BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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JAHRGANG 1934
Mai 1934

Donnerstag, den 31. Mai 1934


Römer 7,1-6

Wie wendet nun Paulus das aus anderen Gesetzen herausgegriffene Ehegesetz auf sein erhabenes Thema an? Der erste Ehemann ist das Gesetz; das zeitlebens an ihn gebundene Weib ist der ernstgesinnte Mensch, welcher sich in seinem Gewissen an das göttliche Gebot gebunden weiß und welchen Gott auch dem Gesetz gegenüber zum Gehorsam verpflichtet. [Galater 5,3; Jakobus 2,10.11] Aber diese „Ehe“ ist keine glückliche; aus derselben kommt nichts Gutes heraus, sondern nur „Frucht für den Tod“. Obwohl ernstgesinnt und unter dem Gesetz, ist der Mensch doch „im Fleische“: „Denn als wir im Fleische waren, wirkten die durch das Gesetz geweckten sündlichen Leidenschaften in unseren Gliedern, so daß wir dem Tode Frucht brachten!“, d.h. solche Werke taten, über welche Gott das Todesurteil sprechen mußte! Dieses Todesurteil vollzog Gott tatsächlich an uns –, nämlich an unserem Stellvertreter, dem Herrn Jesus! Weil Gott uns, die schuldigen, gebundenen Sünder, liebte, gab Er Ihn, Seinen Sohn, zu unserer Rettung dahin. Ihn hat an unserer Stelle der Fluch unseres ersten Ehemannes, des Gesetzes, dort auf Golgatha, tödlich getroffen. (Lies 1. Korinther 15,3; Galater 3,13; 1. Petrus 2,24) [Nach dem römischen Gesetz durfte ein beleidigter Ehemann vor dem häuslichen Richterstuhl selbst sein untreues Weib zum Tode verurteilen!] Da wir im Glauben eins wurden mit unserem Retter, bekamen wir von Gott aus Anteil an Seinem Tode: Wir sind mit Christo dem Gesetz gestorben und somit aus dieser unglücklichen Verbindung gelöst. „Jetzt aber sind wir von dem Gesetz losgemacht“: für diesen unseren früheren Zwingherren sind wir jetzt tot und „dienen nunmehr, gerettet durch die Gnade, Gott in dem neuen Leben des Geistes“; der alte Zustand unter der Herrschaft des Buchstabens (d.h. des Gesetzes) hat ein Ende! – Unser Retter, der uns in Seinem Opfertode mit Sich einsgemacht hat, hat uns auch in Seinem Auferstehungsleben auf ewig mit Sich verbunden: „Also seid ihr, meine Brüder (und Schwestern) durch den (am Kreuz geopferten) Leib Christi für das Gesetz (d.h. für den ersten Ehemann) tot, fortan einem anderen (dem neuen Ehemanne) anzugehören – Ihm, der aus den Toten auferweckt worden ist, auf daß wir nun Gott Frucht bringen!“ (Lies Johannes 15,8; Galater 5,22.23) – Liebes Gotteskind, welchem „Ehemann“ gehörst du an? Stehst du unter dem Gesetz und suchst vergeblich seinen Forderungen gerecht zu werden? Oder hast du dich Christo, dem Herrn vom Himmel, zu eigen gegeben? [Lies Philipper 3,3-9] Wenn dies letztere der Fall ist, dann hast du in der innigen Gemeinschaft mit Ihm den herrlichen Beruf, Gott Frucht zu bringen! Der Herr Jesus sagt: „Hierin wird Mein Vater verherrlicht, daß Ihr viel Frucht bringt! So weist ihr euch aus als Meine Jünger!“

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