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JAHRGANG 1951
Juli 1951

Samstag, 7. Juli 1951


1. Mose 20,9-13; Jeremia 17,10; Sacharja 13,9

„Warum hast du uns das angetan?“ ruft Abimelech. „Du hast gegen uns gehandelt, wie man nicht handeln soll. Was beabsichtigst du, daß du dies getan hast?“ – Abraham bleibt diesen gerechten Vorwürfen gegenüber stumm. Schließlich antwortet er: „Ich habe gedacht: Vielleicht ist keine Gottesfurcht an diesem Orte, und die Leute werden mich töten um meiner Frau willen!“ Was sind das doch für armselige Ausflüchte, und wie viel Angst um sein eigenes Leben spricht hier aus Abraham. Um seines eigenen Lebens willen setzt er seine Frau und ihre Ehre aufs Spiel. Wie niedrig ist doch diese Gesinnung! Nur Selbstsucht leitet ihn hier. Ach, Abraham, wie tief bist du gefallen! – Gott muß dieses Erleben in Gerar gebrauchen, um eine böse Wurzel bei Abraham bloßzulegen. Er muß zum Erkennen und Bekennen derselben gebracht werden, damit er sie richte und für immer von ihr befreit werde! [Lies 1. Kor. 5,7.8; Eph. 4,22-30.] Hätte Abraham schon in Ägypten offen vor Gott bekannt, daß er diesen sündigen Plan bereits beim Auszug aus Ur in Chaldäa gefaßt hatte, - hätte er dort schon so ernst und so weit zurückgegriffen, dann wäre ihm dieser erneute und schlimme Fehler in Gerar erspart geblieben. Ja, es ist wahr: Wenn wir einen Fehltritt nicht gründlich genug und bis auf die Wurzel verurteilen und ausrotten, dann wird sich derselbe im Laufe der Zeit in noch schlimmerer und demütigender Weise wiederholen! Wir erkennen hier vier wichtige Punkte: 1. Eine Sünde bloßlegen und offenbar machen, das tut der Geist Gottes, 2. den Fehltritt bereuen und bekennen, das muß der Gläubige selbst tun! 3. zu richten und zu verurteilen, dazu ist die Welt ganz schnell dazu bereit; doch 4. befreien, reinigen und heilen, das vermag nur Gott zu tun! [Lies 1. Kor. 6,11; 2. Kor. 7,9-11; vgl. Hebr. 12,14-17.]

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