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Startseite -- Bücher AT -- 2. Mose -- 240 (Angaben zur Innenverkleidung der Stiftshütte und zu den drei Decken des Zeltes darüber)
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DAS ZWEITE BUCH MOSE (Exodus)
E. GESETZ 2: Der Plan des Heiligtums (2. Mose 25-31)

5. Angaben zur Innenverkleidung der Stiftshütte und zu den drei Decken des Zeltes darüber (2. Mose 26,1-14)


2. MOSE 26,1-14

1 Die Wohnung sollst du machen von zehn Teppichen, von gezwirnter, weißer Leinwand, von blauem und rotem Purpur und von Scharlach. Cherubim sollst du daran machen von kunstreicher Arbeit. 2 Die Länge eines Teppichs soll achtundzwanzig Ellen sein, die Breite vier Ellen, und sollen alle zehn gleich sein. 3 Und sollen je fünf zu einem Stück zusammengefügt sein, einer an den andern. 4 Und sollst Schleifen machen von blauem Purpur an jegliches Stück am Rand, wo die zwei Stücke sollen zusammengeheftet werden; 5 fünfzig Schleifen an jegliches Stück, daß eine Schleife der andern gegenüberstehe. 6 Und sollst fünfzig goldene Haken machen, womit man die Teppiche zusammenheftet, einen an den andern, auf daß es eine Wohnung werde. 7 Du sollst auch eine Decke aus Ziegenhaar machen zur Hütte über die Wohnung von elf Teppichen. 8 Die Länge eines Teppichs soll dreißig Ellen sein, die Breite aber vier Ellen, und sollen alle elf gleich groß sein. 9 Fünf sollst du aneinander fügen und sechs auch aneinander, daß du den sechsten Teppich zwiefältig machst vorn an der Hütte. 10 Und sollst an jegliches Stück fünfzig Schleifen machen am Rand, wo die Stücke sollen zusammengeheftet werden. 11 Und sollst fünfzig eherne Haken machen und die Haken in die Schleifen tun, daß die Hütte zusammengefügt und eine Hütte werde. 12 Aber vom Überlangen an den Teppichen der Hütte sollst du einen halben Teppich lassen überhangen hinten an der Hütte 13 und auf beiden Seiten je eine Elle, daß das Überlange sei an der Hütte Seiten und auf beiden Seiten sie bedecke. 14 Über diese Decke sollst du eine Decke machen von rötlichen Widderfellen, dazu über sie eine Decke von Dachsfellen.

Nachdem die wichtigsten Einrichtungsstücke beschrieben sind, beginnt die Darstellung der heiligen Wohnung selbst. Dieselbe war ein zerlegbares, zur Beförderung geeignetes Zelt. [Lies 2. Sam. 7,6.7.]

2. Samuel 7,6.7 -- 6 Habe ich doch in keinem Hause gewohnt seit dem Tage, da ich die Kinder Israel aus Ägypten führte, bis auf diesen Tag, sondern ich habe gewandelt in der Hütte und Wohnung. 7 Wo ich mit allen Kinder Israel hin wandelte, habe ich auch je geredet mit irgend der Stämme Israels einem, dem ich befohlen habe, mein Volk Israel zu weiden, und gesagt: Warum baut ihr mir nicht ein Zedernhaus?

deshalb bestand die Stiftshütte in der Hauptsache gleich allen damaligen Zelten aus Teppichen, die aber nicht wie sonst auf Pfählen und Tragstangen ruhten, sondern über eine Hütte von Brettern ausgespannt wurden. Ehe von dieser letzteren die Rede ist, werden uns die vier Decken oder Teppiche beschrieben, die, übereinanderlegt, die Wohnung des Herrn vor der Sonnenglut und den Unbilden der Witterung schützten. Das 26. Kapitel des 2. Buches Mose beschreibt uns gerade diese Decken und dann die ganz mit echtem Goldblech überzogenen Bretter, aus denen die Stiftshütte gebildet war. - Die erste oder unterste Decke, welche über die Stiftshütte gebreitet wurde, war die feinste und wertvollste, die „Cherubimdecke“. Auf sie blickte der Priester, wenn er innerhalb des Heiligtums nach oben schaute! - Diese Cherubimdecke hieß im engeren Sinn „die Wohnung“, während die zweite Decke von Ziegenhaar „das Zelt“ hieß und die dritte von rotgefärbten Widderfellen als „Decke“ bezeichnet wird, über welche dann als letzte noch eine Decke von Dachsfellen zum Schutz gelegt wurde. [Vgl. V. 1.7.14 u. Kap. 35,11.]

2. Mose 35,11 -- nämlich die Wohnung mit ihrer Hütte und Decke, Haken, Brettern, Riegeln, Säulen und Füßen

Jene erste, wertvollste Decke wird uns hier in V. 1-6 beschrieben. Sie bestand aus zehn in Kunstweberarbeit hergestellten Teppichen. Jeder derselben war 28 Ellen lang und 4 Ellen breit. (Die damalige Elle war nach heutigem Maß etwa ½ Meter.) Die Grundfäden jener wunderschönen Teppiche bestanden aus gezwirntem “Byssus“, der feinsten weißen Baumwolle aus Ägypten, die mit Gold aufgewogen wurde. Blaue, purpurrote und scharlachrote Fäden waren eingewirkt, und man konnte deutlich bunte Cherubgestalten wahrnehmen. Solche Kunstweberarbeit, sowie all die anderen Fertigkeiten, die zur Herstellung der Stiftshütte dienten, hatten die Israeliten in Ägypten gelernt. Mose selbst vor allem besaß die theoretischen und praktischen Kenntnisse dazu. - Von diesen zehn feinen Baumwollteppichen wurden je fünf zu einem grossen Stück zusammengenäht. Die zwei grossen Stücke, die man auf diese Weise bekam, hatten auf je einer Seite 50 blaue Schlingen und wurden durch 50 goldene Haken oder Klammern zusammengehalten. So bildeten die zwei großen Stücke miteinander ein Ganzes. - Diese mächtige Decke wurde in der Weise über die goldene Hütte ausgebreitet, daß die Länge der einzelnen Teppiche (28 Ellen.) sich über die Breite der Hütte (10 Ellen) ausdehnte. Die auf beiden Seiten überschießenden 9 Ellen hingen an den Langwänden der Bretterhütte herab, und die Zusammenheftung der beiden großen Stücke mit Schlingen und Haken traf gerade über den das Heilige vom Allerheiligsten scheidenden inneren Vorhang. (2. Mos. 26,31-34.)

2. Mose 26,31-34 -- 31 Du sollst einen Vorhang machen von blauem und rotem Purpur, Scharlach und gezwirnter weißer Leinwand; und sollst Cherubim daran machen von kunstreicher Arbeit. 32 Und sollst ihn hängen an vier Säulen von Akazienholz, die mit Gold überzogen sind und goldene Haken und vier silberne Füße haben. 33 Und sollst den Vorhang hängen unter die Haken, und die Lade des Zeugnisses innen hinter den Vorhang setzen, daß er euch eine Scheidewand sei zwischen dem Heiligen und dem Allerheiligsten. 34 Und sollst den Gnadenstuhl tun auf die Lade des Zeugnisses in dem Allerheiligsten.

Auch nach hinten hing die Decke über dem Allerheiligsten noch etwa 10 Ellen an der Rückwand hinab. - Die zweite Decke, genannt „das Zelt“ (2. Mos. 26,7-13) war aus Ziegenhaaren, vermutlich weißen, gewoben.

2. Mose 26,7-13 -- 7 Du sollst auch eine Decke aus Ziegenhaar machen zur Hütte über die Wohnung von elf Teppichen. 8 Die Länge eines Teppichs soll dreißig Ellen sein, die Breite aber vier Ellen, und sollen alle elf gleich groß sein. 9 Fünf sollst du aneinander fügen und sechs auch aneinander, daß du den sechsten Teppich zwiefältig machst vorn an der Hütte. 10 Und sollst an jegliches Stück fünfzig Schleifen machen am Rand, wo die Stücke sollen zusammengeheftet werden. 11 Und sollst fünfzig eherne Haken machen und die Haken in die Schleifen tun, daß die Hütte zusammengefügt und eine Hütte werde. 12 Aber vom Überlangen an den Teppichen der Hütte sollst du einen halben Teppich lassen überhangen hinten an der Hütte 13 und auf beiden Seiten je eine Elle, daß das Überlange sei an der Hütte Seiten und auf beiden Seiten sie bedecke.

Sie bestand aus elf einzelnen Teppichen von 4 Ellen Breite und 30 Ellen Länge. Durch Zusammennähen von je sechs und fünf dieser Ziegenhaarteppiche entstanden wie bei der ersten Decke zwei grosse Stücke. Auch diese wurden je an einer Seite mit 50 Schlingen versehen und durch 50 eherne Klammern oder Haken, in die Schlingen gebracht, zu einem grossen Ganzen verbunden. Diese zweite größere Decke wurde in derselben Weise ausgebreitet über die Stiftshütte wie die erste und bedeckte sie. Sie wurde ein wenig mehr nach vorne geschoben und hier, beim Eingang der Stiftshütte, auf dem Dach mit 2 Ellen zurückgeschlagen, also doppelt gelegt. Da aber die Ziegenhaardecke einen Teppich mehr hatte und die einzelnen Teppiche länger waren als bei der Cherubimdecke, so hing sie an den Langseiten um je eine Elle über die schönen Cherubimteppiche hinunter - hinten um mehr! - Damit nun auch die Ziegenhaardecke gegen Regen und Sonnenbrand von oben her geschützt sei, wurden noch zwei weitere Decken angefertigt - zunächst die dritte aus rotgefärbten Widderfellen - und dann eine vierte aus dunklen Dachsfellen. (manche meinen, daß diese letzte Decke aus Seekuhhäuten zusammengesetzt gewesen sei. Die Seekuh findet man im Roten Meer!) - Die beiden letzteren Decken bedeckten nur die Oberfläche der Stiftshütte, so daß sie nur wenig über die Kanten derselben hinüberreichten!

(Montag, 5. November 1934)

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