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1. Thessalonicher Titus

Diese BLZ Andacht: -- Im Original -- ERWEITERT

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DER TITUSBRIEF


Titus 2,11-15

11 Denn es ist erschienen die heilsame Gnade Gottes allen Menschen 12 und züchtigt uns, daß wir sollen verleugnen das ungöttliche Wesen und die weltlichen Lüste, und züchtig, gerecht und gottselig leben in dieser Welt 13 und warten auf die selige Hoffnung und Erscheinung der Herrlichkeit des großen Gottes und unsers Heilandes, Jesu Christi, 14 der sich selbst für uns gegeben hat, auf daß er uns erlöste von aller Ungerechtigkeit und reinigte sich selbst ein Volk zum Eigentum, das fleißig wäre zu guten Werken. 15 Solches rede und ermahne und strafe mit gutem Ernst. Laß dich niemand verachten.

Philipper 3,20.21

20 Unser Wandel aber ist im Himmel, von dannen wir auch warten des Heilands Jesu Christi, des HERRN, 21 welcher unsern nichtigen Leib verklären wird, daß er ähnlich werde seinem verklärten Leibe nach der Wirkung, mit der er kann auch alle Dinge sich untertänig machen.

Es ist sehr wichtig, den Unterschied klar vor Augen zu haben zwischen dem Kommen des himmlischen Bräutigams zur Heimholung Seiner Brautgemeinde und Seiner späteren Rückkehr mit dieser zum Weltgericht und zur Aufrichtung Seiner Königsherrschaft auf Erden. Zwischen diesen beiden großen Ereignissen steht die Feier der Hochzeit im Himmel. (Offenb. 19,6-10.)

Offenbarung 19,6-10 -- 6 Und ich hörte wie eine Stimme einer großen Schar und wie eine Stimme großer Wasser und wie eine Stimme starker Donner, die sprachen: Halleluja! denn der allmächtige Gott hat das Reich eingenommen. 7 Lasset uns freuen und fröhlich sein und ihm die Ehre geben! denn die Hochzeit des Lammes ist gekommen, und sein Weib hat sich bereitet. 8 Und es ward ihr gegeben, sich anzutun mit reiner und schöner Leinwand. (Die köstliche Leinwand aber ist die Gerechtigkeit der Heiligen.) 9 Und er sprach zu mir: Schreibe: Selig sind, die zum Abendmahl (wörtlich: "Hochzeitsmahl") des Lammes berufen sind. Und er sprach zu mir: Dies sind wahrhaftige Worte Gottes. 10 Und ich fiel vor ihn zu seinen Füßen, ihn anzubeten. Und er sprach zu mir: Siehe zu, tu es nicht! Ich bin dein Mitknecht und deiner Brüder, die das Zeugnis Jesu haben. Bete Gott an! (Das Zeugnis aber Jesu ist der Geist der Weissagung.)

Unter der glückseligen Hoffnung verstehen wir also hier die freudige Erwartung des erstgenannten Ereignisses: Die Brautgemeinde freut sich auf das Kommen ihres himmlischen Herrn und Bräutigams, des „glänzenden Morgensterns“; sie geht Ihm dienend und frohlockend entgegen, und Er führt sie heim in die „vielen Wohnungen“ des Vaterhauses droben. - Hiervon wird die unbekehrte Welt nichts sehen; nur wird sie mit Schrecken wahrnehmen, schließlich aber wohl froh sein, daß die Gläubigen nicht mehr da sind (vgl. 1. Mos. 5,24; 2. Kön. 2,16.17)

1. Mose 5,24 -- Und dieweil er ein göttliches Leben führte, nahm ihn Gott hinweg, und er ward nicht mehr gesehen. / 2. Könige 2,16.17 -- 16 und sprachen zu ihm: Siehe, es sind unter deinen Knechten fünfzig Männer, starke leute, die laß gehen und deinen Herrn suchen; vielleicht hat ihn der Geist des HERRN genommen und irgend auf einen Berg oder irgend in ein Tal geworfen. Er aber sprach: Laßt ihn gehen! 17 Aber sie nötigten ihn, bis daß er nachgab und sprach: Laßt hingehen! Und sie sandte hin fünfzig Männer und suchten ihn drei Tage; aber sie fanden ihn nicht.

daß sogar die Gräber der entschlafenen Heiligen leer sind! Denn auch sie gehören zur Brautgemeinde! Die erste Auferstehung ist ja die Auferstehung des Lebens, die gleichzeitig mit der schnellen Verwandlung der noch auf Erden lebenden Gläubigen stattfindet. [Joh. 5,28.29; 11,25.26; 1. Kor. 15,22-24.51-57; 1. Thess. 4,13-18 u. v. a.]

Johannes 5,28.29 -- 28 Verwundert euch des nicht, denn es kommt die Stunde, in welcher alle, die in den Gräbern sind, werden seine Stimme hören, 29 und werden hervorgehen, die da Gutes getan haben, zur Auferstehung des Lebens, die aber Übles getan haben, zur Auferstehung des Gerichts. / Johannes 11,25.26 -- 25 Jesus spricht zu ihr: Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, der wird leben, ob er gleich stürbe; 26 und wer da lebet und glaubet an mich, der wird nimmermehr sterben. Glaubst du das?/ 1. Korinther 15,22-24.51-57 -- 22 Denn gleichwie sie in Adam alle sterben, also werden sie in Christo alle lebendig gemacht werden. 23 Ein jeglicher aber in seiner Ordnung: der Erstling Christus; darnach die Christo angehören, wenn er kommen wird; 24 darnach das Ende, wenn er das Reich Gott und dem Vater überantworten wird, wenn er aufheben wird alle Herrschaft und alle Obrigkeit und Gewalt. ... 51 Siehe, ich sage euch ein Geheimnis: Wir werden nicht alle entschlafen, wir werden aber alle verwandelt werden; 52 und dasselbe plötzlich, in einem Augenblick, zur Zeit der letzten Posaune. Denn es wird die Posaune schallen, und die Toten werden auferstehen unverweslich, und wir werden verwandelt werden. 53 Denn dies Verwesliche muß anziehen die Unverweslichkeit, und dies Sterbliche muß anziehen die Unsterblichkeit. 54 Wenn aber das Verwesliche wird anziehen die Unverweslichkeit, und dies Sterbliche wird anziehen die Unsterblichkeit, dann wird erfüllt werden das Wort, das geschrieben steht: 55 "Der Tod ist verschlungen in den Sieg. Tod, wo ist dein Stachel? Hölle, wo ist dein Sieg?" (Andere Überlieferung: "Der Tod ist verschlungen in den Sieg. Tod, wo ist dein Sieg? Tod, wo ist dein Stachel?") 56 Aber der Stachel des Todes ist die Sünde; die Kraft aber der Sünde ist das Gesetz.57 Gott aber sei Dank, der uns den Sieg gegeben hat durch unsern HERRN Jesus Christus! / 1. Thessalonicher 4,13-18 -- 13Wir wollen euch aber, liebe Brüder, nicht verhalten von denen, die da schlafen, auf daß ihr nicht traurig seid wie die andern, die keine Hoffnung haben. 14 Denn so wir glauben, daß Jesus gestorben und auferstanden ist, also wird Gott auch, die da entschlafen sind, durch Jesum mit ihm führen. 15 Denn das sagen wir euch als ein Wort des HERRN, daß wir, die wir leben und übrig bleiben auf die Zukunft des HERRN, werden denen nicht zuvorkommen, die da schlafen. 16 denn er selbst, der HERR, wird mit einem Feldgeschrei und der Stimme des Erzengels und mit der Posaune Gottes herniederkommen vom Himmel, und die Toten in Christo werden auferstehen zuerst. 17 Darnach wir, die wir leben und übrig bleiben, werden zugleich mit ihnen hingerückt werden in den Wolken, dem HERRN entgegen in der Luft, und werden also bei dem HERRN sein allezeit. 18 So tröstet euch nun mit diesen Worten untereinander.

Das zweitgenannte Ereignis ist die „Erscheinung der Herrlichkeit unseres Gottes und Heilandes Jesu Christi“. (Vgl. 1. Tim. 6,13-16; 2. Tim. 4,1-8.)

1. Timotheus 6,13-16 -- 13 Ich gebiete dir vor Gott, der alle Dinge lebendig macht, und vor Christo Jesu, der unter Pontius Pilatus bezeugt hat ein gutes Bekenntnis, 14 daß du haltest das Gebot ohne Flecken, untadelig, bis auf die Erscheinung unsers HERRN Jesu Christi, 15 welche wird zeigen zu seiner Zeit der Selige und allein Gewaltige, der König aller Könige und HERR aller Herren. 16 der allein Unsterblichkeit hat, der da wohnt in einem Licht, da niemand zukommen kann, welchen kein Mensch gesehen hat noch sehen kann; dem sei Ehre und ewiges Reich! Amen / 2. Timotheus 4,1-8 -- 1 So bezeuge ich nun vor Gott und dem HERRN Jesus Christus, der da zukünftig ist, zu richten die Lebendigen und die Toten mit seiner Erscheinung und mit seinem Reich: 2 Predige das Wort, halte an, es sei zu rechter Zeit oder zur Unzeit; strafe, drohe, ermahne mit aller Geduld und Lehre. 3 Denn es wird eine Zeit sein, da sie die heilsame Lehre nicht leiden werden; sondern nach ihren eigenen Lüsten werden sie sich selbst Lehrer aufladen, nach dem ihnen die Ohren jucken, 4 und werden die Ohren von der Wahrheit wenden und sich zu Fabeln kehren. 5 Du aber sei nüchtern allenthalben, sei willig, zu leiden, tue das Werk eines evangelischen Predigers, richte dein Amt redlich aus. 6 Denn ich werde schon geopfert, und die Zeit meines Abscheidens ist vorhanden 7 Ich habe einen guten Kampf gekämpft, ich habe den Lauf vollendet, ich habe Glauben gehalten; 8 hinfort ist mir beigelegt die Krone der Gerechtigkeit, welche mir der HERR an jenem Tage, der gerechte Richter, geben wird, nicht aber mir allein, sondern auch allen, die seine Erscheinung liebhaben.

Die öffentliche Rückkehr Christi nach Seiner Hochzeit mit der Ihm angetrauten Brautgemeinde, die nun vor aller Welt Seine Macht und Herrlichkeit teilt und „mit Ihm herrschen soll von Ewigkeit zu Ewigkeit“ - die auch teilhat an der Ausübung des Weltgerichts: „Wisset ihr nicht, daß die Heiligen die Welt richten werden? … Wisset ihr nicht, daß wir Engel richten werden?“ [Lies Dan. 7,18.22; 1. Thess. 3,13; Jud. 14.15; Offenb. 2,26-28; 3,21.]

Daniel 7,18.22 -- 18 Aber die Heiligen des Höchsten werden das Reich einnehmen und werden's immer und ewiglich besitzen. ... 22 bis der Alte kam und Gericht hielt für die Heiligen des Höchsten, und die Zeit kam, daß die Heiligen das Reich einnahmen. / 1. Thessalonicher 3,13 -- daß eure Herzen gestärkt werden und unsträflich seien in der Heiligkeit vor Gott und unserm Vater auf die Zukunft unsers HERRN Jesu Christi samt allen seinen Heiligen. / Judas 14.15 -- 14 Es hat aber auch von solchen geweissagt Henoch, der siebente von Adam, und gesprochen: "Siehe, der HERR kommt mit vielen tausend Heiligen, 15 Gericht zu halten über alle und zu strafen alle Gottlosen um alle Werke ihres gottlosen Wandels, womit sie gottlos gewesen sind, und um all das Harte, das die gottlosen Sünder wider ihn geredet haben."/ Offenbarung 2,26-28 -- 26 Und wer da überwindet und hält meine Werke bis ans Ende, dem will ich Macht geben über die Heiden, 27 und er soll sie weiden mit einem eisernen Stabe, und wie eines Töpfers Gefäße soll er sie zerschmeißen, 28 wie ich von meinem Vater empfangen habe; und ich will ihm geben den Morgenstern. / Offenbarung 3,21 -- Wer überwindet, dem will ich geben, mit mir auf meinem Stuhl zu sitzen, wie ich überwunden habe und mich gesetzt mit meinem Vater auf seinen Stuhl.

O meine teuren Brüder und Schwestern, welch wunderbare Erwartungen dürfen wir doch hegen - welch kostbare Aussicht und Hoffnung ist uns doch geschenkt! Wir sind „bekehrt, um ... den Sohn Gottes aus den Himmeln zu erwarten“; wir erwarten Ihn als Heiland, „welcher unseren Leib der Niedrigkeit umgestalten wird zur Gleichförmigkeit mit Seinem Leibe der Herrlichkeit - entsprechend der wirksamen Kraft, mit welcher Er vermag, auch alle Dinge Sich zu unterwerfen“. - (Lies Offenb. 16,15.)

Offenbarung 16,15 -- Siehe, ich komme wie ein Dieb. Selig ist, der da wacht und hält seine Kleider, daß er nicht bloß wandle und man nicht seine Schande sehe.

Welch selige Freude, wenn wir Ihn von Angesicht schauen werden, wenn Er uns zu Sich ruft und wir Ihm huldigen werden! Ist das wirklich meine Hoffnung? Dann lebe ich in diesen eilenden Tagen besonnen, gerecht und gottselig, dann ist mein Herz auf den Herrn gerichtet, mit Ihm beschäftigt und mein Leben Seinem Dienst geweiht. Ist es so bei mir?

(Samstag, den 16. Oktober 1926)

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