BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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Startseite -- Bücher AT -- 3. Mose -- 198 (Der Priester soll sich an keinen Toten verunreinigen, die nicht enge Blutsverwandte sind)
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DAS DRITTE BUCH MOSE (Leviticus)
C. GOTTES GESETZ -- TEIL 6: HEILIGUNG (3. Mose 17-27)
6. Verbotene Handlungen oder Eigenschaften, die einen Priester entheiligen (3. Mose 21,1-24)

a) Der Priester soll sich an keinen Toten verunreinigen, die nicht enge Blutsverwandte sind (3. Mose 21,1-4)


3. MOSE 21,1-3

1 Und der HERR sprach zu Mose: Sage den Priestern, Aarons Söhnen, und sprich zu ihnen: Ein Priester soll sich an keinem Toten seines Volkes verunreinigen, 2 außer an seinem Blutsfreunde, der ihm am nächsten angehört, als: an seiner Mutter, an seinem Vater, an seinem Sohne, an seiner Tochter, an seinem Bruder 3 und an seiner Schwester, die noch eine Jungfrau und noch bei ihm ist und keines Mannes Weib gewesen ist; an der mag er sich verunreinigen.

Dieses Kapitel handelt von der praktischen Heiligung der Priester, deren Weihung und Amtsantritt uns in Kap. 8 und 9 berichtet wurde (Bibellesezettel Oktober 1915). Was das Priestertum kennzeichnet, sind vor allem fünf Vorrechte: Der Zutritt ins Heiligtum, das Darbringen der Opfer, der Genuß der priesterlichen Speise, die Bewahrung und Verwaltung des göttlichen Wortes, der Auftrag, anderen zu helfen und zu dienen. - Die nahen Beziehungen, in welchen die Priester zu Jehova standen, forderten selbstverständlich auch ein entsprechendes Verhalten. Ihr ganzes praktisches Leben sollte in Übereinstimmung stehen mit der erhabenen Tatsache, daß sie in die Gegenwart Gottes eingeführt und Seinem Dienste geweiht waren!

Die erste Vorschrift Gottes an Seine geheiligten Priester forderte ihr Fernbleiben von jeder Leiche; nur in Fällen allernächster Verwandtschaft wurde eine Ausnahme gestattet. – Der eingetretene Tod ist im Alten Bund immer ein Hinweis auf die Sünde, deren allgemeine Folge er ist; denn „durch die Sünde ist der Tod in die Welt gekommen“. – Als zum geistlichen Priestertum Berufene (1. Petri 2,5) sollen wir, die Gläubigen, uns hüten vor aller Sünde und uns von der Welt, in der die Sünde regiert, „unbefleckt erhalten“.

1. Petrus 2,5 -- Und auch ihr, als die lebendigen Steine, bauet euch zum geistlichem Hause und zum heiligen Priestertum, zu opfern geistliche Opfer, die Gott angenehm sind durch Jesum Christum.

Je länger du in der Gnade und Gemeinschaft deines Gottes stehst, Kind Gottes, desto genauer wirst du es nehmen mit deiner praktischen Heiligung! Je vertrauter du mit Seinen Gedanken, mit Seinem kostbaren Worte wirst, desto geschärfter wird dein Blick und Empfinden werden für alles, was Sünde ist – für alles, was nicht taugt für einen „Priester Gottes“, und du wirst dir dauernd die Bitte zu eigen machen: „Bewahre mich, Gott, denn ich traue auf Dich!“ (Psalm 16,1)

(Freitag, 14. September 1917)

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