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JAHRGANG 1934
April 1934

Dienstag, den 17. April 1934


2. Mose 15,25b-27

Reisende berichten uns, daß man heute noch auf jener Strecke, die die Kinder Israel wanderten, nach langem gänzlichem Wassermangel einen Brunnen findet mit Namen ,,Howara“, der ein Becken von 6-8 Fuß Durchmesser bildet. Darin steht Wasser von so unangenehmem bitterem Geschmack, daß die Beduinen es für das schlechteste Wasser in der ganzen Umgegend halten! Für die drei Tage, die sie in der Wüste zogen, hatten sie sich wohl am Mosesbrunnen (Ayun Musa, dicht am Roten Meer gelegen) mit Wasser versorgt; aber dieser Vorrat war zu Ende, als sie nach Mara kamen. Luther sagt: „Wenn der Vorrat aufhört, so pflegt bei den meisten auch der Glaube ein Ende zu haben!“ - Glücklich diejenigen, bei denen es anders ist! - Die Kinder Israel scheinen im ersten Augenblick befürchtet zu haben, daß das Probieren des bitteren Wassers ihnen eine Krankheit eintragen könnte, wie sie sie bei den Ägyptern oft wahrgenommen hatten. Der Herr jedoch als ihr großer Arzt erklärt ihnen, daß Er sie vor all diesen Krankheiten dauernd schützen werde, wenn sie fleißig auf Seine Stimme hören und Seine Gebote halten werden. Ebenso heißt es in Sprüche 3: „Mein Kind, vergiß nicht Meine Belehrung, und dein Herz bewahre Meine Gebote! Denn Länge der Tage und Jahre des Lebens, Frieden und Wohlfahrt werden sie dir mehren. Darum sei nicht weise in deinen Augen! Fürchte den Herrn und weiche vom Bösen; das wird deinen Leib gesund erhalten und deine Glieder kräftigen!“ (Vgl. Ps. 32,1-5; 5. Mos. 7,11-15; [28,15.27]; siehe auch 1. Kor. 11,30.31.) - Viel häufiger, als wir meinen, ist auch bei Kindern Gottes leibliche Schwäche und Krankheit die Folge mangelnden Gehorsams oder unmittelbaren Ungehorsams gegen die göttlichen Gebote. Es bleibt zu allen Zeiten wahr, daß Gott den freudigen, dankbaren Gehorsam mit inneren und äußeren Segnungen belohnt - den Ungehorsam dagegen mit Unglück straft: „Saget dem Gerechten, daß es ihm wohlgehen wird, denn die Frucht seiner Handlungen wird er genießen. Wehe dem Gesetzlosen; ihm wird es übel gehen, denn das Tun seiner Hände wird über ihn kommen.“ Die Schrift sagt: „Große Wohlfahrt und großen Frieden haben die, die Dein Gesetz, Herr, lieben, und kein Fallen gibt es für sie!“ -Wie köstlich, daß unser Gott hier spricht: „Ich bin der Herr, dein Arzt!“ Zu Ihm dürfen wir uns vertrauensvoll in Krankheitsnot wenden. (Vgl. Ps. 103,1-5.) Er will Heilung der Seele mit der Heilung des Leibes, oder aber die Heilung des Leibes mit der der Seele verbinden. [Lies Jak. 5,13-16.] - Auf glaubensvolles Gebet, verbunden mit Demütigung und tiefer Reinigung des Herzens und Wandels schenkt Gott auch in unseren Tagen in vielen Fällen sichtliche dauernde Heilung! - Vers 27: Im Gegensatz zu Mara, der Stätte der Not und des Murrens, kommt das pilgernde Volk nun noch Elim, einer herrlichen Oase in der Wüste. 2½ Stunden südlich von Mara, im Wady (Tal) Gharandel, erkennen heute noch Reisende diese herrliche Stätte. Reichliches, erquickendes Wasser, herrlicher Pflanzenwuchs, Palmen, Tamarisken und Akazien sind hier zu finden, und alle auf der Suezstraße nach Sinai reisenden Karawanen machen Elim zu einem Aufenthaltsort, obwohl seine Schönheit an die damalige bei weitem nicht mehr heranreicht. In Seiner großen Liebe und Fürsorge bereitet der Herr Jesus als der gute Hirte auch heute Seinem erlösten Volk während der Wüstenreise besondere Stätten und Zeiten der Erquickung. „Herr, willst Du uns nicht wieder erquicken, daß Dein Volk sich in Dir erfreue?“ - Bald kommt die ewige Erquickung und Freude! [Lies Jes. 49,10b-13; Offenb. 7,15-17.]

Nach der heißen Wüstenreise
Frische Quellen, sel'ge Ruh.
Unsre Herzen finden Speise,
Lebenswasser strömt uns zu.
Keine Schwüle, kein Ermatten
Unter des Allmächt'gen Schatten.
Auf den ew'gen Bergeshöhen
Liegt ein helles Morgenrot.

Alle Nebel sind geschwunden,
Alles, was die Sonne scheut,
Und vorüber sind die Stunden
In der Nacht und Dunkelheit.
Keine Mühe, keine Leiden,
Nur noch ungetrübte Freuden.
Auf den ew'gen Bergeshöhen
Liegt ein helles Morgenrot.

Jener Höhen Herrlichkeiten
Löschen aus für immerdar
Die Erinnerung an Zeiten
Nah' am Abgrund, in Gefahr.
Keine Not mehr, kein Gedränge,
Sondern Frohe Lobgesänge.
Auf den ew'gen Bergeshöhen
Liegt ein helles Morgenrot.

Auf den ew'gen Bergeshöhen
Liegt ein helles Morgenrot.
Noch ein Augenblick, dann stehen
Wir in Herrlichkeit vor Gott!
Dort auf jenen reinen Auen
Werden wir Sein Antlitz schauen.
Auf den ew'gen Bergeshöhen
Liegt ein helles Morgenrot.
(Aus „Lieder von Kampf und Herrlichkeit“ von H.E. Alexander.)

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