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JAHRGANG 1934
November 1934

Sonntag, den 4. November 1934


2. Mose 25,40

Immer wieder ermahnt der Herr Seinen geliebten Knecht Mose, jeden einzelnen Gegenstand für das Heiligtum genau so zu fertigen, wie ihm das Muster dafür auf dem Berge Sinai gezeigt worden ist: „Genau so, wie Ich dir das Bild der Wohnung und das Bild all ihrer Geräte zeige, so sollt ihr alles herstellen!“ [2. Mos. 25,9; vgl. 5. Mos. 12,32; Spr. 30,5.6.] - In der ganzen Stiftshütte war also nichts, was auf der frommen Erfindung oder der religiösen Überlieferung der Menschen beruhte; nein, alles war göttlich angeordnet - eine irdische Darstellung von himmlischen Wirklichkeiten in Bildern, die Gott Selbst dem Mose gezeigt hatte! Es gibt heuten viele, die sich Christen nennen - denen der Herr wie einst den Pharisäern zurufen muß: „Ihr Heuchler, ganz richtig hat Jesaja von euch gesprochen: Dieses Volk ehrt Mich mit seinen Lippen, aber ihr Herz ist weit entfernt von Mir. Vergeblich aber bringen sie Mir Verehrung dar - ihr Gottesdienst ist wertlos, denn sie verkündigen Lehren, die nichts als Menschensatzung sind!“ (Lies Hebr. 13,8.9.20.21.) - Es mag manchen unserer Leser lieb sein, wenn wir hier eine Einteilung des Heiligtums geben:

Im Vorhof stand:

der eherne Altar und
das eherne Waschbecken.

Im Heiligtum stand:

der Schaubrottisch,
der goldene Leuchter,
der Räucheraltar.

Im Allerheiligsten stand:

die Bundeslade mit der goldenen Deckplatte, welche auch „der Gnadenthron Gottes“ oder „der Versöhnungsdeckel“ hieß, weil am Großen Versöhnungstag das Blut der Opfer auf ihn gesprengt wurde!

Der ganze Weg von der Bundeslade im Allerheiligsten bis zum ehernen Altar im Vorhof ist gekennzeichnet durch die Fußtapfen der göttlichen Liebe, die zu uns herabgekommen ist! Und umgekehrt: der ganze Weg vom ehernen Altar bis zur himmlischen Bundeslade ist besprengt mit dem Blut der Versöhnung und gebahnt durch den Versöhner Jesus Christus, der jetzt droben ist als unser großer Hoherpriester! (Lies Joh. 16,28; Hebr. 1,1-3; 3,1.2; 8,1.2.) - Indem wir als gereinigte Anbeter und von Gott geliebte Kinder diesen herrlichen Pfad aufwärts wandeln, erblicken wir den Stempel des Namens Jesu Christi auf all den Segnungen, die die göttliche Liebe uns zuteil werden läßt, bis wir dort anlangen und ewiglich diese Liebe preisen! [Lies Joh. 14,6; 16,28; vgl. Spr. 4,18; Röm. 5,1.2.] - Auch all die verschiedenen Teppiche und Vorhänge, sowie die Maße, Zahlen und Verbindungsstücke, Schlingen und Klammern - alles findet seine geistliche Bedeutung - ebenso die Metalle, Stoffe und Farben, die zur Herstellung des Heiligtums verwendet wurden. - Diese geistliche Deutung all der Dinge des Heiligtums ist nichts menschlich Erdachtes und Herbeigeholtes, sondern wird bei tiefgreifender Erforschung der ganzen Schrift als von Gott Selbst hineingelegt erkannt. [Lies 2. Tim. 3,16.17; Ps. 119,97-101.] Wir wollen durch all das Kostbare, das uns hier für unser inneres Leben geboten wird, wachsen in der Gnade und Erkenntnis unseres Heilandes Jesus Christus! Ja, wir dürfen uns an Ihm freuen als dem großen Erlöser, den Gott von Ewigkeit her für uns ausersehen hat, und in welchem Er uns Sein ganzes Herz und Seine ganze Liebe schenkt - der das A und das O aller göttlichen Offenbarungen, Gnadentaten und Herrlichkeitspläne ist! - Sowohl für unser geistliches als für unser äußeres Leben ist es von großer Wichtigkeit, daß wir lernen, in allen Stücken uns zu richten nach dem Worte Gottes und jeden Tag ernstlich zu fragen und zu forschen nach dem Willen unseres Gottes, wie derselbe eben in der Heiligen Schrift niedergelegt ist!- Dazu bedürfen wir eines aufrichtigen und demütigen Herzens und ganzer Willigkeit - ganzen Gehorsams! Anderenfalls werden wir den Willen Gottes weder verstehen noch befolgen. (Lies Ps. 119,134.135.160.)

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