BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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JAHRGANG 1934
März 1934

Donnerstag, den 15. März 1934


2. Mose 13,14-18

Auch wenn der Israelit sein erstgeborenes Söhnlein durch ein Lamm gelöst hatte, wie Gott es hier vorschrieb, und das Söhnlein wuchs heran, dann erzählte der Vater ihm: Einst mußte ein Lamm an deiner Stelle sterben! Und erklärte dem Knaben dies alles näher. Stets sollte die wunderbare Rettung aus der ägyptischen Sklaverei in der Erinnerung des Volkes lebendig bleiben und immer neuen Lobpreis für Gott in seinem Herzen wachrufen. Nie sollte es vergessen sein, daß nur Gnade Israel verschonte und schirmte, als Ägypten in all seinen Erstgeborenen vom gerechten göttlichen Strafgericht getroffen wurde! Die Weihung aller Erstgeburt für Gott war die dankbare Antwort auf jene wunderbare Rettung. – Viel zu wenig beschäftigen wir Kinder Gottes uns heute mit den großen Heils- und Gnadentaten des Herrn, die für uns geschehen sind. Doch sollen wir den Geist Gottes in dieser Hinsicht jetzt tief und gründlich an uns arbeiten lassen: „Preise den Herrn, denn Er ist gut, und Seine Güte währt ewiglich! So sollen sagen die Erlösten des Herrn, die Er aus der Hand des Bedrängers erlöst und die Er gesammelt hat aus den Ländern von Osten und von Westen, von Norden und vom Meere. Sie irrten in der Wüste auf ödem Wege; sie fanden keine Wohnstätte. Hungrig waren sie und durstig. Es verschmachtete in ihnen ihre Seele. Da schrien sie zu dem Herrn in ihrer Bedrängnis, und aus ihren Drangsalen rettete Er sie. Und Er leitete sie auf rechtem Wege, daß sie zu einer Wohnstätte gelangten. Mögen sie den Herrn preisen wegen Seiner Güte und wegen Seiner Wundertaten an den Menschenkindern!“ (Lies Ps. 113,1-9.) – V. 17: Gott sorgt dafür, daß Seine Kinder bei Beginn ihres neuen Lebens nicht gleich allzugroßen Schwierigkeiten begegnen und dadurch mutlos werden. „Er weidet Seine Herde wie ein Hirte; die Lämmer (die Neubekehrten) nimmt Er in Seinen Arm und trägt sie an Seinem Herzen!“ So führte Er die Kinder Israel nach ihrer Rettung aus Ägypten nicht den nahe liegenden Weg nach dem Norden der Sinaihalbinsel und durch das Philisterland nach Kanaan, sondern sie mußten von Etham aus sich nach Süden zurückwenden und nach dem wunderbaren Durchzug durch das Rote Meer (Schilfmeer) den ganzen Süden der Sinaihalbinsel durchwandern. Dies war ein viel längerer, aber auch bedeutend ruhigerer und gefahrloserer Weg. Denn die Philister, ein sehr kriegerisches Volk, würden den Israeliten nicht ohne harten Kampf den Durchzug nach Kanaan gestattet haben, zumal sie selbst einen beträchtlichen Teil Kanaans in Besitz genommen hatten! – Für einen solchen Kampf war Israel damals noch nicht vorbereitet. Sie hätten, wie sie es leider später so manchmal getan haben, ihren Auszug aus Ägypten bereut und wären vielleicht gar dorthin zurückgekehrt. „Er ließ sein Volk wandern gleich Schafen und leitete sie gleich einer Herde in der Wüste. Und Er führte sie sicher, so daß sie sich nicht fürchteten!“ (Vgl. Jes. 63,7-9.) – Wenn eine Seele durch die Macht der Gnade Gottes aus dem Ägypten ihres alten Lebens herausgerettet ist, so ist das neue Leben in ihr noch sehr schwach! Ei ist in geistlicher Hinsicht „wie ein neugeborenes Kindlein“. Der große, liebende Gott weiß, daß dieses neue Leben erst wesentlich erstarken muß, ehe es harte Kämpfe bestehen kann. Deshalb läßt Er ihm die liebevollste Pflege und Schonung zuteil werden. Wenn wir rühmen dürfen: „Soweit der Osten ist vom Westen, hat Er von uns entfernt unsere Übertretungen!“ so dürfen wir aus praktischer Erfahrung heraus hinzufügen: „Wie sich ein Vater über die Kinder erbarmt, so erbarmt sich der Herr über die, welche Ihn fürchten. Denn Er kennt unser Gebilde, ist eingedenk, daß wir Staub sind.

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Zuletzt geändert am 17.03.2014 12:31 Uhr | powered by PmWiki (pmwiki-2.2.109)