BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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JAHRGANG 1918
Januar 1918

Sonnabend, den 5. Januar 1918


3. Mose 23,3 (Der Sabbat)

Der erste Festtag, den Gott für Israel anordnet, ist der Sabbat.*) Derselbe war der siebente Tag der Woche, an welchem Gott einst nach Vollendung des Schöpfungswerkes geruht hatte.**) So hatte also der Mensch mit Gott Sabbat feiern dürfen, noch ehe Kampf und Mühe und die Sünde mit ihren verheerenden Folgen und zahllosen Leiden da war. Adam und Eva hätten dauernd mit Gott herrliche Ruhe und Gemeinschaft pflegen dürfen als Seine dankbaren Geschöpfe, Ebenbilder und Anbeter! Aber ach! wir wissen, wie schnell diese Ruhe und Segnung zerstört wurde. Satan, der Versucher und Verderber, kam herein und das Menschenpaar ließ sich von ihm zum Ungehorsam und Abfall von Gott verleiten. Die Sünde ist in die Welt gekommen und hat hier in Gottes Schöpfung Verderben und Elend, Not, Jammer und Tod angerichtet und ausgebreitet! – Konnte Gott nun angesichts einer gefallenen und ins Verderben sinkenden Welt und inmitten der Sünde, des Seufzens und der Tränen Seiner Menschenkinder noch ruhen? O nein, Er, der „reich ist an Barmherzigkeit“ und den Tod des Sünders nicht will, sondern dessen Rettung und Heil bezweckt – dieser wunderbare Gott hat also die Welt geliebt, daß Er Seinen eingebornen Sohn für uns herniedersandte und gab. Jesus ist gekommen, um „die Werke des Teufels zu zerstören“ und die Menschen zu erlösen. Am Kreuz hat Er durch Seine bitteren Leiden und Seinen Tod dem Teufel endgültig die Macht genommen und einen völligen Triumph und ewigen Sieg über ihn davongetragen. Als Jesus sterbend rief: „Es ist vollbracht!“ da war das große, wunderbare Werk der Erlösung und Versöhnung vollendet und der Grund gelegt, daß nun der wahre, ewige Sabbat für Gott und Sein Volk anbrechen und mit seligem Herzen gefeiert werden kann in alle Ewigkeit! – Der Herr Jesus ladet noch heute schuldbeladene, sündenmüde Menschenkinder ein: „Kommet her zu Mir, alle Ihr Mühseligen und Beladenen, und Ich werde euch Ruhe geben!“ – Teures Herz, sehnst du dich nach Ruhe, soll für dich der wahre Sabbat anbrechen?

Jesus nur gibt wahre Ruh, drum zu Jesu eil auch du!

*) Da einerseits die geistliche Bedeutung des Sabbats so köstlich für uns ist und andererseits manche Christen durch eine falsche Unterweisung in Gefahr stehen, zum äußerlichen Halten des Sabbats zurückzukehren, so verweilen wir etwas länger bei diesem Gegenstand! – Das Wort „Sabbat“ (Ruhe) kommt her von einem Zeitwort, welches „ruhen“ bedeutet und zuerst in 1. Mose 2,3 vorkommt: „Und Gott segnete den siebenten Tag und heiligte ihn, denn an demselben ruhte Er.“
**) Der erste Tag, den der Mensch nach seiner Erschaffung auf Erden genoß – ehe noch Versuchung und Sünde an ihn herangetreten war – war der Sabbat, der Ruhetag Gottes, an welchem Gott mit Wohlgefallen auf Sein vollendetes Werk blicken konnte, „denn siehe, es war alles sehr gut!“ Nicht der Mensch hatte gearbeitet, sondern Gott: es war Seine Ruhe und Freude, an welcher Adam und Eva im Paradiese teilhaben durften. Welch herrlicher Tag muß dieser erste (und einzige) Sabbat im Paradiese gewesen sein, als der Mensch von Versuchung und Sünde, von Elend und Kummer noch nichts wußte!

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