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1. Thessalonicher Titus

Diese BLZ Andacht: -- Im Original -- ERWEITERT

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DER TITUSBRIEF


Titus 2,9.10

9 Den Knechten sage, daß sie ihren Herren untertänig seien, in allen Dingen zu Gefallen tun, nicht widerbellen, 10 nicht veruntreuen, sondern alle gute Treue erzeigen, auf daß sie die Lehre Gottes, unsers Heilandes, zieren in allen Stücken.

1. Petrus 2,18-20

18 Ihr Knechte, seid untertan mit aller Furcht den Herren, nicht allein den gütigen und gelinden, sondern auch den wunderlichen. 19 Denn das ist Gnade, so jemand um des Gewissens willen zu Gott das Übel verträgt und leidet das Unrecht. 20 Denn was ist das für ein Ruhm, so ihr um Missetat willen Streiche leidet? Aber wenn ihr um Wohltat willen leidet und erduldet, das ist Gnade bei Gott.

Zur Zeit unseres Briefes herrschte noch die Leibeigenschaft mit all ihren traurigen Begleiterscheinungen! Damals wie heute waren die meisten Gläubigen geringen Standes; es gab viele Sklaven und Sklavinnen unter den Bekennern Christi. (Vgl. 1. Kor. 1,26-29; Eph. 6,5-8; Kol. 3,22-25.)

1. Korinther 1,26-29 -- 26 Sehet an, liebe Brüder, eure Berufung: nicht viel Weise nach dem Fleisch, nicht viel Gewaltige, nicht viel Edle sind berufen. 27 Sondern was töricht ist vor der Welt, das hat Gott erwählt, daß er die Weisen zu Schanden mache; und was schwach ist vor der Welt, das hat Gott erwählt, daß er zu Schanden mache, was stark ist; 28 und das Unedle vor der Welt und das Verachtete hat Gott erwählt, und das da nichts ist, daß er zunichte mache, was etwas ist, 29 auf daß sich vor ihm kein Fleisch rühme. / Epheser 6,5-8 -- 5 Ihr Knechte, seid gehorsam euren leiblichen Herren mit Furcht und Zittern, in Einfalt eures Herzens, als Christo, 6 nicht mit Dienst allein vor Augen, als den Menschen zu gefallen, sondern als die Knechte Christi, daß ihr solchen Willen Gottes tut von Herzen, mit gutem Willen. 7 Lasset euch dünken, daß ihr dem HERRN dienet und nicht den Menschen, 8 und wisset: Was ein jeglicher Gutes tun wird, das wird er von dem HERRN empfangen, er sei ein Knecht oder ein Freier. / Kolosser 3,22-25 -- 22 Ihr Knechte, seid gehorsam in allen Dingen euren leiblichen Herren, nicht mit Dienst vor Augen, als den Menschen zu gefallen, sondern mit Einfalt des Herzens und mit Gottesfurcht. 23 Alles, was ihr tut, das tut von Herzen als dem HERRN und nicht den Menschen, 24 und wisset, daß ihr von dem HERRN empfangen werdet die Vergeltung des Erbes; denn ihr dienet dem HERRN Christus. 25 Wer aber Unrecht tut, der wird empfangen, was er unrecht getan hat; und gilt kein Ansehen der Person

Die selbstlose Treue der Kinder Gottes ist eine bessere Predigt für ihre Vorgesetzten, als viele Worte. Wohl gibt der Herr auch Gelegenheit zum Wortzeugnis, die dann in Demut benützt werden soll. Aber stille, treue Arbeit, Fleiß und Gewissenhaftigkeit bilden eine tägliche Predigt, welche ihres Eindrucks nicht verfehlen kann! [Lies Phil. 2,14-16.]

Philipper 2,14-16 -- 14 Tut alles ohne Murren und ohne Zweifel, 15 auf daß ihr seid ohne Tadel und lauter und Gottes Kinder, unsträflich mitten unter dem unschlachtigen und verkehrten Geschlecht, unter welchem ihr scheinet als Lichter in der Welt, 16 damit daß ihr haltet an dem Wort des Lebens, mir zu einem Ruhm an dem Tage Christi, als der ich nicht vergeblich gelaufen noch vergeblich gearbeitet habe.

Die gläubigen Sklaven und Sklavinnen hatten ganz andere Begriffe über ihr Verhältnis zu ihren Herrschaften, als die heidnischen! Bei letzteren war es nicht zu verwundern, wenn sie zu Lüge und Betrug, Widerspruch und Trägheit neigten. Die Kinder Gottes dagegen sollten ganz andere Anschauungen haben und aus ganz anderen Beweggründen handeln! - So gibt es denn viel für uns zu lernen in all den einzelnen Punkten, die hier aufgeführt werden. Denn obwohl diese Worte schon solange in unserer Bibel stehen, findet man heute immer noch Gläubige, die nicht danach handeln! - Da steht an erster Stelle die Unterwürfigkeit. Bist du von Herzen demütig, lieber Bruder? Kannst du gehorchen, liebe Schwester? Denke daran, daß Jesus aller Knecht wurde - Er, der Herr Himmels und der Erden: „Denn des Menschen Sohn ist nicht gekommen, daß Er Sich dienen lasse, sondern daß Er diene und gebe Sein Leben zum Lösegeld für viele!“

In allem soll der Angestellte suchen, seinem Vorgesetzten zu gefallen - nicht in augendienerischer Weise, aber in Wahrheit! - Das Widersprechen wird hier auf die gleiche Stufe gestellt mit dem Unterschlagen. [Vgl. Luk. 16,5-7.]

Lukas 16,5-7 -- 5 Und er rief zu sich alle Schuldner seines Herrn und sprach zu dem ersten: Wie viel bist du meinem Herrn schuldig? 6 Er sprach: Hundert Tonnen Öl. Und er sprach zu ihm: Nimm deinen Brief, setze dich und schreib flugs fünfzig. 7 Darnach sprach er zu dem andern: Du aber, wie viel bist du schuldig? Er sprach: Hundert Malter Weizen. Und er sprach zu ihm: Nimm deinen Brief und schreib achtzig.

Wie mancher Gläubige, der Veruntreuen für eine große Sünde ansehen würde, sieht in häufigem Widersprechen gegenüber seinen Vorgesetzten kein Unrecht! Ach, wie verkehrt denken wir noch in manchen Stücken! Laßt uns doch auf das zarte Mahnen und Strafen des Heiligen Geistes besser achten! - Es gilt, in der täglichen Arbeit gewissenhaft und pünktlich, fleißig und dienstbereit zu sein - „alle gute Treue erweisend“. Hierin ist Joseph (der doch der freie Sohn eines freien und begüterten Vaters war) in seiner schweren Sklavenlage in Ägypten ein anspornendes Vorbild. (Lies 1. Mos. 39,1-6; 21-23; vgl. 1. Sam. 22,14; 26,21-25.) '''

1. Mose 39,1-6 -- 1 Joseph ward hinab nach Ägypten geführt; und Potiphar, ein ägyptischer Mann, des Pharao Kämmerer und Hauptmann, kaufte ihn von den Ismaeliten, die ihn hinabbrachten. 2 Und der HERR war mit Joseph, daß er ein glücklicher Mann ward; und er war in seines Herrn, des Ägypters, Hause. 3 Und sein Herr sah, daß der HERR mit ihm war; denn alles, was er tat, dazu gab der HERR Glück durch ihn, 4 Also daß er Gnade fand vor seinem Herrn und sein Diener ward. Der setzte ihn über sein Haus, und alles, was er hatte, tat er unter seine Hände. 5 Und von der Zeit an, da er ihn über sein Haus und alle seine Güter gesetzt hatte, segnete der HERR des Ägypters Haus um Josephs willen; und war eitel Segen des HERRN in allem, was er hatte, zu Hause und auf dem Felde. 6 Darum ließ er alles unter Josephs Händen, was er hatte, und nahm sich keines Dinges an, solange er ihn hatte, nur daß er aß und trank. Und Joseph war schön und hübsch von Angesicht. / 1. Mose 39,21-23 -- 21 Aber der HERR war mit ihm und neigte seine Huld zu ihm und ließ ihn Gnade finden vor dem Amtmann über das Gefängnis, 22 daß er ihm unter seine Hand befahl alle Gefangenen im Gefängnis, auf daß alles, was da geschah, durch ihn geschehen mußte. 23 Denn der Amtmann des Gefängnisses nahm sich keines Dinges an; denn der HERR war mit Joseph, und was er tat, dazu gab der HERR Glück. / 1. Samuel 22,14 -- Ahimelech antwortete dem König und sprach: Und wer ist unter allen deinen Knechten wie David, der getreu ist und des Königs Eidam und geht in deinem Gehorsam und ist herrlich gehalten in deinem Hause? / 1. Samuel 26, 21-25 -- 21 Und Saul sprach: Ich habe gesündigt, komm wieder, mein Sohn David, ich will dir fürder kein Leid tun, darum daß meine Seele heutigestages teuer gewesen ist in deinen Augen. Siehe, ich habe töricht und sehr unweise getan. 22 David antwortete und sprach: Siehe, hier ist der Spieß des Königs; es gehe der Jünglinge einer herüber und hole ihn. 23 Der HERR aber wird einem jeglichen vergelten nach seiner Gerechtigkeit und seinem Glauben. Denn der HERR hat dich heute in meine Hand gegeben; aber ich wollte meine Hand nicht an den Gesalbten des HERRN legen. 24 Und wie heute deine Seele in meinen Augen ist groß geachtet gewesen, so werde meine Seele groß geachtet vor den Augen des HERRN, und er errette mich von aller Trübsal. 25 Saul sprach zu David: Gesegnet seist du, mein Sohn David; du wirst's tun und hinausführen. David aber ging seine Straße, und Saul kehrte wieder an seinen Ort.

„Ein treuer Mann hat viele Segnungen“''' und eine treue Magd wird wohl belohnt werden! (Lies Ps. 101,6; Röm. 2,10.11.)

Psalm 101,6 -- Meine Augen sehen nach den Treuen im Lande, daß sie bei mir wohnen; und habe gerne fromme Diener / Römer 2,10.11 -- 10 Preis aber und Ehre und Friede allen denen, die da Gutes tun, vornehmlich den Juden und auch den Griechen. 11 Denn es ist kein Ansehen der Person vor Gott.

Mit großem Nachdruck wird also jedem Geschlecht, Alter und Stand ein sittenreiner und pflichttreuer Wandel zur Aufgabe gemacht, da gegenüber den Anschuldigungen der Gegner soviel daran gelegen ist, daß sich der Glaube an Christum durch das Tatzeugnis Seiner Bekenner bewähre und rechtfertige! - Es ist „die Lehre unseres Heiland-Gottes“, auf welche jede Untreue, die wir begehen - jeder Charakterfehler, der uns anhaftet, als dunkler Schatten und Schande zurückfällt. Und wir sind doch berufen, diese kostbare Lehre in all ihren einzelnen Punkten durch unser tägliches Verhalten darzustellen (Phil. 2,16)

Phlipper 2,16 -- damit daß ihr haltet an dem Wort des Lebens, mir zu einem Ruhm an dem Tage Christi, als der ich nicht vergeblich gelaufen noch vergeblich gearbeitet habe

und zu zieren - sie vor den Menschen als etwas ungemein Schönes glänzen zu lassen und dadurch allen Lasterreden aufs Wirksamste zu begegnen, welche die christliche Lehre etwa als aufrührerisch oder ordnungstörend brandmarken wollen! - Ja, unser Glaube soll von den unbekehrten Menschen verstanden und beurteilt werden nach den Früchten der Demut und Sanftmut, des Fleißes und der Treue, die er in uns hervorbringt!

(Montag, den 11. Oktober 1926)

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Zuletzt geändert am 11.05.2026 11:31 Uhr | powered by PmWiki (pmwiki-2.3.3)