BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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JAHRGANG 1915
Juli 1915

Sonnabend, den 17. Juli 1915


3. Mose 7,19b-21

Ohne Reinheit keine Gemeinschaft mit Gott (lies Matth. 5,8). Am Essen des Friedensopfers im Vorhof des Heiligtums durften die Glieder der israelitischen Familie nur teilnehmen, wenn sie frei von zeremonieller (d. h. im Gesetz gerügter) Verunreinigung waren: „Jeder Reine darf das Fleisch essen.“ – Für uns heißt es: „Sondert euch ab, spricht der Herr, und rühret Ureines nicht an, und Ich werde euch aufnehmen; und Ich werde euch zum Vater sein, und ihr werdet Mir zu Söhnen und Töchtern sein, spricht der Herr, der Allmächtige“ (2. Kor. 6,17-18). Mancher Gläubige hat sich nicht praktisch gereinigt und gelöst von der Welt und von dieser oder jener Sünde, verbirgt das aber und meint, „von dem Friedensopfer essen“, d. h. mit Gott Gemeinschaft haben zu können. Aber „wenn wir sagen, daß wir mit Ihm Gemeinschaft haben und wandeln in der Finsternis, so lügen wir und tun nicht die Wahrheit“ (1. Joh. 1,6). Gott gibt Seinen Frieden keiner Seele zu schmecken, die in der Sünde lebt. Nicht nur eigene Sünde und Unreinheit hindert und löst unsere Gemeinschaft mit Gott; auch der Umgang mit solchen, die ein Bekenntnis des Glaubens mit einem ungöttlichen Wandel verbinden, schadet der Seele. Deshalb verbietet Gott den Gläubigen die Gemeinschaft, den Umgang mit solchen, denn Sünde ist ansteckend: „Wisset ihr nicht, daß ein wenig Sauerteig die ganze Masse durchsäuert?“ (1. Kor. 5,6; vergl. V. 9-11; 2. Thess. 3,6; Röm. 16,17-18). Diese geheiligte Stellung soll aber Herzensstellung sein (1. Sam. 16,7) und uns nicht hochmütig machen, sonst fallen wir tiefer als die, von denen wir uns fern halten. „Wer zu stehen sich dünkt, sehe zu, daß er nicht falle“ (1. Kor. 10,12, vergl. Röm. 11,20).

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