BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn(www.wol-blz.net) |
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Diese BLZ Andacht: -- Im Original -- ERWEITERT
HOSEA
Hosea 1,6Und sie ward abermals schwanger und gebar eine Tochter. Und er sprach zu ihm: Heiße sie Lo-Ruhama Unbegnadigte; denn ich will mich nicht mehr über das Haus Israel erbarmen, daß ich ihnen vergäbe Die Tochter des Propheten erhält den Namen „Lo-Ruchama“, d. h. „kein Erbarmen“ oder „Nichtbegnadigte“. Das ist ein furchtbarer Name, eine schreckliche Gerichtsankündigung: „Ich werde Mich fortan des Hauses Israel nicht mehr erbarmen, daß Ich ihnen irgendwie vergebe!“ Unbegreifliche Langmut und Barmherzigkeit hatte Gott bisher an Israel bewiesen, indem Er ihre Sünden und Götzendienereien ertrug und immer neu Seine Propheten zu ihnen sandte mit der Aufforderung: „Kehret um von euren bösen Wegen!“ Doch sie hatten ihre Ohren verschlossen und ihren Nacken verhärtet, statt sich zu beugen und umzukehren, bis schließlich „keine Heilung mehr war“. (Lies 2. Kön. 17,1-23.) 2. Könige 17,1-23 -- 1 Im zwölften Jahr des Ahas, des Königs in Juda, ward König über Israel zu Samaria Hosea, der Sohn Elas, neun Jahre; 2 und er tat, was dem HERRN übel gefiel, doch nicht wie die Könige Israels, die vor ihm waren. 3 Wider denselben zog herauf Salmanasser, der König von Assyrien. Und Hosea ward ihm untertan, daß er ihm Geschenke gab. 4 Da aber der König von Assyrien inneward, daß Hosea einen Bund anrichtete und hatte Boten zu So, dem König in Ägypten, gesandt, griff er ihn und legte ihn ins Gefängnis. 5 Nämlich der König von Assyrien zog über das ganze Land und gen Samaria und belagerte es drei Jahre. 6 Und im neunten Jahr Hoseas gewann der König von Assyrien Samaria und führte Israel weg nach Assyrien und setzte sie nach Halah und an den Habor, an das Wasser Gosan und in die Städte der Meder. 7 Denn die Kinder Israel sündigten wider den HERRN, ihren Gott, der sie aus Ägyptenland geführt hatte, aus der Hand Pharaos, des Königs von Ägypten, und fürchteten andere Götter 8 und wandelten nach der Heiden Weise, die der HERR vor den Kindern Israel vertrieben hatte, und taten wie die Könige Israels; 9 und die Kinder Israels schmückten ihre Sachen wider den HERRN, ihren Gott, die doch nicht gut waren, also daß sie sich Höhen bauten in allen Städten, von den Wachttürmen bis zu den festen Städten, 10 und richteten Säulen auf und Ascherabilder auf allen hohen Hügeln und unter allen grünen Bäume 11 und räucherten daselbst auf allen Höhen wie die Heiden, die der HERR vor ihnen weggetrieben hatte, und sie trieben böse Stücke, den HERRN zu erzürnen, 12 und dienten den Götzen, davon der HERR zu ihnen gesagt hatte: Ihr sollt solches nicht tun; 13 und wenn der HERR bezeugte in Israel und Juda durch alle Propheten und Seher und ließ ihnen sagen: Kehret um von euren bösen Wegen und haltet meine Gebote und Rechte nach allem Gesetz, das ich euren Vätern geboten habe und das ich zu euch gesandt habe durch meine Knechte, die Propheten: 14 so gehorchen sie nicht, sondern härteten ihren Nacken gleich dem Nacken ihrer Väter, die nicht glaubten an den HERRN, ihren Gott; 15 dazu verachteten sie seine Gebote und seinen Bund, den er mit ihren Vätern gemacht hatte, und seine Zeugnisse, die er unter ihnen tat, und wandelten ihrer Eitelkeit nach und wurden eitel den Heiden nach, die um sie her wohnten, von welchen ihnen der HERR geboten hatte, sie sollten nicht wie sie tun; 16 aber sie verließen alle Gebote des HERRN, ihres Gottes, und machten sich zwei gegossene Kälber und Ascherabild und beteten an alles Heer des Himmels und dienten Baal wehren uns, zu predigen den Heiden, damit sie selig würden, auf daß sie ihre Sünden erfüllen allewege; denn der Zorn ist schon über sie gekommen zum Ende hin. 17 und ließen ihre Söhne und Töchter durchs Feuer gehen und gingen mit Weissagen und Zaubern um und verkauften sich, zu tun, was dem HERRN übel gefiel, ihn zu erzürnen: 18 da ward der HERR sehr zornig über Israel und tat sie von seinem Angesicht, daß nichts übrigblieb denn der Stamm Juda allein. 19 (Dazu hielten auch die von Juda nicht die Gebote des HERRN, ihres Gottes, und wandelten in den Sitten, darnach Israel getan hatte.) 20 Darum verwarf der HERR allen Samen Israels und drängte sie und gab sie in die Hände der Räuber, bis er sie verwarf von seinem Angesicht. 21 Denn Israel ward gerissen vom Hause Davids; und sie machten zum König Jerobeam, den Sohn Nebats. Derselbe wandte Israel ab vom HERRN und machte, daß sie schwer sündigten. 22 Also wandelten die Kinder Israel in allen Sünden Jerobeams, die er angerichtet hatte, und ließen nicht davon, 23 bis der HERR Israel von seinem Angesicht tat, wie er geredet hatte durch alle seine Knechte, die Propheten. Also ward Israel aus seinem Lande weggeführt nach Assyrien bis auf diesen Tag.
Gottes Gnadenzeit, da Er noch zur Buße ruft und Vergebung anbietet, währt lange, aber der Abschluß derselben ist bei Ihm unabänderlich festgesetzt. Ist dieser Abschluß gekommen, so ist kein Erbarmen, keine Begnadigung mehr bei Ihm zu erlangen. Wer die Gnadenfrist verstreichen läßt, ohne von der dargebotenen Barmherzigkeit Gebrauch zu machen, dem bleibt nichts anderes übrig als ein schonungsloses Gericht und „ein Feuereifer, der die Widersacher verschlingen wird“. (Hebr. 10,26.27.) Hebräer 10,26.27 -- 26 Denn so wir mutwillig sündigen, nachdem wir die Erkenntnis der Wahrheit empfangen haben, haben wir fürder kein anderes Opfer mehr für die Sünden 27 sondern ein schreckliches Warten des Gerichts und des Feuereifers, der die Widersacher verzehren wird.
Gottes Gerichtsdrohungen erfüllen sich so sicher wie Seine Gnadenverheißungen. Das unter alle Völker zerstreute, der Verstockung anheimgegebene Volk Israel ist ein erschütternder Beweis dafür: „der Zorn ist völlig über sie gekommen.“ (1. Thess. 2,16.) - 1. Thessalonicher 2,16 -- wehren uns, zu predigen den Heiden, damit sie selig würden, auf daß sie ihre Sünden erfüllen allewege; denn der Zorn ist schon über sie gekommen zum Ende hin.
In der Christenheit ruft Gott heute noch zur Buße und Bekehrung und bietet jeder ungeretteten Seele die Gnadenhand zur Versöhnung und Sündentilgung dar. Viele haben in unseren ernsten Tagen dieselbe ergriffen und sind durch die Wiedergeburt und Erneuerung, die der Heilige Geist wirkt, neue Menschen geworden in Christo Jesu. Täglich aber kann die Stunde schlagen, da die Tür des Heils verschlossen wird; dann werden an derselben gleichsam die erschütternden Worte zu lesen sein: „Ich werde Mich fortan nicht mehr erbarmen, daß Ich irgendwie vergebe!“ (Freitag 9. Februar 1917) |