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JAHRGANG 1934
August 1934

Mittwoch, den 1. August 1934


2. Mose 20,14

Du sollst nicht ehebrechen!“ Dieses Verbot tritt nicht bloß dem Eingriff in das teuerste Besitztum des Mannes entgegen, wie es das zehnte Gebot tut, sondern es bestätigt auch die Heiligkeit der Ehe als göttliche Ordnung zur Fortpflanzung und Vermehrung der Menschenfamilie! [Lies Hebr. 13,4.] Wie alle dem ganzen Volk gegebenen Gebote ist es zu nächst an den Mann gerichtet, doch ebensosehr für die Frau gültig. Mußte doch der Ehebruch in Israel an Mann und Weib mit dem Tode bestraft werden! (3. Mos. 20,10.) - Daß die ganze menschliche Familie „ein ehebrecherisches und sündiges Geschlecht“ geworden ist, ist furchtbare Tatsache; die fleischliche Sünde bildet ein besonderes, schreckliches Sündengebiet! (Mark. 8,38; 1. Kor. 6,18.) Wenn der der Jesus von den im Herzen aufsteigenden Versuchungen und Sünden spricht, nennt Er neben „bösen Gedanken“ an erster Stelle „Mord, Ehebruch und Hurerei“. [Mark. 7,20-23; vgl. Gal. 5,19-21.] - Es gehört zu den Zeichen der letzten Tage, daß in der Namenchristenheit auf dem Gebiet fleischlicher Sünde die Gewissen der Menschen vielfach „wie mit einem Brenneisen gehärtet“ sind, so daß schon in den Kindern Schamhaftigkeit und Zucht erstickt wird. [Vgl. 2. Tim. 3,1-4.] Der Prophet Jeremia ruft aus: „O daß mein Haupt Wasser wäre und meine Augen ein Tränenquell. so wollte ich Tag und Nacht beweinen die Erschlagenen meines Volkes!“ In dieses Wort stimmen Gott nahestehende Herzen tief ein, wenn sie an unsere Jugend und ihre Sündengebundenheit auf fleischlichem Gebiet denken. Tausende allerdings sagen, wenn nicht mit Worten, so mit der Tat: „Ehebruch und Hurerei ist nicht Sünde - im Gegenteil, es ist das Recht des Menschen, nach seinen Lüsten zu leben!“ Doch Gott spricht ganz, ganz anders, und des Menschen innerstes Gewissen spricht auch ganz, ganz anders! - Unreinheit und fleischliche Sünde knechten allerdings die Menschheit so furchtbar, daß auch die Gewissen und Anschauungen vieler Kinder Gottes irregeleitet sind! Der Abscheu der Sünde gegenüber wird vielfach geschwächt durch ihren täglichen Anblick und durch das Anhörenmüssen leichtfertiger und unreiner Gespräche. Wie manche jungen und älteren Menschenkinder, die diese Sünden im Grunde nicht wollen, kommen zu Fall in Gedanken, Blicken oder Taten durch die Umgebung in der sie sich bewegen müssen. - Obwohl wir aber durch eine so schreckliche Welt zu gehen haben, gibt es für das aufrichtige, ernste Kind Gottes doch einen Weg der Bewahrung! In den Tagen der Apostel war die Welt ebenso voll Sünde, wie sie es heute ist; dennoch schreibt der Apostel Judas den Geliebten Gottes: „Ihm aber, der euch ohne Straucheln bewahren kann und euch vor dem Angesicht Seiner Herrlichkeit tadellos hinzustellen vermag mit Jubel - dem alleinigen Gott, unserem Heiland, durch Jesus Christus, unseren Herrn, gebührt Herrlichkeit, Majestät, Macht und Gewalt vor aller Zeit und jetzt und in alle Ewigkeit! Amen.“ - Es bedarf freilich täglichen heißen Ringens im Gebet - täglichen, gründlichen Weilens vor dem Angesicht Gottes und eines starken Vertrauens, wenn ein Kind Gottes inmitten der Weltkinder in seinem Beruf zu stehen hat und hier seinen Gott verherrlichen will durch einen reinen, unbefleckten Wandel - durch eine reine, Ihm geweihte Gedankenwelt!

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