BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn(www.wol-blz.net) |
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Diese BLZ Andacht: -- Im Original -- ERWEITERT
DER TITUSBRIEFTitus 2,11-1511 Denn es ist erschienen die heilsame Gnade Gottes allen Menschen 12 und züchtigt uns, daß wir sollen verleugnen das ungöttliche Wesen und die weltlichen Lüste, und züchtig, gerecht und gottselig leben in dieser Welt 13 und warten auf die selige Hoffnung und Erscheinung der Herrlichkeit des großen Gottes und unsers Heilandes, Jesu Christi, 14 der sich selbst für uns gegeben hat, auf daß er uns erlöste von aller Ungerechtigkeit und reinigte sich selbst ein Volk zum Eigentum, das fleißig wäre zu guten Werken. 15 Solches rede und ermahne und strafe mit gutem Ernst. Laß dich niemand verachten. Psalm 119,1-61 Wohl denen, die ohne Tadel leben, die im Gesetz des HERRN wandeln! 2 Wohl denen, die seine Zeugnisse halten, die ihn von ganzem Herzen suchen! 3 Denn welche auf seinen Wegen wandeln, die tun kein Übel. 4 Du hast geboten, fleißig zu halten deine Befehle. 5 Oh daß mein Leben deine Rechte mit ganzem Ernst hielte! 6 Wenn ich schaue allein auf deine Gebote, so werde ich nicht zu Schanden. Besonnen, gerecht und gottselig sollen wir leben in dem jetzigen Zeitlauf; das lehrt uns die Gnade! Gott will erzogene, geheiligte Kinder haben, die der Welt ein Zeugnis - ein Segen sein können - deren praktisches tägliches Leben leuchtet für Christum und wie Christus! - Hier haben wir wiederum das vielsagende Wort: „besonnen“ (oder „züchtig“); es bedeutet „sich selbst in der Zucht habend“ oder „Selbstbeherrschung übend“. - Jede vernünftige und weise Erziehung zielt dahin, ihre Zöglinge zur „Selbsterziehung“ und Selbstbeherrschung zu führen; so auch die göttliche! - „Und gerecht!“ Die Schrift redet viel von der praktischen Gerechtigkeit. Wir heißen Gerechte und sollen hier in der Welt unserem Namen und vor allem dem herrlichen Namen unseres Gottes Ehre machen: „Kinder, daß niemand euch verführe! Wer die Gerechtigkeit tut, der ist gerecht, gleichwie Er gerecht ist. Wer die Sünde tut, ist aus dem Teufel; denn der Teufel sündigt von Anfang!“ „Denn gerecht ist Jehova, Gerechtigkeiten (d. h. die praktischen Betätigungen der Gerechtigkeit!) liebt Er; Sein Angesicht schaut den Aufrichtigen an!“ „Die ihr den Herrn liebet, hasset das Böse!“ (Lies Ps. 140,13 [Luther 140,14]; 143,8 u. 10.) Psalm 140,14 -- Auch werden die Gerechten deinem Namen danken, und die Frommen werden vor deinem Angesicht bleiben. / Psalm 143,8.10 -- 8 Laß mich frühe hören deine Gnade; denn ich hoffe auf dich. Tue mir kund den Weg, darauf ich gehen soll; denn mich verlangt nach dir. ... 10 Lehre mich tun nach deinem Wohlgefallen, denn du bist mein Gott; dein guter Geist führe mich auf ebener Bahn.
„Und gottselig.“ An die Stelle des früheren inneren Gelöstseins von Gott ist nun die liebliche, heilige Verbindung mit Gott getreten. Echte Kinder Gottes sind gottselige Menschen: „Freuet euch in dem Herrn und frohlocket, ihr Gerechten! und jubelt, alle ihr von Herzen Aufrichtigen!“ (Lies Ps. 16,11; 64,10 [Luther 64,11]; 68,3 [Luther 68,4]; Röm. 15,13.) Psalm 16,11 -- Du tust mir kund den Weg zum Leben; vor dir ist Freude die Fülle und liebliches Wesen zu deiner Rechten ewiglich. / Psalm 64,11 -- Die Gerechten werden sich des HERRN freuen und auf ihn trauen, und alle frommen Herzen werden sich des rühmen. / Psalm 68,4 -- Die Gerechten aber müssen sich freuen und fröhlich sein vor Gott und von Herzen sich freuen. / Römer 15,13 -- Der Gott aber der Hoffnung erfülle euch mit aller Freude und Frieden im Glauben, daß ihr völlige Hoffnung habet durch die Kraft des heiligen Geistes.
Wie wichtig, daß wir unseren Platz „in dem jetzigen Zeitlauf“ - inmitten der gegenwärtigen bösen Welt also ausfüllen als Zeugen für Gott - als „das Licht der Welt“! (Matth. 5,14.) Matthäus 5,14 -- Ihr seid das Licht der Welt. Es kann die Stadt, die auf einem Berge liegt, nicht verborgen sein.
Es ist uns ja nur in dieser kurzen Zeitspanne, die wir auf Erden zubringen, Gelegenheit gegeben, unseren Gott zu verherrlichen, Seine Gnade und Seine Wahrheit anderen nahe zu bringen - Mitmenschen zu retten vom ewigen Verderben! (2. Kor. 5,20.) 2. Korinther 5,20 -- So sind wir nun Botschafter an Christi Statt, denn Gott vermahnt durch uns; so bitten wir nun an Christi Statt: Lasset euch versöhnen mit Gott
Wir sollen nicht ohne „Edelsteine“ unsere himmlische Krone tragen - nicht ohne Beute durch uns gewonnener Seelen im Himmel anlangen! Wen durftest du schon für den Herrn Jesus und für das ewige Leben gewinnen, lieber Bruder - liebe Schwester? Wirst du unter denen sein, die „mit Freuden ihre Garben bringen“ in die himmlische Scheuer? (Donnerstag, den 14. Oktober 1926) |