BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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JAHRGANG 1922
August 1922

Mittwoch, den 30. August 1922


Haggai 1,5.6

Als der heilige und mächtige Herr, „Jehova der Heerscharen“, fordert Gott nun Sein Volk auf: „Richtet euer Herz auf eure Wege!“ d. h. „Fasset einmal vor dem Angesicht des Herrn euer gesamtes Tun und Lassen ins Auge, sowie auch Gottes dementsprechendes Tun und Lassen mit euch!“ - Wahrlich, eine ernste, gewichtige Aufforderung, die der Prophet im Verlauf seiner Reden fünfmal in ähnlicher Form dem Volke nahebringt. (Kap. 1,5.7; 2,15.18.) Über solche Mahnung zur Selbstprüfung, zum Stillestehen in Gottes heiliger Gegenwart, zum Stillehalten angesichts des Wirkens und Strafens Seines Geistes darf keiner von uns hinweggehen! - Wir meinen so gern, der Herr gebe sich mit frommen Formen und Gewohnheiten, mit ernsten Wünschen und Herzensentschlüssen zufrieden. Gewiß sieht Er vor allem auf unser innerstes Herz; aber Er wägt und prüft ebenso sehr unser Tun, unsere Schritte und Wege! Was nützen Entschlüsse, die nicht zur Tat werden - innere Gefühle, denen nicht die praktischen Früchte im täglichen Verhalten folgen? Selbst unsere Buße muß die entsprechenden Werke erzeugen, sonst ist sie nicht echt und wahr: „Bringet nun der Buße würdige Früchte und denket nicht, bei euch selbst zu sagen: Wir haben Abraham zum Vater! - Schon ist die Axt an die Wurzel der Bäume gelegt; jeder Baum, der nicht gute Frucht bringt, wird abgehauen und ins Feuer geworfen!“

Nehmen wir Gottes Worte und Gottes Handlungen mit uns genügend zu Herzen? Sind wir uns darüber klar, daß unsere Werke und unsere Erlebnisse im Alltagsleben das Spiegelbild unseres Herzenszustandes sind? - Der Herr sagt: „An den Früchten wird der Baum erkannt!“ Und an den guten Werken und den göttlichen Segnungen - besonders den inneren, häufig aber auch den äußeren - wird Gottes Anerkennung und Mitunssein erkannt. Weist unser täglicher Wandel diese Früchte, diese Segnungen, auf? Stehen auch wir einmal still, um über unsere Wege nachzudenken; betrachten wir deren Folgen! (Lies Gal. 6,3-10; Eph. 5,8-17.)

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