BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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JAHRGANG 1918
Mai 1918

Mittwoch, den 8. Mai 1918


Joel 1,13.14

Die Priester Jehovas, die zu allen Zeiten berufen waren, dem Volke ein Vorbild in Wandel und Gesinnung zu sein, dessen Schmerzen mitzufühlen, dessen Missetaten vor Gott zu empfinden und zu tragen - sie werden hier in erster Linie zum Fasten und Flehen vor Jehova aufgerufen. Von ihnen wird erwartet, daß sie einen Fast-, Buß- und Bettag festsetzen, da das ganze Volk sich vereinigt zu gemeinsamer Beugung und Bitte vor Gott. - Sind nicht heute wir, die Gläubigen, als geheiligte Priester des Herrn berufen, die Not und den Jammer unseres Volkes aufs Herz zu nehmen? Sollten wir uns nicht verantwortlich fühlen für die Missetaten und Ungerechtigkeiten, für den Un- und Aberglauben, für das sittliche Verderben in unserem Volke? - Wenn alle Kinder Gottes - selbst geheiligt und geschieden von Welt und Sünde - ernst und beständig ihres Priesteramtes warten und betend vor Gott im Heiligtum stehen würden - es möchte in mancher Hinsicht heute schon anders aussehen in unserem Volk und Land! - Hast du ein priesterlich fühlendes Herz für andere? Weinst du mit den Weinenden? - Der Selbstsüchtige jammert nur, wenn’s ihn trifft. Der Weltmensch weiß in schweren Fällen nichts anderes zu tun, als zu klagen, zu murren, zu verzweifeln oder sich gleichgültig über alles wegzusetzen. Der Mensch Gottes aber erkennt in allen Schickungen die Hand des Herrn; er weiß, warum die Plagen verhängt werden. Er hat Licht und Liebe von oben und kann deshalb anderen ein Ausleger der Gedanken und des Herzens Gottes sein und sie an dies Herz führen!

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