BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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JAHRGANG 1951
Juli 1951

Dienstag, 24. Juli 1951


1. Mose 21,23-32; Offenbarung 21,6; 22,17

Abimelech kam also zu Abraham, um ein Bündnis mit ihm zu schließen und die schon bestehende Freundschaft für die Zukunft zu befestigen. Oder sollte ein Leben mit Gott, wie es Abraham führte, ohne Zukunft sein? War es möglich, mit dem Gott der Ewigkeiten im Umgang zu stehen, ohne etwas von dessen Ewigkeit in die Geschichte der Zeit hineinzutragen? Abimelech war zu der Überzeugung gekommen: Solch einem Mann wie Abraham gehört die Zukunft, und sein Wunsch war nun, daß diese Zukunft für seine eigenen Geschlechter nicht zu einer Gefahr werden möge. Sein Feldhauptmann Pikol ist mitgekommen, um bei der Bundsschließung als Zeuge gegenwärtig zu sein. Bei diesem Zusammensein wurde auch eine Angelegenheit besprochen, die die das Verhältnis Abrahams zu Abimelech etwas getrübt hatte: Die Hirten Abimelechs hatten den Wasserbrunnen, den Abrahams Knechte gegraben hatten, gewaltsam für sich in Anspruch genommen! Als Abraham diese Angelegenheit zur Sprache brachte, da sagte Abimelech: Ich habe davon nichts gewußt! Da erkannte Abraham, daß Abimelech selbst an der Sache völlig unbeteiligt war, und nach Ausgleichung dieser Streitsache wurde das Bündnis geschlossen! Abraham machte dem König ein Geschenk von Kleinvieh und Rindern als reale Bürgschaft dafür, daß er Abimelechs Entgegenkommen erwiderte und mit dem König und seinen Nachkommen in Frieden und Freundschaft zu bleiben beabsichtigte! – Um sich den Brunnen für alle Zeiten gegen erneute Ansprüche von Seiten der Philister zu sichern, stellt Abraham sieben junge Schafe besonders als persönliches Geschenk an Abimelech. Der Brunnen gehört fortan Abraham und seinen Nachkommen, da er denselben hatte graben und ausbauen lassen. Die Stätte, wo der Bund abgeschlossen, durch ein Sieben-Lämmer-Geschenk und durch Schwur bekräftigt wurde hieß fortan Beerseba, d. h. Sieben-Brunnen oder Eides-Brunnen. [Lies Jes. 41,17.18; Jer. 2,12.13.] Ein guter Brunnen war in jenem heißen Land ein wertvoller Besitz. Wer einen Brunnen hatte, der konnte mit seinen Herden leben. Abraham lebte jetzt längere Zeit hier am Brunnen. Das ist etwas sehr Bedeutsames auch für uns: unser Brunnen ist das Wort Gottes! Daraus sprudeln uns Lebenskräfte in reicher Fülle! Tag für Tag darfst du bei diesem Brunnen wohnen und aus ihm schöpfen; anders kann dein inneres Leben nicht gedeihen und kannst du für Christus kein Zeugnis sein! Jesus sagt: „Das Wasser, das Ich euch gebe, wird in euch eine Quelle lebendigen Wassers werden, das ins innere Leben quillt.“ [Lies Joh. 7,37-39; Ps. 46,4-7; Spr. 5,15.16.]

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