BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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JAHRGANG 1923
April 1923

Sonntag, den 29. April 1923


Sacharja 3,8

„Siehe!“ Mit gefalteten Händen, mit anbetendem Staunen ist die gesegnete Botschaft zu vernehmen: „Denn siehe, Ich will Meinen Knecht Sproß kommen lassen.“ Von Mose und Josua an hat Gott treue Knechte in Israel gehabt, unter den Richtern und Königen, unter den Priestern und Propheten. Aber keiner hat das Werk tun können, das hier verheißen wird. Ja, nur durch Jesus können Gottes herrliche Pläne mit Israel zur Erfüllung kommen, wie auch mit der ganzen Welt; Gott sprach: „Ich will meinen geliebten Sohn senden!“ „Denn also hat Gott die Welt geliebt, daß Er Seinen eingeborenen Sohn gab, auf daß alle, die an Ihn glauben, nicht verloren gehen, sondern das ewige Leben haben!“ - Wie oft nennt Gott Ihn, den Messias, Seinen Knecht. Hat Er doch wie kein anderer Sich Gott geweiht, um Gottes ganzen Willen zur Ausführung zu bringen. (Vgl. Jes. 42,1-4; 49,1-6; vgl. Phil. 2,5-11.) - Und warum heißt Er „Sproß“? Diesen Namen hat Sacharja den früheren Propheten entnommen, welche den großen Nachkommen Davids häufig so bezeichnen. (Vgl. Jes. 11,1-5; Jer. 23,5.6.) Das Königshaus glich ja einem abgehauenen Stamm; es war ganz herabgesunken. Aber „ein Reis wird aus dem Stumpfe Isais hervorgehen und ein Schößling aus seinen Wurzeln Frucht bringen. Auf Ihm wird ruhen der Geist Jehovas!“ Aus tiefer Armut und Niedrigkeit, aus Unscheinbarkeit und Verachtung hervorgehend, sollte der Messias zu wunderbarer Hoheit und Herrlichkeit gelangen. [Lies Luk. 1,26-33; 2,27-32.]

Ein Sproß ist ein neuer Lebenskeim, der aus einem oftmals schon tot scheinenden Stamme kommt. So ist Jesus gekommen als „das Leben“ - „wie ein Wurzelsproß aus dürrem Erdreich“, „auf daß die Welt durch Ihn leben möchte!“

Hört’s, das Leben ist erschienen
Und ein ewiges Versühnen
Ward in Jesus uns zuteil!

Er soll der lebendige Mittelpunkt aller Segensfülle und aller göttlichen Gnadentaten sein - ein mächtiger Lebensquell für die dem Tode verfallene Menschheit, der die von der Sünde zerrüttete Welt mit göttlichen Kräften durchdringt - „der Sproß Jehovas zur Zierde und zur Herrlichkeit“ (Jes. 4,2). Ja, „in Ihm war das Leben und das Leben ward das Licht der Menschen“. Er sagt: „Ich bin gekommen, auf daß sie das Leben haben und es in Überfluß haben“. Glückselig der Mensch, welcher freudig rühmen kann: „Christus ist mein Leben!“ (Lies 1. Joh. 5,12.20.)

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