BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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JAHRGANG 1934
Dezember 1934

Dienstag, den 18. Dezember 1934


2. Mose 27,20.21

Das ganze Volk wurde dafür mitverantwortlich gemacht, daß ein reichliches Maß von Öl für den goldenen Leuchter da sei, damit sein siebenfaches Licht beständig brenne. Auch heute wird allen Erlösten zugerufen: „Seid mit dem Geist erfüllt!“ „Laßt euer Licht leuchten vor den Menschen!“ - Die wenigsten Kinder Gottes wissen, wie einfach und wie erquickend ein Leben im Heiligen Geiste ist, was es aber auch erfordert an Aufrichtigkeit, Demut, Zerbrochenheit und Energie des neuen Menschen. Wir ersehen aus Offenb. 1,12.13 und 2,1, daß es eine der vornehmsten Sorgen unseres himmlischen Hohenpriesters Jesus ist, Seine Erlösten auf Erden zuzubereiten und zu heiligen, damit es ihnen in irgendeinem Maß geschenkt werde, göttliches Licht zu empfangen und zu verbreiten. Der weise Prediger ruft uns zu: „Deine Kleider seien weiß zu aller Zeit, und das Öl mangle nicht auf deinem Haupte!“ - Wenn wir tief genug unsere Schwachheit und Bedürftigkeit empfinden und dankbar Gebrauch machen von all der vorhandenen Gnade - mit heiliger Energie beständig weiter sie uns aneignend, dann kann göttliche Kraft und göttliches Licht in uns wirksam sein und sich entfalten, so daß wir in der dunklen Welt ein helles Zeugnis und Licht für Gott sein können! - Unser Herr hatte hier auf Erden den Heiligen Geist in Sich ohne Maß - in Fülle! Auch für uns kommt alles darauf an, ob uns Darreichungen des Heiligen Geistes geschenkt werden können und ob wir solch lautere und demütige Beter sind, daß wir Wirkungen des Heiligen Geistes für andere erringen und erreichen können: „Das inständige und brennende Gebet eines Gerechten hat große Kraft und Wirkung!“ - Der Ölbaum ist bei weitem der verbreitetste Baum in Palästina, der ein außerordentlich hohes Alter erreicht. Man behauptet, daß die im Garten Gethsemane stehenden acht großen Ölbäume gut noch dieselben sein könnten, unter welchen unser Herr einst unter Tränen Sein Flehen und Rufen zu Gott gesandt hat! - Das gewöhnlichere Öl wurde durch Zertreten der Oliven in der Kelter gewonnen, welche sich im Ölgarten selbst befand. Doch für das feinste Öl zerstieß man die Oliven in einem Mörser und legte sie dann in ein Sieb, unter welchem man den von selbst auslaufenden grünlich-weißen Saft sammelte; daher der Ausdruck „zerstoßenes Öl“. - Beständig sollte das Licht im Heiligtum leuchten. Das wollen auch wir uns tief zu Herzen nehmen! „Glühend im Geiste“ dürfen und sollen die Erlösten dem Herrn dienen. (Lies [Röm. 12,11; vgl. Apgesch. 18,24. 25;] Kol. 4,12.13; vgl. dagegen Matth. 24,12 und Jer. 25,8-10; Offenb. 2,4; 3,15.16!) - Wir brauchen stets neue Einwirkungen und Zuflüsse des Heiligen Geistes und des göttlichen Lebens von oben. David sagt: „Mit frischem Öl werde ich übergossen werden!“ [Vgl. Ps. 119,40.88.159.] - Wie Aaron und seine Söhne täglich den goldenen Leuchter reinigten und das Öl nachfüllten, damit seine Flammen helle brannten, so ist unser hochgelobter Herr in der Herrlichkeit jetzt beständig bemüht, uns tiefer zu reinigen und uns Seine himmlischen Lebenskräfte - Seinen Geist und Seine Denkungsart zu ermitteln. Die leuchtende Flamme des Lichts und der Liebe Gottes soll Tag und Nacht in die dunkle Welt hinausleuchten durch Menschen, welche ihren Platz im Heiligtum Gottes gefunden haben! Wie leicht verlieren wir von dem, was uns einmal geschenkt wurde! [Lies Hiob 29,1-6!]

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