn dich die bösen Buben locken, so folge nicht. / Sprüche 4,14-17 -- 14 Komm nicht auf der Gottlosen Pfad und tritt nicht auf den Weg der Bösen. 15 Laß ihn fahren und gehe nicht darin; weiche von ihm und gehe vorüber. 16 Denn sie schlafen nicht, sie haben denn Übel getan; und ruhen nicht, sie haben den Schaden getan. 17 Denn sie nähren sich von gottlosem Brot und trinken vom Wein des Frevels. / Obadja 1.3.4.6 -- 1 Dies ist das Gesicht Obadjas. So spricht der Herr, HERR von Edom: Wir haben vom HERRN gehört, daß eine Botschaft unter die Heiden gesandt sei: Wohlauf, und laßt uns wider sie streiten. ... 3 Der Hochmut deines Herzens hat dich betrogen, weil du in der Felsen Klüften wohnst, in deinen hohen Schlössern, und sprichst in deinem Herzen: Wer will mich zu Boden stoßen? 4 Wenn du gleich in die Höhe führest wie ein Adler und machtest dein Nest zwischen den Sternen, dennoch will ich dich von dort herunterstürzen, spricht der HERR. ... 6 Wie sollen sie dann Esau ausforschen und seine Schätze suchen!
„Wir dienten mancherlei Lüsten und Vergnügungen.“ Eitle Gelüste, böse Begierden, Liebhabereien, mit denen wir unsere Kraft und Zeit vergeudeten - oberflächliche Vergnügungen, von denen wir öder, mißmutiger und befleckter zurückkamen, als wir gegangen waren - das füllte unser tägliches Leben aus - füllte aber auch das Maß unserer Sünden und Versäumnisse! Und wenn der eine oder andere von uns vor diesen Dingen bewahrt blieb, dann war es meist ein unleidlicher Hochmut, welcher sich besser dünkte, als alle anderen, der uns zum Greuel''' vor Gott machte! (Vgl. Röm. 6,12-21; Spr. 16,5.) Römer 6,12-21 -- 12 So lasset nun die Sünde nicht herrschen in eurem sterblichen Leibe, ihr Gehorsam zu leisten in seinen Lüsten. 13 Auch begebet nicht der Sünde eure Glieder zu Waffen der Ungerechtigkeit, sondern begebet euch selbst Gott, als die da aus den Toten lebendig sind, und eure Glieder Gott zu Waffen der Gerechtigkeit. 14 Denn die Sünde wird nicht herrschen können über euch, sintemal ihr nicht unter dem Gesetz seid, sondern unter der Gnade. 15 Wie nun? Sollen wir sündigen, dieweil wir nicht unter dem Gesetz, sondern unter der Gnade sind? Das sei ferne! 16 Wisset ihr nicht: welchem ihr euch begebet zu Knechten in Gehorsam, des Knechte seid ihr, dem ihr gehorsam seid, es sei der Sünde zum Tode oder dem Gehorsam zur Gerechtigkeit? 17 Gott sei aber gedankt, daß ihr Knechte der Sünde gewesen seid, aber nun gehorsam geworden von Herzen dem Vorbilde der Lehre, welchem ihr ergeben seid. 18 Denn nun ihr frei geworden seid von der Sünde, seid ihr Knechte der Gerechtigkeit geworden. 19 Ich muß menschlich davon reden um der Schwachheit willen eures Fleisches. Gleichwie ihr eure Glieder begeben habet zum Dienst der Unreinigkeit und von einer Ungerechtigkeit zur andern, also begebet auch nun eure Glieder zum Dienst der Gerechtigkeit, daß sie heilig werden. 20 Denn da ihr der Sünde Knechte wart, da wart ihr frei von der Gerechtigkeit. 21 Was hattet ihr nun zu der Zeit für Frucht? Welcher ihr euch jetzt schämet; denn ihr Ende ist der Tod. / Sprüche 16,5 -- Ein stolzes Herz ist dem HERRN ein Greuel und wird nicht ungestraft bleiben, wenn sie gleich alle aneinander hängen.
„Wir führten unser Leben in Bosheit und Neid!“ Manchmal unter dem Deckmantel frommer Gewohnheiten und Gebärden - im anderen Fall ganz offensichtlich, ohne uns zu schämen, ließen wir Bosheit, Lieblosigkeit, Neid und Eifersucht unser Herz regieren! Ja, „hassenswürdig, verabscheungswürdig“ waren wir wirklich, und dabei noch so eingebildet und lieblos, daß wir glaubten, ein Recht zu haben, andere zu richten, zu verachten, zu hassen! Welch eine Lieblosigkeit, welch ein Mordgeist wohnt doch in unserer alten Natur! [Lies Matth. 15,10-20.] Matthäus 15,10-20 -- 10 Und er rief das Volk zu sich und sprach zu ihm: Höret zu und fasset es! 11 Was zum Munde eingeht, das verunreinigt den Menschen nicht; sondern was zum Munde ausgeht, das verunreinigt den Menschen. 12 Da traten seine Jünger zu ihm und sprachen: Weißt du auch, daß sich die Pharisäer ärgerten, da sie das Wort hörten? 13 Aber er antwortete und sprach: Alle Pflanzen, die mein himmlischer Vater nicht pflanzte, die werden ausgerottet. 14 Lasset sie fahren! Sie sind blinde Blindenleiter. Wenn aber ein Blinder den andern leitet, so fallen sie beide in die Grube. 15 Da antwortete Petrus und sprach zu ihm: Deute uns dieses Gleichnis. 16 Und Jesus sprach zu ihnen: Seid ihr denn auch noch unverständig? 17 Merket ihr noch nicht, daß alles, was zum Munde eingeht, das geht in den Bauch und wird durch den natürlichen Gang ausgeworfen? 18 Was aber zum Munde herausgeht, das kommt aus dem Herzen, und das verunreinigt den Menschen. 19 Denn aus dem Herzen kommen arge Gedanken: Mord, Ehebruch, Hurerei, Dieberei, falsch Zeugnis, Lästerung. 20 Das sind Stücke, die den Menschen verunreinigen. Aber mit ungewaschenen Händen essen verunreinigt den Menschen nicht.
„Gott aber sei Dank, daß ihr … von Herzen gehorsam geworden seid! Von der Sünde frei gemacht und Gottes Sklaven geworden, habt ihr eure Frucht zur Heiligkeit, als das Ende aber ewiges Leben!“ (Mittwoch, den 20. Oktober 1926) |