BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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JAHRGANG 1917
November 1917

Dienstag, den 13. November 1917


3. Mose 21,20-21

Zwerge, Schwache und Unterernährte gibt es leider auch in der priesterlichen Familie; sie sind nicht tauglich zum Dienst im Heiligtum. Von Anfang an sind sie im inneren Leben zurückgeblieben; dasselbe hat sich bei ihnen nicht normal entfaltet. Sie sind nicht gewachsen, wie sie sollten, „in der Gnade und Erkenntnis unseres Herrn und Heilandes Jesu Christi“ (2. Petr. 3,18). Vielleicht hat es zur Zeit ihrer Bekehrung gefehlt an bewährten Knechten des HErrn, welche „das Wort der Wahrheit recht austeilten“, um ihnen die Speise zu geben zur rechten Zeit“! (2. Tim. 2,15; Matth. 24,25) Vielleicht auch hat es ihnen selbst von früh an gemangelt an dem rechten Eifer, an dem Hunger nach Gottes Wort; sie waren als „neugeborene Kindlein“ nicht „begierig nach der vernünftigen, unverfälschten Milch des Wortes Gottes!“ (1. Petr. 2,3) Obwohl sie jetzt „der Zeit nach schon Lehrer“ für Andere sein sollten, „bedürfen sie selbst von neuem, dass man sie lehre, welches die Anfangselemente der Aussprüche Gottes sind“ (Hebr. 5,12). Gott kann aber heute noch aus einem „Zwerg“ einen „Grossen im Reiche Gottes“, aus einem „Schwachen“ einen „Starken“ machen durch Seine Barmherzigkeit. Man muss sich nur zerbrechen und demütigen lassen und das Herz „füllen lassen mit Seiner Gnade“ (Ps. 90,14). Im Reiche Gottes geht der Weg zur Kraft durch Demütigung, der Weg zum Leben durchs Sterben, der Weg zur Höhe durch die Tiefe! – Reichlich muss man das Wort Christi in sich aufnehmen und an sich wirken lassen, denn der Mensch Gottes lebt und erstarkt nur „durch jedes Wort, das aus dem Munde Gottes ausgeht“ (Matth. 4,4; Kol. 3,16). Die ganze Heilige Schrift „ist nütze zur Lehre, zur Überführung, zur Unterweisung in der Gerechtigkeit“; sie allein ist es, die den Menschen Gottes wachsen und gedeihen lässt, dass er „vollkommen werde, zu jedem guten Werke völlig geschickt“ (2. Tim. 3,16-17; lies auch Hebr. 4,1; 12,14-17).

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