BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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JAHRGANG 1919
Oktober 1919

Montag, den 13. Oktober 1919


Jona 3,5

„Und die Leute von Ninive glaubten Gott“, d. h. sie glaubten nicht nur an Gott, sie waren nicht nur überzeugt, daß es einen Gott gibt, sondern sie glaubten Ihm, sie nahmen die Botschaft, die Er ihnen durch Jona sandte, als Wahrheit und Wirklichkeit auf und richteten sich danach! - Wenn mir eine Botschaft gebracht wird und ich habe Vertrauen zu der Wahrhaftigkeit dessen, der sie mir sendet oder bringt, so richte ich mich nach dieser Botschaft, ich handle entsprechend derselben. Das taten die Leute von Ninive. Sie waren überzeugt, daß das angekündigte Strafgericht in vierzig Tagen über sie kommen werde, und nun brachen sie augenblicklich ihren alltäglichen Erwerb, ihre Geschäfte, ihre Vergnügungen ab, um sich mit ganzem, eindringlichem Ernste vor Gott zu demütigen. Sie hofften, Ihn durch ihre Buße und Beugung - durch Abkehr von ihrer Sünde und Hinkehr zu Ihm zur Zurücknahme Seines schon verhängten Strafgerichts bewegen zu können. O welch eine richtige Vorstellung von Gott hatten diese Heiden! Viele Namenchristen, die Gott durch Sein Evangelium und Seine Führungen zur Buße ruft, können sich an jenen Niniviten ein Beispiel nehmen! Wie viele Leute mögen sich nicht entschließen, auch nur eine Einladung abzusagen, eine Mahlzeit auszusetzen, einige Stunden Schlaf daranzugeben, um einmal ernstlich zu Gott zu rufen und Gott in der Stille zu sich reden zu lassen! - Die wenigsten Menschen in der Christenheit glauben Gott, daß Er, was Er in Seinem Worte sagt, auch wirklich meint und tut. Glaubten sie das, so würden sie sich der göttlichen Botschaft beugen, würden ihr entsprechend handeln, indem sie aufrichtig Buße täten von ihren Sünden und dem nahen göttlichen Gericht entflöhen - indem sie sich ernstlich zu Christo, dem alleinigen Retter, bekehrten und sich durch Ihn mit Gott versöhnen ließen. Wer das tut, der „besiegelt, daß Gott wahrhaftig ist“; wer das nicht tut, der „erklärt Gott zum Lügner, denn er glaubt nicht an das Zeugnis, welches Gott gezeugt hat über Seinen Sohn!“ (Vergl. Joh. 3,33; 1. Joh. 5,9-12.)

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