BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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JAHRGANG 1951
November 1951

Samstag, 10. November 1951


1. Mose 22,8-10; Philipper 1,20.21

Abraham spricht: „Gott wird Sich ersehen ein Schaf zum Brandopfer!“ Das ist Abrahams Glaube – das wird Isaaks Zuversicht. – Göttlicher Weisheit, die ihre Stunde kennt – göttlicher Macht, die ihre Mittel findet – göttlicher Liebe, deren Ziel das ewige Heil Seiner Auserwählten ist, überläßt sich hier Abraham sowohl als Isaak. Bei beiden finden wir jene stille Gelassenheit, die im Labyrinth der Wege Gottes sich hält an den Faden der göttlichen Führung. Sie glauben beide an das Wort: „Was Ich tue, das weißt du jetzt nicht, du wirst es aber hernach erfahren!“ [Joh. 13,7; lies Hebr. 12,9-11; Jak. 5,7.8.] Diese demütig gläubige Ergebung, früh geübt und früh gelernt, beherrscht, wie wir später sehen werden, Isaaks ganzes Leben. Sie gibt ihm die Kraft stillzuhalten, weil der Herr ihn wunderbar führt – sich selbst und seine Wünsche zu verleugnen, damit des Herrn Wille zur Vollendung komme! [Lies Joh. 12,24-26.] Ein bekanntes Sprichwort sagt: „Jung gewohnt, alt getan!“ Bei Isaak zeigt es sich, daß die in der Jugend geübte Gottesfurcht und das stille Vertrauen zum Herrn seine reichgesegnete Wirkung hatte und ihm dadurch auch ein reichgesegnetes Mannes- und Greisenalter beschert wurde. – Als Vater und Sohn schließlich an der Opferstätte angekommen waren, sah sich Abraham doch vor die bittere Notwendigkeit gestellt, Isaak Gottes heiligen Befehl zu offenbaren. Der biblische Bericht schweigt darüber, mit welchen Worten und in welcher Weise der Patriarch dies getan hat – auch darüber, wie Isaak diese schreckliche Botschaft aufgenommen hat. Wir dürfen jedoch annehmen, daß der stille Isaak sich auch jetzt in Gottes unerforschlichen Ratschluß vertrauensvoll ergeben hat. [Lies Jes. 57,15; 66,1.2.]

O gib wie Isaak mir ein zerbrochen Herz,
Das Dir, Du heilger Herr, gebeugt in Glück und Schmerz –
Das wartet, wenn Dein Mund ihm schweigt,
Und wenn Du redest, still sich neigt!

Wie Isaak gib mir voll Einfalt ein Gemüt,
Das kindlich gläubig Dir in Herz und Auge sieht –
Ein Herz, zu dem Du gern Dich neigst,
Und dem Du Gnad um Gnad erzeigst!

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