BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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JAHRGANG 1934
Dezember 1934

Freitag, den 28. Dezember 1934


2. Mose 28,15-21

Unzertrennlich mit dem „Ephod“ (Schulterkleid) verbunden war also das viereckige „Brustschild“ - eine nach oben hin offene Tasche - vom gleichen Stoff, eine halbe Elle breit und eine halbe Elle hoch, welche der Hohepriester auf der Brust trug. Das Brustschild war mit zwölf leuchtenden Edelsteinen besetzt, und in jeden derselben war der Name eines der zwölf Stämme eingegraben. - In dieser Tasche befanden sich, wie wir in V. 30 erfahren, die Urim und Thummim (d. h. Lichter und Vollkommenheiten oder: Erleuchtungen und Vollendungen). Es waren, wie die alten Rabbinen uns sagen, zwei merkwürdige Steine , aus deren Glanz der Hohepriester, wenn er sie vor Gott hinlegte, eine klare Weisung - ein klares Urteil von Gott entnehmen konnte! - Vergleichen wir damit 4. Mos. 27,21, so erfahren wir, daß nach dem Tode Moses Josua als Heerführer des Volkes vor den Hohenpriester Eleasar treten sollte, so oft er Erleuchtung und Weisung von Gott für den Weg und den Kampf des Volkes bedurfte oder des Herrn Urteil in irgendeiner Sache erfahren wollte. - Auf dieses Brustschild der hohenpriesterlichen Kleidung wird hier großes Gewicht gelegt und besonders auf seine allseitige Befestigung an dem hohenpriesterlichen Überkleid. - Wenn wir allezeit vertrauensvoll und gehorsam zu unserem großen Hohenpriester Jesus aufblicken, so wird es uns an Licht und Leitung für unseren Pfad durch diese dunkle Welt nicht fehlen. (Lies Ps. 25,12; 32,8; 119,105.) - Auch werden wir, wenn wir aufrichtig genug sind, jederzeit durch den Herrn Jesus Gottes Urteil über uns erfahren und hören können, wie es tatsächlich um uns steht! - Ein aufrichtiges Herz bittet: „Erforsche mich, Gott, und erkenne mein Herz! Prüfe mich und erkenne meine Gedanken! Ja, siehe Du zu, ob ich dazu neige, einen verkehrten, unheilvollen Weg einzuschlagen - vielmehr leite mich auf den Ewigkeitsweg!“ (Vgl. Ps. 26,1-3.11 a. 12; [Spr. 11,2.3.5.6; 15,19b; Jer. 6,16].) - Ja, Jesus, unser großer Hoherpriester, ist im Vollbesitz alles Lichts und aller Weisheit; ist Er doch die göttliche Weisheit in Person und kann uns den Willen und das Urteil Gottes jederzeit völlig offenbaren, wenn wir nur willig sind, es zu vernehmen und danach zu handeln. Er sagt: „Wenn jemand den Willen Gottes tun will, so wird er auch von Meiner Belehrung wissen, ob sie aus Gott ist, oder ob Ich aus Mir Selbst rede!“ Wie ernst ist doch diese Frage an unser innerstes Herz: Bist du um jeden Preis willig, den Willen Gottes zu erkennen und zu tun, wie er dir durch Jesus und Sein Wort geoffenbart wird? [Lies Mark. 10,17-22.] - Ein eigenwilliger, ungehorsamer Saul denke nicht, daß Gott ihm Antwort oder Leitung zuteil werden läßt! [1. Sam. 28,6.] - Denken wir dagegen an Nathanael, jenen einfältigen, aufrichtigen Jünger, bei dessen Anblick der Herr Jesus ausrief: „Schaut! Da kommt wirklich ein Israelit, in welchem kein Trug ist!“ - Wahrlich, „der Herr kennt die Tage der Lauteren; ihr Erbteil wird von ewigem Wert und ewiger Dauer sein!

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