BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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JAHRGANG 1934
Januar 1934

Mittwoch, den 31. Januar 1934


2. Mose 6,10-27

(Es war nötig, in diesem Abschnitt mehr Bibelstellen als sonst anzuführen. Jeder lese, was ihm möglich ist.)

Da Israel zu schwer geplagt und gedrückt ist, um sich die große Kinde von ihrer nahe bevorstehenden Befreiung anzueignen, sendet der Herr Seinen Knecht Mose zum zweitenmal zum Pharao mit der Forderung, die Israeliten freizugeben. Doch Mose war entmutigt. Wenn schon seine Brüder nicht auf ihn hörten, wie sollte der Pharao seinen Worten Gehör schenken? Und dabei kehrt Mose von neuem seinen Mangel an Beredsamkeit hervor: „Zumal ich unbeschnitten an Lippen bin!“ Mose war hier von neuem Gelegenheit gegeben, allein der Beauftragte Gottes dem Pharao gegenüber zu sein. [Vgl. 2. Mos. 4,10-16.] Doch auch diesmal nötigt er durch seinen Mangel an Glauben den Herrn, ihm seinen Bruder Aaron beizugeben! – Es ist sehr schmerzlich, wenn ein Gläubiger durch Mangel an Glaubensmut nicht voll und ganz eingeht auf den herrlichen Plan, den Gott über sein Leben gefaßt hat. Doppelt schmerzlich ist es, wenn ihm zum zweitenmal Gelegenheit geboten wäre, die volle Herrlichkeit der ursprünglichen Berufung zu erlangen und er von neuem versagt durch Mangel an Zuversicht. – So war es hier mit Mose. Es wird ihm nun endgültig Aaron zu Seite gegeben (V.13). – In V. 14-27 ist ein Ausschnitt aus den Familienverzeichnissen des Volkes Israel eingefügt, um noch einmal die Abstammung Moses und Aarons von Levi dazutun und dadurch die Bedeutung dieser beiden Männer hervorzuheben. Moses als des großen Führers – Aarons als des Hohenpriesters. [Vgl. 2. Mos. 2,1.] – Der Stamm Levi teilte sich in die drei Levitengeschlechter: Gersoniter, Kehatiter und Merariter. Mose und Aaron stammten der vornehmsten dieser drei Familien, den Kehatitern. – Ein kurzer Rückblick wird in V. 20 getan auf die Eltern Moses und Aarons, und wir erfahren, daß Amram, der Vater Moses und Aarons ein Lebensalter von 137 Jahren erreichte. Hiernach wäre es durchaus möglich, daß derselbe die Rettung des Volkes aus Ägypten noch miterlebte! – In V. 24 werden uns die drei Söhne Korahs genannt, aus welchen die levitischen Sänger- und Torhütergruppen stammten. Korah war jener Levit, der sich mit 250 Männern aus Israel zusammentat und sich gegen Moses auflehnte. Gottes Strafgericht ereilte ihn und die ganze Rotte in furchtbarster Weise. Die Erde tat ihren Mund auf und verschlang Korah, Dathan und Abiram samt ihren 250 Anhängern! Er brachte durch seine Sünde ein furchtbares Unglück über das ganze Volk. [Lies 4. Mos. 16 (Luth. Kap. 16,1 - 17,15.).] – Doch Korahs Kinder verschonte die göttliche Barmherzigkeit und erwählte sie in besonderer Weise zum Dienst am Heiligtum! – Wir finden unter den Psalmen mehrere, die von den Söhnen Korahs gedichtet und gesungen worden sind. Der bekannteste ist jener wundervolle 84. Psalm, der uns so oft schon erquickt hat und der uns erkennen läßt, wie sehr die Söhne Korahs ihre Begnadigung und den ihnen anvertrauten heiligen Dienst zu schätzen wußten! – Nebenbei erfahren wir in V. 23, daß Aaron seine Gattin aus dem Stamme Juda erwählte, Elischeba die Tochter Amminadabs, die Schwester Nachschons, des nachmaligen Stammesfürsten über Juda. [4. Mos. 1,7; 2,3.] – In V. 25 wird Aarons Enkel Pinehas erwähnt, ein Priester voll heiligen Eifers für Gott. Als die Kinder Israel hernach in der Wüste der Verführung der Moabiter erlagen und sich dadurch den glühenden Zorn des Herrn zuzogen, erhob sich Pinehas in heiligem Eifer, ergriff eine Lanze und durchbohrte die Schuldigsten! Hierdurch rettete er die Ehre Gottes, stillte Gottes Zorn, und die tödliche, von Gott verhängte Plage, welche bereits 24 000 Glieder des Volkes dahingerafft hatte, kam zum Stillstand. – Der Herr stellt Pinehas, dem edlen Priester, ein leuchtendes Zeugnis aus: „Er hat mit meinem Eifer in der Mitte Israels geeifert, darum siehe, Ich gebe ihm Meinen Friedensbund. Derselbe soll ihm und seinen Nachkommen ein Bund ewigen Priestertums sein, darum daß er für seinen Gott geeifert und für die Kinder Israel Sühnung getan hat!“ (4. Mos. 25,6-13.)

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