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JAHRGANG 1924
August 1924

Dienstag, den 5. August 1924


Sacharja 9,10; Jesaja 2,1-5; Psalm 72

Der königliche und doch so demütige Einzug des Friedefürsten in seine Friedensstadt, den Sacharja mit so lieblichen Zügen ein halbes Jahrtausend vor Christi Geburt schildert, ist zur geschichtlichen Tatsache geworden. Gott hat damit Jesus, Seinem Sohne, das Zeugnis gegeben, daß Er der verheißene König und Sieger sei, der der Welt den Frieden bringt und den Völkern Heil. Er, der bei Seinem damaligen Einzug in Jerusalem weinen mußte über die Stadt, weil sie die Zeit ihrer Gnadenheimsuchung nicht erkannt hatte (Luk. 19,41-44) - Er, der wenige Stunden später das Geschrei des Volkes vernehmen mußte: „Kreuzige, kreuzige Ihn!“ - Er, der tatsächlich ans Kreuz geschlagen wurde - Er wird bald als der auferstandene Herr der Herrlichkeit vom Himmel wiederkommen und Sein Reich aufrichten in Israel und über die ganze Welt. Auf diese noch zukünftige Zeit der Herrlichkeit bezieht sich Vers 10. Durch das große Völkergericht, das Jesus beim Antritt Seiner Weltherrschaft üben wird, wird für immer aller Auflehnung und allem Streit unter den Völkern ein Ende bereitet werden. Darum werden auch die Kriegswagen aus Ephraim, die Rosse und die Kriegsbogen aus Jerusalem ausgerottet werden! Die Völker „werden ihre Schwerter zu Pflugmessern schmieden und ihre Speere zu Winzermessern. Nicht mehr wird Nation wider Nation das Schwert erheben und sie werden den Krieg nicht mehr lernen!“ (Vgl. Micha 4,1-8.) - Wie dann der Herr Jesus Frieden reden wird zu den Nationen, so redet Er jetzt Frieden zu den einzelnen Herzen, wenn sie sich Ihm vertrauensvoll erschließen und beugen. Er ist der große Friedensstifter und will Sich als solcher erweisen im Leben des Einzelnen - in den Häusern und Familien, in den Ehen und Freundschaften der Gläubigen - unter Brüdern und Schwestern, unter den Kindern und den Alten! Wo man Ihn anruft und einläßt, da will Er Seine Herrschaft und Herrlichkeit ausbreiten auf allen Gebieten des Herzens und des Lebens. Dann wird es mitten unter allen Kämpfen, Prüfungen und Leiden im Leben des Gottgeweihten schon in der Jetztzeit wahr: „Dein Friede wird sein wie ein Strom und deine Gerechtigkeit wie des Meeres Wogen! Mit dem Fett des Weizens wirst du gespeiset und mit Honig aus dem Felsen gesättigt!“ [Lies Ps. 81,12-16; Jes. 48,17-19.] Unaussprechlich herrlich wird es einmal auf unserer armen Erde sein, die jetzt so voll Streit und Haß, voll Jammer und Herzeleid, Not und Tod ist, wenn Jesus, der Friedefürst und Lebensquell, regieren wird „von Meer zu Meer“. „Dann wird die Erde voll sein der Erkenntnis des Herrn gleich wie die Wasser den Meeresgrund bedecken.“ (Vgl. Jes. 49,6; Röm. 15,8-12.)

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